Besuchervisa für die Ehefrau

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    • Besuchervisa für die Ehefrau

      Hallo zusammen,

      ich muss ja zugeben, daß ich das Forum hier gnadenlos missbrauche, indem ich immer nur auftauche, wenn ich eine Frage
      hab. Asche über mein Haupt.
      Die Kehrseite ist, daß ja auch andere Menschen meine Fragen lesen können und werden und somit eventuell auch ihre Fragen
      in der Zukunft beantwortet werden.

      Meine Ehefrau (die ich im April in der UA geheiratet habe) lernt derzeit für den A1 Test. Wenn der durch ist, wird die FZF beantragt.
      Jetzt fänden wir es
      a) nett
      b) sinnvoll
      wenn sie vor dem A1 Test mal noch 3,4 oder lieber 8 8) Wochen auf Besuch kommen würde. Inklusive Töchterlein, jetzt 3 Jahre alt.

      Meine Fragen sind:
      Wie stehen die Chancen für eine Ehefrau, ein Besuchsvisum zu erhalten, damit sie ihren Ehemann besuchen kann. (Fast schon sarkastisch, die Frage)
      Angenommen, der Antrag wird abgelehnt und sie erhält so einen Abgelehnt-Stempel im Pass. Hat das negative Auswirkungen auf die FZF?

      Wäre super, eure Meinungen und Erfahrungen zu hören.

      Liebe Grüße,
      Oli
    • @OliHH

      keine Sorge den Jungs von der Waterkant helfen wir doch immer gern...... :)

      Da Du verheiratet bist hat Deine Frau ( inkl. Kind * ) einen nennen wir es einmal formalen Anspruch auf eine Besuchsreise zum Ehemann !

      * Frage , hast Du die Zwecke ggf. gleich Adoptiert ? denn hier könnte der Hase im Pfeffer liegen, wenn nein , benötigt ihr die Erlaubnis des Kindesvater .

      Sollte eine Ablehnung kommen ( bei den Schweinetreibern der Typen in der Deutschen Botschaft in Kiew ) immer möglich. Hat dies aber keine Auswirkung auf die FZF , die steht euch rechtlich wenn alle Vorraussetzungen erfüllt sind zu ! Auch mit einem eventuellen Stempel im Pass.
    • Hallo krissa,

      danke für die raketenschnelle Antwort. ;)

      Die Kleine hab ich noch nicht adoptiert (ist wohl ein recht komplizierter und langwieriger Prozess in der UA, das wollen wir in 1-2 Jahren angehen)
      aber alle notwendigen Erlaubnisse vom Kindsvater liegen vor und er ist auch sehr kooperativ. Sprich, wenn wir eine Unterschrift benötigen, dann
      erhalten wir die auch.

      Ich denke halt, Kiew schätzt die Rückkehrwilligkeit nicht gerade hoch ein... (Wobei es ja völliger Schwachsinn wäre, sich auf Dauer illegal in D
      aufzuhalten, wenn man das mit ein bißchen Wartezeit auch legal haben kann)
      Meine Holde ist derzeit noch im Mutterschaftsurlaub, der endet im Juni. Danach arbeitet sie zwar wieder (*räusper* auf dem Papier zumindest)
      aber es dürfte Kiew klar sein, daß die Wahl zwischen einem Leben in der UA inkl. arbeiten und einem Leben in D ohne arbeiten wohl nicht
      sehr schwer wäre...

      Als meine Frau letztes Jahr in Kiew war für den ersten Versuch, ein Besuchsvisum zu erhalten (sie wurde damals nach 5 Min. wieder heimgeschickt,
      zum Glück ohne Stempel im Pass) hat sie die Situation erlebt, daß ein Mann aus der UA (verheiratet mit einer Frau aus D) ein Visum wollte und am
      Schalter eiskalt ins Gesicht gesagt bekommen hat, es sei sowieso eine Scheinehe und er solle sich trollen. (So in etwa)

      Mir ist klar, daß ich ein Recht auf die FZF habe. (Wäre ja auch noch schöner...!)
      Die Frage ist halt ggfs. die Bearbeitungszeit. Die scheint ja irgendwo zwischen 3 und 12 Wochen zu schwanken... Ich überlege halt, ob so ein Stempel
      im Pass die Bearbeitungszeit nicht ungünstig beeinflusst.
    • @OliHH

      die Bearbeitungsdauer die schwankt , von der Laune und dem Wetter in Kiew abhängig.

      Sollte eine Ablehnung mittels Stempel erkennbar sein ,hat dies nichts mit dem FZF zu tun, da dieses über einem Tour i Visum steht ! Mir sind keine Fälle bekannt wo dies Grund zu Verzögerung gegeben haben soll. Und in dem Fall könnte Deine Frau eh gleich einen neuen Pass erstellen lassen , Sie trägt doch bestimmt Deinen Namen ! Irgendwann fordert euch hier in Deutschland die AHB eh dann auf......
    • OliHH schrieb:

      Die Frage ist halt ggfs. die Bearbeitungszeit. Die scheint ja irgendwo zwischen 3 und 12 Wochen zu schwanken... Ich überlege halt, ob so ein Stempel
      im Pass die Bearbeitungszeit nicht ungünstig beeinflusst.


      Sollte die Absicht bestehen, die Bearbeitungszeit zu beschleunigen, wäre m.E. Mittel der Wahl:
      - Beantragung des FZV ohne A1 Test
      - fleißiges Lernen
      - Nachreichen des A1 Zertifikats

      Das Visaprocedere läuft nach Beantragung, das Sprachzertifikat ist kein Erfordernis der Botschaft, sondern des Ausländeramtes in D. Dementsprechend wäre es hilfreich, sich beim Ausländeramt bekannt zu machen. In Hannover konnte der (m.E. sehr kooperative) Beamte sich als wir dann persönlich reingestiefelt sind sich sehr gut an uns erinnern. Augenscheinlich prüft die Botschaft (recht langwierig, in X Wochen) das Nichtvorhandensein von Hinderungsgründen und übergibt dann ans Ausländeramt, deren Placet hängt dann am A1 Test.
    • Das mit der AHB ist gut , ich weiß nicht wie gut Deine Frau in Deutsch ist. Da schon einmal mit der AHB vereinbaren , den Integrationskurs , eine Voranmeldung ! ( Freiwillige Verpflichtungs Erklärung ) Wie und welche Anbieter es da bei Dir gibt entzieht sich meiner Erkenntnis . Bei Freunden , hat dies den Prozess und die Zeit zu FZF erheblich beschleunigt.
      Kommt aber auch , wie Minute es richtig darstellt , auf die Mitarbeiter der AHB an. Aus eigener Erfahrung , haben wir hier in Leipzig sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Weg und die damit verbundenen Wartezeiten , waren immer gut investiert.
    • OliHH schrieb:

      Sprich, wenn wir eine Unterschrift benötigen, dann
      erhalten wir die auch.



      ... schön und gut.... nur aus Erfahrung...lass die ALLE erdenklichen Unterschriften JETZT geben..... glaub mir das ist besser für Deine Nerven... ich kenne genügend Beispiele und auch aus eigener Erfahrung das die "kooperations Bereitschaft" ukrainischer EX Männer sehr oft erst da ist, weil sie dann ja aus dem Kindesunterhalt befreit sind... dies aber eine sehr kurzfristige Sache ist, oder es auf sicher einen "guten Freund" geben wird, der den Tip gibt, das man da ohne viel Aufwand sehr schnell ne Mark machen kann ohne dafür zu arbeiten... Er brauch ja nur KEINE Unterschrift für irgentwas geben... und du hast ein riesen Problem. :closed: :closed: .. oder du zahlst.. und das ist ENDLOS....

      also besser zum Notar und für alle Eventualitäten der nächsten ein bis 2 jahre JETZT die Unterschriften holen und beglaubigen lassen......
    • Jetzt bin ich aber sehr überrascht.
      In diesem Dokument: kiew.diplo.de/contentblob/9172…/pdf_ehegattennachzug.pdf steht:

      Bei Antragstellung sind folgende U n t e r l a g e n vorzulegen:

      {...}
      Nachweis über Grundkenntnisse der deutschen Sprache: grundsätzlich nachzuweisen durch das Zertifikat „Start Deutsch1“ des Goethe Instituts (im Original mit zwei Kopien). Näheres hierzu entnehmen Sie bitte dem Merkblatt „Deutschkenntnisse beim Ehegattennachzug“.
      {...}

      Es werden nur v o l l s t ä n d i g e Anträge angenommen, weil nur so eine ordnungsgemäße Prüfung des Antrags möglich ist.


      Für mich bedeutet das relativ eindeutig, bevor nicht der A1 Test vorliegt, nehmen die in Kiew auch nicht den Antrag zur FZF entgegen. Oder verstehe ich was falsch?




      Zum ukrainischen Kindsvater: Für ukrainische Verhältnisse schwimmt der im Geld. (Ich glaube, selbst für deutsche Verhältnisse) Finanzielle Forderungen von seiner Seite sind nahezu ausgeschlossen. Und das wichtigste Dokument (Das Kind darf für unbegrenzte Zeit in D leben) haben wir ja bereits.
    • OliHH schrieb:

      {...}
      Nachweis über Grundkenntnisse der deutschen Sprache: grundsätzlich nachzuweisen durch das Zertifikat „Start Deutsch1“ des Goethe Instituts (im Original mit zwei Kopien). Näheres hierzu entnehmen Sie bitte dem Merkblatt „Deutschkenntnisse beim Ehegattennachzug“.
      {...}

      Moin!

      Bei uns wurde das Zerfikat A1 auch verlangt. Ich verstehe jetzt aber nicht warum sie den A1 Kurs nicht schon längst in der Tasche hat :)

      Meine Frau ist 2 oder 3 mal in der Woche nach der Arbeit los und hatte den Kurs durchgezogen.
    • OliHH schrieb:

      Franki88 schrieb:

      OliHH schrieb:

      Meine Frau nimmt 4x in der Woche Deutschunterricht und lernt täglich ca. 2 Stunden.

      Meine hatte 3 mal in der Woche 2,5std Unterricht. Der Kurs ging über 4 Monate. Prüfung dann in Kiew.
      Und wie viel hat sie täglich selbständig gelernt? (Vokabeln pauken, Hausaufgaben, etc.)

      1-2 std hatte sie Abends meistens auch noch gelernt! Nicht jeden Tag, Wochenende aber immer. EIn selbstgänger ist die Prüfung jedenfalls nicht, die Durchfallquote in Kiew war recht hoch.

      Allerdings denke ich das die Prüfung nicht so schwierig ist, wenn eben auch in der Freizeit mal ein bisschen gelernt wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Franki88 ()

    • OliHH schrieb:

      Jetzt bin ich aber sehr überrascht.
      In diesem Dokument: kiew.diplo.de/contentblob/917…ttennachzug.pdf steht:
      [...]
      Für mich bedeutet das relativ eindeutig, bevor nicht der A1 Test vorliegt, nehmen die in Kiew auch nicht den Antrag zur FZF entgegen. Oder verstehe ich was falsch?

      Jein, das A1 Zertifikat war zumindest am Ende vergangenen Jahres nicht notwendig, wenn 'erkennbar geringer Integrationsbedarf' besteht. Die Botschaft schweigt sich etwas darüber aus, was man denn damit meint. Meine Frau hat einen Hochschulabschluß (Magister Oekonomie) und hat diesen bei der Vorsprache vorgelegt. Die Botschaft hat den Antrag angenommen, mit der Maßgabe doch das A1 Zertifikat nachzureichen. Um einen Zeitlichen Ablauf etwas darzulegen mal aus der Erinnerung, am 12.10. hat Julia den Antrag gestellt, am 24.10. den A1 Test gemacht und sofort zur Botschaft gebracht. Die Botschaft hat dann das Zertifikat dusseligerweise an das Ausländeramt 'Hannover Stadt' und somit dorthin, wo es nicht gehört gefaxt. So gegen 18.11. habe ich dann mit dem Ausländeramt 'Region Hannover' telefoniert, dort sei kein Fax eingetroffen, darauf hin rief ich bei der Botschaft an und versuchte die zuständige Tante zu bewegen, das Fax doch noch einmal der richtigen Stelle zuzuschicken, erfolglos, die blöde Zippe zeigte sich uneinsichtig. Abermals sprach ich am Montag, dem 21.11. Mit dem Ausländeramt (von dem ich nur positiv berichten kann). Der zuständige Beamte sagte mir, daß die Botschaft Kiev manchmal etwas schwierig sei und bat mich ihm das Zertifikat zuzusenden. Das taten wir dann (sowohl per Fax als auch eingescannt in Bunt per Mail). Am Mittwoch dem 23.11. konnte meine Frau nach Kiev fahren und das Visum abholen.

      Meine Frau mußte noch bis zum 8.12. arbeiten und reiste dann am 9.12. nach Deutschland, wo ich sie deann am Flughafen abholte.
    • Ich bin zwar nicht IBN, aber ich kann Dir das wohl beantworten :)
      In der Ukraine gibt es seit einiger Zeit auch schon das System nach Bologna-Reform, nur wird es bislang nicht auf alle Studienrichtungen angewandt, z.B. gibt es in Medizin bis heute keinen Bachelor und Master. In anderen Fächern gibt es sie hingegen. Die "Umrechnung" ist dann im Grunde wie bei uns auch - bei einem Abschluss nach Bologna-System ist es eh klar, und bei einem "traditionellen" wird üblicherweise das Universitätsdiplom als Master anerkannt. Mit "üblicherweise" meine ich, dass dabei immer noch nicht gesagt ist, dass ein ukrainisches Diplom automatisch in vollem Umfang bei uns anerkannt wird (obwohl es in den letzten Jahren viel Fortschritt auf dem Gebiet gegeben hat).