Referendum zum Status der russischen Sprache in Lettland

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    • Referendum zum Status der russischen Sprache in Lettland

      Rene hat mich hier erst darauf aufmerksam gemacht, dass so ein Referendum stattfinden soll.
      Der große Tag war nu gestern, wo die Wahlberechtigten darüber abstimmen konnten, ob Russisch in den Rang einer zweiten Amtssprache neben dem Lettischen erhoben werden soll. Nach den vorläufigen Ergebnissen wollen 75% dass es dabei bleibt, dass Lettisch die einzigste Amtssprache ist.
      Ich bin ja mal gespannt was die russische Minderheit dazu sagt. Denn z.B. in der zweitgrößten Stadt Daugavpils, waren 85% für die Einführung der russischen Sprache.

      Ich kenne Lettland, leider, nur aus der Zeitung. Kennt sich da jemand besser aus? Denn Lettland ist ja bekanntermaßen mal sehr konsequent mit der Frage der lettischen Sprache und dem Recht, die lettische Staatsbürgerschaft zu bekommen, umgegangen. Viele Russen in Lettland waren gar nicht Wahlberechtigt, weil sie immer noch Nichtbürger sind.
    • Das Referendum ist mit 75% gegen die Einführung von Russisch als Amtssprache ausgegangen.
      Interessant finde ich die Formulierung aus den Nachrichten, die russische Regierung habe die russische Minderheit aufgefordert "weiterhin für ihre Rechte zu kämpfen". Das kann man freilich vielfältig interpretieren. Gleichzeitig habe der lettische Präsident die beiden Bevölkerungsgruppen aufgerufen, aufeinander zuzugehen. Auch das ist nicht sonderlich konkret, ich muss allerdings sagen, dass mir dieser Tonfall schon eine Ecke besser gefällt :kozak-lulka:
    • Verstehen tu ich das nicht!

      mbert schrieb:

      Das Referendum ist mit 75% gegen die Einführung von Russisch als Amtssprache ausgegangen.
      Interessant finde ich die Formulierung aus den Nachrichten, die russische Regierung habe die russische Minderheit aufgefordert "weiterhin für ihre Rechte zu kämpfen". Das kann man freilich vielfältig interpretieren. Gleichzeitig habe der lettische Präsident die beiden Bevölkerungsgruppen aufgerufen, aufeinander zuzugehen. Auch das ist nicht sonderlich konkret, ich muss allerdings sagen, dass mir dieser Tonfall schon eine Ecke besser gefällt
      Das ist wieder mal so eine Entscheidung die ich unabhängig von dem ehemaligen Sowjetgebiet nicht verstehe.
      Gut einerseits waren die Sowjets Besatzer, dies ist eine Tatsache die sich nicht leugnen und nicht ändern lässt.
      Andererseits wurde von der damaligen Staatsmacht die Leute in alle Regionen verteilt, zum arbeiten oder was auch immer.
      Gefragt wurden die wenigsten.
      Warum kann es dann in diesen Ländern kein Koexistenz der Sprachen geben? Warum jetzt den bösen Russen die dageblieben sind, Litauisch Ukrainisch oder was auch immer aufzwingen. Die Menschen die es betrifft können doch am wenigsten dafür.
      Oder meint ihr meinen Schwiegereltern hat das gefallen plötzlich Ukrainer zu sein. Meine Frau sagt Heute noch ich bin Russin obwohl in der Ukraine geboren, die Verwandtschaft meiner Frau lebt komplett in Russland.
      Für eine funktionierende Mehrsprachigkeit kann man da nur die Schweiz anführen, in diesem kleinen Land gibt es deren 4 Amtssprachen, warum soll es es dann in den ehemaligen Sowjetrepubliken nicht auch funktionieren!
      Zumal es sich nur um russisch und litauisch oder ukrainisch oder ..... handelt!
      Was dabei herauskommt ist doch nur wieder Hass, der völlig unnötigerweise geschürt wird!

      Gruß
      Stobbi
      :gutenmorgen: Ein Tag ohne :kaffee: ist ein Scheißtag!
    • Stobbi schrieb:

      Das ist wieder mal so eine Entscheidung die ich unabhängig von dem ehemaligen Sowjetgebiet nicht verstehe.
      Gut einerseits waren die Sowjets Besatzer, dies ist eine Tatsache die sich nicht leugnen und nicht ändern lässt.
      Andererseits wurde von der damaligen Staatsmacht die Leute in alle Regionen verteilt, zum arbeiten oder was auch immer.
      Gefragt wurden die wenigsten.
      Warum kann es dann in diesen Ländern kein Koexistenz der Sprachen geben? Warum jetzt den bösen Russen die dageblieben sind, Litauisch Ukrainisch oder was auch immer aufzwingen. Die Menschen die es betrifft können doch am wenigsten dafür.
      Oder meint ihr meinen Schwiegereltern hat das gefallen plötzlich Ukrainer zu sein. Meine Frau sagt Heute noch ich bin Russin obwohl in der Ukraine geboren, die Verwandtschaft meiner Frau lebt komplett in Russland.
      Für eine funktionierende Mehrsprachigkeit kann man da nur die Schweiz anführen, in diesem kleinen Land gibt es deren 4 Amtssprachen, warum soll es es dann in den ehemaligen Sowjetrepubliken nicht auch funktionieren!
      Zumal es sich nur um russisch und litauisch oder ukrainisch oder ..... handelt!
      Was dabei herauskommt ist doch nur wieder Hass, der völlig unnötigerweise geschürt wird!

      Was ist daran nicht zu verstehen, das sind Okkupanten bzw. dessen Offspring - der sich noch dazu feindlich gegenüber den Letten verhält und meint mit Okkupationen etwas gutes getan zu haben....übrigens - wem es nicht gefällt in Lettland (auch in der Ukraine) der/die kann sich gern in die RF verabschieden - Putin zahlt sogar eine fette Rücksiedelprämie - von den Autochthonen werden die Feinde der neuen Staaten nicht vermisst werden...
      :walklike: