Sprachen lernen

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    • In der Schulzeit durfte ich das Angebot "Fremdsprache Russisch" nicht annehmen, meine Eltern waren da strikt dagegen. So habe ich halt Englisch und Französisch gelernt, beides auch mehr oder weniger regelmässig in Gebrauch so dass ich mehr (Englisch) oder weniger (französisch) fliessend Unterhaltungen führen kann. Die französischen rudimentären Kenntnisse haben zumindest noch für ein Vorstellungsgespräch 2012 bei einer französischen Firma ausgereicht, die Vertragsverhandlungen haben wir aber sicherheitshalber auf englisch geführt.
      Generell sind aber bei lateinischen Sprachen Urlaubsnotwendige minimalst-Wortschätze recht schnell aufgebaut....
      Ein paar basics in tschechisch habe ich mir mit Langenscheidt mal selbst beigebracht, aber für viel mehr als begrüssen, verabschieden, bitte, danke, mich vorstellen, wo komme ich her, was arbeite ich etc. reicht es nicht....
      Wo ich mich überraschend sehr mit plage, ist russisch. Eigentlich halte ich mich ja für sprachbegabt (Einbildung ist auch eine Bildung !), manche Ausdrücke habe ich mir bei diversen Aufenthalten auch eingeprägt. Manchmal vertsehe ich auch den Kontext aus Sätzen, obwohl ich die Sätze selbst eigentlich gar nicht verstehe (meistens dann, wenn ich nichts verstehen soll :vain: )...
      Aber systematisch die Sprache lernen klappt einfach nicht. Bei der VHS im Frühjahr einen Anfängerkurs begonnen, aber es hapert schon mit der regelmässigen Teilnahme, Beruf hat insbesondere angesichts der Tatsache von mir als Alleinverdiener natürlich Vorrang. Und irgendwie habe ich auch nicht den richtigen "drive", mich permanent zu motivieren....
      Zuhause mag ich nicht mit meiner Frau russisch lernen, da mir Ihre zukünftigen Deutschkenntnisse wichtiger sind...
      Und meine Stieftochter ist kein guter Lernpartner - die liegt die ganze Zeit lachend unterm Tisch :cursing:
      Ruhige Minuten zum alleine lernen lässt mir natürlich auch keiner .....
      ;(
      Das wird wohl eine längere Angelegenheit, bis ich da mal vorankomme
      Dabei habe ich mit kyrillischer Druckschrift Null Probleme, bei gedruckter Schreibschrift geht es halbwegs, bei geschriebener Schreibschrift absolute Verzweiflung.
    • Da hatte ich mit meinen Eltern mehr Glück :)
      Ich habe tatsächlich ein paar Jahre Russisch als zweite Fremdsprache gelernt. Die ersten zwei Jahre hatte ich eine großartige Lehrerin, die uns sehr viel beibrachte, danach flachte das leider - auch pubertätsbedingt - deutlich ab. Allerginds war da auch so das Problem, dass Anfang/Mitte der 80er Jahre in den hiesigen Gefilden niemand herumlief, der russisch sprach. Das heißt, dass unsere Vorstellung von der russischen Sprache irgendwie sehr isoliert war.

      Jahre später erinnerte ich mich noch an ein paar grammatische Grundstrukturen und eine Handvoll Wörter, das war schade. Als ich vor rund 15 Jahren anfing, ukrainisch zu lernen, half mir das schon ein wenig, aber letztlich war ich doch schnell an dem Punkt, wo ich alles neu lernte. Damals war lebte ich im Ausland und hatte abends recht viel Zeit für so etwas (und war auch hochmotiviert).

      Aber letztlich ist das neben der Arbeit immer schwierig. Einen guten Schub hatte ich dann noch mal, als ich zur ukrainischen Sommerschule nach Lviv ging, 3 Wochen jeden Tag von morgens bis nachmittags, das war richtig gut, auch wenn ich einer von drei in dem Kurs war, die über (geschätzt) 20 Jahre alt waren :)

      Richtig sprechen gelernt habe ich erst durch meine Frau, weil wir eine Alternative zum Englischen wollten und bei mir schon etwas Substanz vorhanden war. Durch das Reden jeden Tag kriegt man dann irgendwann zumindest ein gewisses Gefühl dafür. Aber das geht natürlich auch nur, wenn die andere Seite die notwendige Geduld hat und auch weiß, wann sie einen einfach mal reden lassen muss und wo dann korrigieren.

      Ich bin total dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, eine slawische Sprache zu lernen - es ist so eine Schönheit und auch einfach dieser Einblick in eine andere geistige Welt.