Online-Troll Ludmilla Sawtschuk (34) packt aus | Sie führte für Putin Krieg im Internet

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    • Moskaus Propaganda-Übermacht So will Europa die Lügen des Kreml entlarven

      [b]Russische Staatsmedien verbreiten ihre Sicht der Dinge auf der ganzen Welt. Nun wollen Europäische Union und Nato gegensteuern. Macht Europa bald seine eigene Propaganda? Nein.[/b]

      Wenn Manuel Sarrazin russische Nachrichtenseiten wie "RT Deutsch" oder "Sputniknews" öffnet, beschleicht ihn Unbehagen - und eine selbstkritische Erkenntnis. "Die EU ist hilflos. Beim Thema Propaganda ist die russische Seite einfach besser", sagt der Grünen-Bundestagsabgeordnete n-tv.de. Moskau versuche, die Glaubwürdigkeit seiner Gegner gezielt zu zerstören und Zweifel zu säen. "Daran können wir nichts ändern. Gegen Propaganda kann man nicht gewinnen, indem man bessere Propaganda macht."
      Ein Jahr nach Beginn des Ukraine-Konfliktes ist in der Europäischen Union die Einsicht gereift: Außer den Sanktionen haben die Mitgliedsstaaten der russischen Intervention in der Ukraine kaum etwas entgegenzusetzen. Im Kampf um die Deutungshoheit steht Russland ein hoch subventionierter Propaganda-Apparat zur Verfügung. Dessen "Desinformationskampagnen" will die EU auf Initiative von Großbritannien, Dänemark, Litauen und Estland künftig gemeinsam entgegenwirken.


      Eine Arbeitsgruppe wurde damit beauftragt, einen Aktionsplan zu erstellen. Experten sollen russische Medien auswerten, um offensichtliche Lügen und Fälschungen zu identifizieren. Dabei helfen könnten Fakten-Checks oder Webseiten wie das ukrainische Portal Stopfake.org, die russische Berichte widerlegen. Nationale Medien sollen künftig mehr Informationen erhalten. "Wir müssen mit den Stärken des freien Journalismus darauf antworten. Die Devise lautet: die Wahrheit sagen", sagt ein Diplomat. Dadurch soll die Sensibilität der Öffentlichkeit gefördert werden.
      "Viele Menschen können nicht filtern zwischen seriösen Nachrichten und der Propagandamaschine", sagt Sarrazin. "Es werden falsche Nachrichten verbreitet und Geschichten erfunden. Im Unterschied zu seriösen Medien ist es egal, ob etwas stimmt oder nicht." Laut einer Allensbach-Umfrage haben 66 Prozent der Deutschen eine negative Meinung von Kreml-Chef Wladimir Putin, nur acht Prozent eine gute. Der CDU-Politiker Karl-Georg Wellmann hält die Wirkung der russischen Propaganda daher für überschätzt: "Die Deutschen sehen Putin kritisch. Die Menschen sind ja nicht doof, die bilden sich ihr eigenes Urteil."
      "In der Ukraine haben sie es zur Perfektion gebracht"

      Doch eines lässt sich nicht bezweifeln: Moskau unternimmt große Anstrengungen, um die Expansion seiner Sicht der Dinge voranzutreiben. Das staatliche Medienunternehmen "Rossija Sewodnja" unterhält Nachrichtenseiten und Rundfunksender in 30 Sprachen. Der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok sagt n-tv.de: "Ich war vor kurzem in einem Hotel in Kurdistan. Da gab es weder BBC noch CNN, aber Russia Today auf Arabisch." Russische Medien und Auftragsschreiber, die in Internetforen die Deutungen der Regierung streuen, erreichen längst auch jenseits der Landesgrenzen ein Publikum. Sie rücken die russische Rolle in der Ukraine in ein nachvollziehbares Licht und berichten über eine faschistische Revolution auf dem Maidan. Dass das Referendum auf der Krim völkerrechtswidrig war, leugnen sie ebenso wie die Anwesenheit russischer Soldaten in der Ostukraine.
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      n-tv.de/politik/So-will-Europa…rven-article15008916.html
    • Eigentlich sollte mir egal sein, was da Putin an Propaganda veranstaltet. Jeder der seine Sinne beisammen hat, beigebracht bekommen hat das man niemanden etwas wegnimmt, das man besser über etwas redet als sich die Köpfe einzuhauen usw. der zuckt doch nur mitleidig mit den Schultern. Manchmal, aus sportlichem Interesse, recherchiere ich um zu sehen wo die Putinpropaganda lügt. Manchmal hat sie im Detail nicht Unrecht mit ihrer Kritik am westlichen System. Niemand ist vollkommen.
      Aber was mir nicht in den Kopf will, warum fällt sie so auf fruchtbaren Boden? Garantiert nicht weil sie Recht hat! Aber geht es uns zu gut oder zu schlecht? Sind wir zu faul geworden unsere Probleme selbst zu lösen ohne unsere grundlegenden Prinzipien zu verlassen?
      Für mich ist da der Heise-Verlag ein charakteristisches Beispiel. Jeder der etwas computerafin ist, kennt ihn bestimmt. Technisch top, geht er doch quasi jedem Bit auf die Spur. Die angeschlossene Telepolis-Sparte, die blanke Katastrophe. Aus einer distanzierten Position versucht man den Lesern eine Weltbild zu vermitteln, was man sich aus den Medien angelesen hat. Leider gehört die Putinpropagande mit zu den akzeptierten Medien, die dem Leser da untergejubelt werden. Es ist, als ob die Aussage, dass die Erde eine Scheibe ist, immer noch eine Option ist, die es zu erwähnen gilt. Und viele greifen das mit Begeisterung auf :dash:
      Das regt mich eigentlich fast noch mehr auf, als die ganze Putinpropagada.