Tips und Info für Visa Beantragung gesucht...

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    • Tips und Info für Visa Beantragung gesucht...

      Hallo Leute,

      zunächst einmal meinen Respekt für dieses sehr interessante und kompetente Forum hier. Ich habe schon sehr viel gelesen über die Schwierigkeiten die sich wohl doch öfter ergeben, wenn eine Bürgerin der Ukraine ein Visa für D haben will.

      Soweit so gut. Nun zu meinen Fall.

      Meine Freundin ist 44 Jahre alt, verwitwet und lebt mit ihrem Vater, ihrer 24 jährigen Tochter in einem eigenen Appartment in Odessa. Sie arbeitet schon seit längerer Zeit bei einem örtlichen Gasversorger und liest dort die Zähler ab bei dem Kunden.

      Der Verdienst bei diesem Job ist nicht berauschend, er liegt bei 1500 UHA/Monat (~ €80), sonstige Einkünfte sind nicht vorhanden.

      Kennengelernt haben wir uns Ende Juli diesen Jahres über das Internet in einen kostenlosen Datingportal. Soweit so gut, alles war schick und die Chemie ist auch bestens.

      Anfang Oktober haben wir dann zusammen eine Woche in Kiew verbracht, was auch sehr schön war. Ich selbst werde nun über das neue Jahre bis in die zweit Januar Woche in Odessa sein und dort meinen Urlaub mit ihr verbringen.


      Mittlerweile absolviert sie auch einen A1 Kurs bei der örtlichen Stelle des Goethe Instituts und macht dort auch gute Fortschritte.

      Natürlich möchte sie nun auch mich besuchen in Deutschland. Stattfinden soll das ganze Ende April bis in den Mai hinein, da ich Ende April und sie Anfang Mai Geburtstag haben.

      Gedacht ist ein Aufenthalt von 20-21 Tagen.


      Es ist also ein für diese Zwecke geeignetes Visa erforderlich.



      Zu meiner Person:

      56 Jahre alt, ledig, in festem Angestellen Verhältnis bei einem Zeitungsverlag, eigenes Haus und Grund vorhanden.



      So, nach allen was ich bisher gelesen habe, halte ich es für durchaus wahrscheinlich, dass ein Visa-Antrag in Kiew negativ beschieden werden könnte, wenn die das dort unbedingt an einer Rückkehrwilligkeit festmachen würden.

      Sie hat zwar wohl schon seit längerer Zeit eine feste Arbeit und ein Einkommen, wenn man jedoch nach hiesigen Massstäben die Qualität von beidem betrachtet, dürfte das wohl nicht unbedingt sonderlich günstig sein, da das kein Top Job darstellt. Die Tochter ist 24, studiert und ist prof. Ballerina nebenher, führt quasi ihr eigenes Leben, wohnt aber mangels Geld auch zu Hause bei Mutter und Opa.

      Ich denke man kann es sehen wie man will, für mich selbst denke ich das die Chancen 50/50 stehen, es könnte allerdings auch aufgrund unser beider Alter gut gehen. Eine Einladung mit VE muss ich sowie abgeben wenn wir den Weg mit dem visa Annahme Center in Odessa gehen sollten.



      Nun hätte ich gerne ein paar Empfehlungen, what to do?

      Sowie auch die Erläuterungen für ein polnisches Schengen Touri Visa.

      Gerne kann ich auch jemanden anrufen, der mir am Telefon alles etwas erläutert.



      Vielen Dank.



      Gruß :thumbup:



      Joe
    • Hallo Joe, herzlich willkommen erst einmal!

      Ich denke, dass Du grundsätzlich mit Deiner Einschätzung recht hast. Es gibt eine gewisse Gefahr, dass sie den Visumsantrag ablehnen werden, egal, was Du tust. Und - auch wenn das wie ein blöder Kommentar klingt - es kann auch gut sein, dass er durch geht. Das Problem ist in den letzen Jahren immer gewesen, dass die Entscheidungspraxis undurchsichtig und inkonsistent war. Das macht eine Vorhersage so schwierig. Egal, wo sie es versucht, wird immer wichtig sein, dass Ihr möglichst viel und möglichst exakt dokumentiert, Euch möglichst keine Fehler dabei erlaubt.

      Bei Polen ist erfahrungsgemäß die Chance etwas höher. Aber die Frage bei Polen wird sein, wofür Ihr ein Visum beantragen wollt. Wenn sie Verwandtschaft o.ä. dort hat, ist es ja noch einfach, aber bei Odessa wohl nicht so sehr wahrscheinlich. Dann bleibt ein Touristenvisum, da weiß ich nicht so recht, wie das funktionieren würde - also ob es problemlos zu kriegen ist, und ob man dann problemlos nach D reisen darf (muss man sich mal schlau machen). Eine weitere Möglichkeit ist ein zweckgebundenes Visum in D, also wenn sie z.B. eine Einladung bekäme, um einen Vortrag zu halten, oder irgendetwas anderes, wo man sie hier "braucht".

      Fazit: so richtig helfen kann ich Dir wohl nicht. Meine Erfahrung ist leider auch nicht so richtig positiv (siehe meine früheren Beiträge), ein Risiko bleibt immer. Im Zweifelsfall fährst Du einfach öfter zu ihr (ich weiß, das ist nicht das, was Du jetzt hören willst, aber bei mir war es damals letztlich die einzige Möglichkeit).
    • @mbert:

      ....da hast Du schon Recht, ich sehe das nämlich auch so, dass die Vergabe Praxis undurchsichtig ist, zumindest in vielen Fällen.

      Bei der Beamtenschaft ist das meist immer so in welche Hände ein Antrag fällt, die können binden und lösen, handeln nach dem Opportunitätsprinzip, quasi pflichtmäßiges Ermessen und da sieht der eine das immer ganz anders wie ein anderer Sachbearbeiter.

      Vor allen Dingen hat der BGH schon vor zig Jahre mal in einer Grundsatzentscheidung gesagt, das pflichtmäßige Ermessen von Beamten sei nicht nachprüfbar. Man sieht also, die basteln sich ihre Auslegungen schon wie sie anwendbar sind..



      However, ich muss mal sehen, was und wie wir machen. Ich habe schon einiges über diese Polen Touri Visa Möglichkeiten gelesen, jedoch scheint mir das ggü. einem einfachen Besuchs Visa (Gebühr in Ukraine 55 Euro) mit VE (25 Euro in D) eine sehr teure und aufwendige Methode zu sein.

      Eine Bekannte von ihr in Odessa, die derzeit auch den A1 Kurs besucht, ist 25 Jahre, ledig, Studentin, kein Einkommen und lebt bei der Großmutter. Diese hat eine russischen Freund der seit 12 Jahren in D lebt und die beiden wollen nun heiraten.

      Offenbar hatten die sich nicht informiert, denn die Studentin wollte nun ihren russischen Freund in D über Weihnachten besuchen, hatte alle Papiere korrekt incl. VE vom Freund und drei mal dürft ihr raten - Pass kam zurück mit Stempel - refused - .

      Das war für mich eigentlich klar bei dieser Konstellation und den Voraussetzungen.



      Nun hat mir meine erzählt das der Freund der Bekannten nun alles Papiere zusammenträgt für ein Hochzeits Visa zu beantragen und dann in D. zu heiraten.

      Ich habe meiner gesagt, sie soll denen das ausreden und die beiden sollten auf jeden Fall besser in Odessa heiraten, da weniger Trabbel und Papiere und weniger als die halben Kosten zu erwarten wären. Im Anschluss solle der russische Ehemann (hat vermutlich dt. Pass) dann in D ein FZF Visa beantragen und gut ist.

      Was sagt ihr - guter Vorschlag meinerseits? 8)



      Joe
    • Schlechter Vorschlag!
      Warum?
      Weil die Papiere, die sie jetzt nicht brauchen später, wenn "Sie" nach Deutschland ziehen möchte, vorgelegt werden müssen.
      Außer, sie wollen in der Ukraine leben. Dann soll es so sein.
      Glaub mir, irgend wann werden sie eingeholt, und die Papiere müssen auf den Tisch!
      Da ist es besser, man macht das nur einmal, dass dauert zwar länger aber dann ist Ruhe.

      Unsere Gäste haben alle von uns eine VE bekommen und alle haben auch ein Deutsches Visa bekommen. Bis jetzt zumindest.

      Also, viel Glück,
      Hans
    • Ich habe auch eigentlich nur gute Erfahrungen damit gemacht, das alles in D zu machen. Der Vorteil: man muss danach nicht lange auf die "Familienzusammenführung" warten, man hat auch tendentiell die Beamten eher auf seiner Seite, wenn man von vorn herein mit ihnen zusammen arbeitet. Ich bin einfach direkt zu denen hingegangen und ihnen erzählt, wie bei mir die Lage ist, gefragt, welche Papiere ich brauche, was ich beachten muss usw. Die waren dann hilfreich und erkannten mich, als es dann soweit war, auch wieder. Das hat Vorteile.
    • .....aha,



      ....wieso liest man denn so oft in allen möglichen Foren, unter anderem auch hier, dass es einfacher ist in der Ukraine zu heiraten, wesentlich günstiger noch dazu (Übersetzungen, Apostillen usw) zumindest wenn der Zukünftige Deutscher ist.

      die FZF kann ja danach wohl nicht verweigert werden, so wie ich das verstehe, was ich bis dato gelesen habe.



      Joe
    • Mir fallen dazu zwei Dinge ein:
      1. Deutsche Behörden können Dir schon vorher reichlich Steine in den Weg werfen, vor allem bei der Visumserteilung für die Heirat usw. Wenn Du schon verheiratet bist, scheint es da nicht so viele Möglichkeiten zu geben, Deiner Frau die Einreise komplett zu vernageln, das gibt dann höchstens Verzögerungstaktik und Besuche vom Ausländeramt, wenn sie dann endlich da ist.
      2. In einigen Ländern scheint es leichter zu sein, einen Ausländer zu heiraten. Ich habe das ja selber nicht gemacht, aber manche Leute sagen, dass das in UA recht einfach geht. Das dürfte für manche auch ein Grund sein. Nur, wenn man danach in D leben will, hat man den Nervkram sowieso, nur eben erst hinterher. Insofern kann man das auch gleich mit den Papieren usw. machen. Meine Erfahrung ist, dass die Behörden kooperativer sind, wenn sie nicht das Gefühl haben, dass man sie (z.B. durch Heirat in Dänemark) übergehen will.
    • Monacofranze schrieb:

      Schlechter Vorschlag!
      Warum?
      Weil die Papiere, die sie jetzt nicht brauchen später, wenn "Sie" nach Deutschland ziehen möchte, vorgelegt werden müssen.
      Außer, sie wollen in der Ukraine leben. Dann soll es so sein.
      Glaub mir, irgend wann werden sie eingeholt, und die Papiere müssen auf den Tisch!
      Da ist es besser, man macht das nur einmal, dass dauert zwar länger aber dann ist Ruhe.


      Ist nicht persönlich gemeint, aber falls es sich auf die Heirat bezieht ist das ziemlicher Unsinn.

      Es gibt juristisch keinen Unterschied, ob man jetzt in der Ukraine oder in Deutschland heiratet und dann mit einem "nationalen Visum zur Heirat" oder mit einem "nationalen FZF Visum" die AE beantragt.
      Das ist reine Geschmackssache - wir haben auf der Krim geheiratet, weil es für die Heirat schneller und billiger war, und vorallem weil bei einer Heirat in D die ukrainischen Freunde und Familie nicht dabei hätten sein können.

      Die FZF hat bei uns nicht mal 2 Wochen gedauert. Bei Heirat in D muß das EFZ zum OLG, was idR auch 2 Wochen dauert. Es kommt im Endeffekt aufs gleiche raus.
      "Übertriebene Toleranz ist ein Beweis des Misstrauens gegen das eigene Ideal"
      Friedrich Nietzsche
    • ....danke Dante:



      so habe ich das auch in Erinnerung von vielen Beiträgen die ich schon in verschiedenen quellen gelesen habe. Warum sollte man einen teuren und komplizierteren Weg (D) wählen, wenn es wesentlich günstiger und einfacher geht?

      Da sehe ich auch keinen Sinne drin. Geltendes Recht muss danach auf jeden Fall angewendet werden und die Behörden können einem da keine allzu großen Steine in den Weg legen, da die FZF relativ unproblematisch läuft.



      Vielleicht löst sich der ganze Visa Zirkus mit der Ukraine sowie in diesem Jahr noch in Wohlgefallen auf.

      Offenbar erzählt man in Odessa in diesem Deutsch Kurs, das wohl Anfang 2015 die biometrischen Pässe wirksam werden sollen und damit die Visapflicht entfallen soll.

      Nur genaues offenbar weiß dort auch keiner. Laut Google könnte das schon längst so sein, wenn die Regierung dort nur in die Hufe käme.



      Gruß



      joe
    • Gut, wenn ihr dass so meint, dann bitte.
      Man sollte aber dann nicht jammern.
      Später dann, bei der Einbürgerung.

      Und, jeder ist für sich selbst verantwortlich.
      Der eine sagt so, würde in Dänemark heiraten, weil sie oder er geschieden ist, und so muss jeder abwägen.

      Ich persönlich werde zwar nicht mehr heiraten, aber es war keine Hexerei, in D zu heiraten.

      Wenn es um das Geld geht sollte man so wie so nur reich heiraten.
      Denn wenn man arm auf die Welt kommt, kann man nichts dafür, wenn man aber arm heiratet ist man selber Schuld.
      Altes Sprichwort!

      Ich wünsche Euch alles Gute