Transnistrien 2.0

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    • Transnistrien 2.0

      Aus verschiedenen Quellen verdichtet sich die Annahme, dass Russland im Osten der Ukraine ein weiteres Transnistrien erschaffen will, allerdings als Bestandteil der Ukraine.
      "Neurussland" Anhänger und lokale "Warlords" werden anscheinend gezielt liquidiert oder zum Rücktritt gezwungen und die Milizen sollen unter ein Kommando gestellt werden.

      n-tv.de/politik/Putin-will-die…icht-article14108861.html

      ukraine-nachrichten.de/entmach…r_4158_meinungen-analysen

      ukraine-nachrichten.de/welche-…ntereinander_4149_politik


      Transnistrien hatte in etwa zeitgleich mit der Krim einen Antrag zur Aufnahme in die RF gestellt, welcher aber von Russland unbeantwortet blieb.
      Auch angesichts der momentanen Wirtschafstlage Russlands wäre das die billigste Strategie um zukünftig Einfluß auf die Ukraine zu haben, ohne Milliarden für Renten und Verwaltung ausgeben zu müssen und wenn Kiew Ärger macht, dann werden die Milizen bei Bedarf reaktiviert.
      "Übertriebene Toleranz ist ein Beweis des Misstrauens gegen das eigene Ideal"
      Friedrich Nietzsche
    • Ich glaube, es ist ein grosser Ärger für Russland das die Ukraine bei diesem Spiel nicht mitzuspielen scheint.
      Ein paar Gedanken dazu:
      Einführend dieser Link
      de.informnapalm.org/andrej-ill…-eu-parlament-19-11-2014/

      ein paar Auszüge:
      Erstens ist es ein langwieriger Krieg, weil dieser Krieg mindestens 10 Jahre lang vorbereitet wurde, seine Vorbereitung hat nicht später als 2003 angefangen. Manche Facetten des zukünftigen Krieges gegen die Ukraine wurden in der russischen Leitung schon im Sommer 2003 ausdiskutiert. Zu jener Zeit war es unmöglich vorzustellen, dass die wahnsinnigen Ideen, die damals ausdiskutiert wurden, mit der Zeit zu einem realen Krieg führen würden. Aber Tatsache bleibt bestehen: der Prolog für diesen Krieg liegt zumindest im Sommer 2003
      ...
      Zweitens ist der heutige Krieg gegen die Ukraine ein langer Krieg, weil es schon seit 16 Monaten geführt wird. Er wurde offiziell am 27. Juli 2013 erklärt, und zwar in einer Rede, die Herr Putin anlässlich des 1025. Jahrestages der Taufe von Kiewskaja Rus in Kiew gehalten hat. Dieses Datum wurde zum Datum der Erklärung des sogenannten hybriden Krieges gegen die Ukraine, inklusive eines Informationskrieges. Zwei Tage nach dieser Rede erklärte der Hygiene-Chefarzt Russlands Herr Onischtschenko über den Beginn eines Sanitätskrieges gegen die Ukraine. Weiter fingen der wirtschaftliche, der finanzielle und der diplomatische Krieg an.

      Am 9.November 2013 wurden die schon eingesetzten Methoden des hybriden Krieges gegen die Ukraine mit einer banalen Erpressung ergänzt. Herr Janukowitsch, der nach Russland eingeladen und auf eine Militärbasis gebracht wurde, wurde einem beispiellosen Druck ausgesetzt- im Falle seines Abschlusses des Assoziierungsabkommens mit der EU versprach Putin, der Ukraine erst Sewastopol und dann die Krim abzunehmen, und später- acht Gebiete der südöstlichen Ukraine. Zwei Wochen später hat der psychologisch gebrochene Janukowitsch auf die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU verzichtet.
      ....
      Somit haben wir hier mit Revanchismus, Revisionismus und Aggression nicht nur auf dem Territorium des postsowjetischen Raumes zu tun, wie zum Beispiel im Falle der Ukraine und Russland, was viele von uns noch vor ein paar Monaten hätten denken können. Wir haben es mit einer Gefahr zu tun, vor welcher das gesamte Europa steht. Das ist eine Gefahr, vor welcher die Europäische Union und NATO stehen. Offensichtlich ist, dass eine von den Ideen des Aggressors darin besteht, dass indem man die Territorien Estlands und Lettlands als einen Destabilisierungshebel benutzt, man die europäischen wirtschaftlichen, politischen und militärischen Einrichtungen zu erpressen wie auch ihre Impotenz zu demonstrieren versucht, auf dem Weg noch das ganze Sicherheitssystem zerstörend, das in Europa im Laufe der Nachkriegsjahrzehnte ausgebaut wurde, insbesondere angefangen mit der Berliner Krise von 1961 und Kariben-Krise von 1962.

      Ich bin schon immer überzeugt davon ( immer ist ein wenig falsch, weil ich schon vor etlichen Jahren, spätestens 2008 von russischen Staatsbürgern vor solchen Szenarien gewarnt wurde und ich es für vollkommen ausgeschlossen hielt, immer ist also seit Beginn der Ereignisse in der Ukraine) das Russland mit verschiedenen Plänen den Krieg in der Ukraine eröffnete.
      Alles andere wäre von deren Standpunkt aus auch äusserst fahrlässig.
      Ich glaube allerdings das sie von ihrem Erfolg derart überzeugt waren das sie die gegenwärtige Situation nicht ernsthaft erwogen hatten, keinen Plan dafür haben und ganz heftig am improvisieren sind.
      Plan A, das Optimum quasi war es wohl das was sie in Donezk und Luhansk durchziehen konnten auch in vielen anderen Gebieten zu schaffen. Von Odessa bis min. Charkiv quer durch den ganzen Süden und Osten. Das, was uns von den Karten als Novarossija bekannt ist. Vielleicht sogar mit einem kompletten Zerfall der Ukraine, auch in Gebieten im Westen, die von ungarischen, rumänischen, slowakischen und teils auch polnischen Minderheiten bewohnt werden Das wäre das Optimum gewesen und dieses grosse Gebiet Novarossija hätte man dann ohne zögern eingemeindet. Transnistrien dann sicher auch.
      Plan X, das Minimum sind die "Republiken", die man jetzt in Donezk und Luhansk hat, mit denen man ( man erinnere sich an die Forderungen die von der Adresse bezgl. Autonomie aufgestellt hat,ua, Vetorecht in allen sicherheits-und aussenpolitischen Fragen ) soviel Einfluss ausüben kann das ene Westanbindung und auch ein Transformationsprozess der Ukraine unmöglich wird.
      vermutlich hat man damit gerechnet das die Ukraine, Kiev fast jede Kröte schlucken wird um die Gebiete im Staat zu halten.
      Nun denke ich, man hat den Widerstand der Ukrainer erheblich unterschätzt, den militäriscen wie den gesellschaftlichen. Selbst wenn es den Geschäftemachern in der Rada vielleicht ganz recht wäre die Dinge auf diese Art zu beenden weiss doch jeder dort das man einen "Frieden um jeden Preis" den Ukrainern nicht verkaufen kann.
      Also hat man sich dort auf eine Position gesetzt; bitte schön, ihr wollt Transnistrien2.0, dann macht mal. Auch wir bezahlen die Renten und Verwaltungen nicht.Und schauen zu und warten wie lang sich die Menschen dort das gefallen lassen. Der Winter wird Russland zwingen in die Tasche zu greifen oder man wird die Gebiete verlieren. Den allergrössten Teil der Kosten für die Separatistenapparate trägt Russland nach Erklärungen führender Sepis ja schon. Und auch die Söldner und ihr Gerät dürften nicht ganz billig sein.

      Putin sitzt in der Zwickmühle. er hat daheim nationalistische Gespenster geweckt die er bedienen muss. Er muss auch um jeden preis das Gesicht wahren.Andererseits wird er schwer von Sanktionen und vor allem vom Ölpreis getroffen. Jeden Tag sind die Amerikaner im Alleingang in der Lage die RF von den internationlen Zahlungssystemen abzuschneiden. Ein führender russischer Banker sagte kürzlich: Sollten wir vom Swift-System abgeschnitten werden ist Krieg.
      Der Kreml ist mit seiner Strategie gescheitert und ist nur noch am taktieren. Der Westen hattte nie eine Strategie, ich glaube, bis heute nicht. Vielleicht mit Ausnahme der Amis, aber die kann ich zumindestens noch nicht klar erkennen.
      Insgesamt eine Gemengelage in meinen Augen, die den Krieg vielleicht einfrieren aber für die Menschen dort nichts gutes erwarten lässt.