Reise in die Hölle - Straflager Workuta

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    • Reise in die Hölle - Straflager Workuta

      youtube.com/watch?v=bNsFm-C5jfE



      NDR - Film von Rita Knobel-Ulrich - Sechs Monate lang ist es in Workuta stockdunkel und erbarmungslos kalt -- bis minus 50/60 Grad. Workuta war Teil des Archipel Gulag. Dorthin wurden Hunderttausende von Stalins Gegnern deportiert.

      NDR Autorin Rita Knobel-Ulrich hat sich mit drei deutschen ehemaligen Häftlingen auf den gleichen Weg gemacht, den sie damals im Viehwaggon zurücklegen mussten, von Berlin über Moskau nach Workuta. Sie war mit ihnen auf Spurensuche: Im KGB-Archiv durften die inzwischen Rehabilitierten ihre Häftlingsakte einsehen und im Gefängnis in Moskau ihre alte Zelle besuchen. Erinnerungen wurden wach, Tränen flossen. Weiter ging es mit dem Zug nach Workuta -- auf der Eisenbahnstrecke, von der es heißt, unter jeder Schwelle liege ein Toter, denn sie wurde von Häftlingen im eisigen russischen Winter gebaut. "Bis minus 46 Grad mussten wir raus", sagt Anita Wille. Als 17-Jährige wurde sie zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Horst Schüler und Lothar Scholz schufteten im Kohleschacht.

      In Workuta überlebten nur die Jungen. Immer noch leben die Kinder und Enkel der ehemaligen Häftlinge in der Stadt am Eismeer, denn auch wer aus der Lagerhaft entlassen wurde, musste zur ewigen Verbannung in Workuta bleiben


      Die Aussage am Ende der Dokumention bei ca Minute 41 ...... genau das sagt mein Patenonkel auch immer der in Sibirien interniert war....
    • Ich habe mir den Video gerade angeschaut.
      Auf der eine Seite das blanke entsetzen über die Lebensumstände im allgemeinen.
      Auf der anderen Seite, die Herzlichkeit der Russen die Gastfreundschaft.
      Die einfachen Dinge auf die in Deutschland scheinbar keinen Wert mehr gelegt wird!
      Jedenfalls denke ich die Russen können froh sein das Stalin nicht mehr lebt.
      Weil was die die 3 Damen und Herren so alles erzählt haben muss es wirklich schrecklich gewesen sein!

      Hoffentlich passiert so was nie wieder!

      Gruß
      Stobbi
      :gutenmorgen: Ein Tag ohne :kaffee: ist ein Scheißtag!
    • Stobbi schrieb:

      Weil was die die 3 Damen und Herren so alles erzählt haben muss es wirklich schrecklich gewesen sein!


      ja war es mit Sicherheit auch. Mein Patenonkel erzählt auch nicht sehr viele Details und ich habe Ihn nie gefragt.... Aber er war mehrfach wieder da wo er interniert war, nachdem es möglich war. Für mich hat sich aber immer wieder das eingeprägt was auch der eine Herr aus der Reportage am Ende gesagt hat...
      wir alle ehemaligen Strafgefangenen haben irgentwie eine gewisse Verbindung zu dem russischen Volk, wie das Zustandekommen ist weiss ich auch nicht.....
      .. genau DAS hat er auch immer gesagt....
    • Rene schrieb:

      Stobbi schrieb:


      Jedenfalls denke ich die Russen können froh sein das Stalin nicht mehr lebt.


      Meinst Du weil Stalin nicht mehr lebt gibt es in Russland auch keine Arbeitslager mehr? :)


      Es gibt diese Arbeitslager bestimmt noch, könnte ich mir vorstellen.
      Aber ich denke nicht das die Bedingungen so schlimm sind wie damals.
      Zumindest das, nur weil einer das Hemd aufreißt und schreit erschieß mich doch, gleichzeitig der Schießbefehl kommt
      um die ganze Gruppe zu erschießen!

      Ich habe auch schon Dokumentationen über Gefängnisse in Russland gesehen, der einzigste Unterschied zu den Internierungen damals,
      da sitzen wirklich Verbrecher ein, die auch noch mit ihren Taten prahlen und dazu stehen.

      Nicht 17 Jährige Kinder die nicht für die Stasi arbeiten wollten, nicht eine junge Frau die 14 Tage vor ihrer Hochzeit mit einem Wessi verhaftet wurde.
      Nicht ein Journalist dessen einzigstes Verbrechen war für eine Westdeutsche Zeitung zu arbeiten.

      Wenn ich all das Wissen um die Greueltaten von Adolf und von Stalin auf die Waage lege, dann müsste diese im Gleichgewicht sein.
      Eine Hinrichtung wäre für beide nur eine Gnadengabe!
      Stobbi
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