Ein- und Ausreise mit dem PKW

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    • Ein- und Ausreise mit dem PKW

      Das letzte Mal, dass ich es mit dem eigenen PKW versucht haben, war 2005. Wir standen bei der Ausreise etwa 20 Stunden am Grenzübergang Medyka/Przmyzl. Eine echte Grenzerfahrung!

      Es würde mich mal interessieren, ob sich die Lage etwas entspannt hat, oder ob es bessere Übergänge gibt. Über eure gesammelten Erfahrungen würde ich mich freuen!
    • Die Wartezeiten an der Grenze sind schon etwas Glückssache. Da kann man kaum belastbare Aussagen machen.
      Ich hatte die letzten Jahre wohl immer etwas Glück gehabt. Die Richtung Polen - Ukraine ging immer problemlos. In der Gegenrichtung tippe ich mal im Schnitt 2h. Ich benutzte dabei immer den Übergang bei Korzowa.
      20 Stunden sind natürlich heftig. Aber wenn ich schon so eine gewaltige Schlange sehe, dann fahre ich zum nächstgelegenen Grenzübergang.

      Allerdings ist mir da vor gut einer Woche etwas seltsames passiert. Ich komme da gemütlich aus Richtung UA auf die Grenze zugerollt, als ich auf eine große Schlange stoße. Ich habe mich hinten angestellt, es war ca. 17 Uhr und seelisch und moralisch habe ich mich schon darauf eingestellt, dass ich wohl vor Mitternacht nicht in der Grenzabfertigung sein werde. Kaum war ich mit diesen Überlegungen fertig, da kamen ein paar Einheimische auf mich zu. Sie meinten ich solle mal vorfahren in die Lücke da vorne. Ihnen passt die Schicht an der Grenze nicht?
      Ok ich bin vorgefahren, 10 Autos in der Schlange gewonnen und mich noch gewundert warum der Service kostenlos war. :ua: Da sah ich auch schon, dass ein ukr. Grenzsoldat die Schlange ablief und die bekannten Zettelchen mit KFZ-Kennzeichen und Anzahl der Mitfahrer ausstellte. Bei uns angekommen, bekamen wir den Zettel, er warf einen Blick in die Pässe und fragte, ob jemand im Auto Ukrainisch versteht. Jaaaa!!!
      Also dann fahren sie jetzt mal rechts an der Schlange vorbei, durch den Kreisel bis ganz vor an das Tor. Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen, bis ganz nach vorn? Ja! So machten wir es auch. Die Leute winkten uns an den engen Stellen freundlich durch. Am Tor gab es noch einen kurzen Blick auf das Zettelchen und schon standen wir bei der Passkontrolle.
      Ich habe bis heute nicht verstanden, womit wir diese Sonderbehandlung verdient hatten???
    • Seit mehreren Tagen häufen sich in der ukrainischen Presse Berichte darüber, dass an den ukrainisch/polnischen Grenzübergängen leichtes Chaos herrscht.
      Die Ursache soll auf polnischer Seite liegen. Dort findet wohl so etwas wie ein "Arbeitskampf" statt. Was bedeutet, dass immer mal wieder Grenzübergänge mit nur minimaler Mannschaft bestückt sind und diese auch noch absoluten Dienst nach Vorschrift macht.
      Dabei wechseln sich die Grenzübergänge auch noch ab. Somit wird die Lotterie in der man einen schnelles Passieren der Grenze gewinnen kann noch etwas spannender.
    • Hmm..

      Die letzten Jahre waren wirklich heftig. Wir nutzen normalerweise immer Dohorusk für die Ausreise.
      Habe wirklich jedes Szenario versucht..

      - wir waren morgens um 2 Uhr an der Grenze - Kilometerlange Schlange.
      Die tollste Ansage war dann: "Bis vor 2 Stunden war hier noch nichts los..."
      ALso das nächste Jahr um 22 Uhr an der Grenze - Kilometerlange Schlange

      Mal war es ein gescheiterter Schmuggelversuch, der angeblich die Grenze lahmlegte, mal war es der altbekannte Schichtwechsel...

      Wir sind dann immer auf den kleinen Grenzübergang Ustyluh ausgewichen. Hier kämpft man zwar mit den üblichen "löcherhüpfern" aber es geht voran.. Die letzten Wartezeiten waren 5 und 8 Stunden..

      Bei der EInfahrt ist es eher unproblematisch.. Kurz nach Sonnenaufgang richtung Ukraine gefühlte 10 Minuten Wartezeit..


      **** UPDATE *****

      Bei der Reise in die Ukraine am 09.07.2016 gegen 07:00 Uhr fiel uns - wie eigentlich jedes mal - auf, dass die Schlange bei der Ausreise aus der Ukraine eigentlich gar nicht vorhanden war.. Ursprünglich hatten wir das auf die Uhrzeit geschoben.. aber nun fassten wir den Entschluss, den Wochentag dafür verantwortlich zu machen und für die Ausreise den Samstag zu nutzen.
      Normalerweise hatten wir aufgrund der Tatsache, dass wir Montags immer direkt wieder Arbeiten gehen davon Abstand genommen, heimwärts am Samstag die Grenze zu überqueren.

      Nun also fuhren wir Samstag früh um 3:30 Uhr Richtung Grenze (Dohorusk)... ein mulmiges Gefühl im Bauch ob nicht wieder stundenlanges Warten vor uns haben...

      Ankunft an der Grenze war dann 6:30 Uhr... und es war - bis auf die üblichen 20 KM LKW-Stau keine PKW´s vor der eigentlichen Grenzstation.

      Die Abfertigung auf Ukrainischer Seite war recht zügig.. aber auch Chaotisch. Die Ukrainischen Landsmänner wirkten auf mich Nervöser als sonst.. kurze Sprinteinlagen zu den Fahrzeugen mit Lückenhüpfen vor den Passhäuschen war ich so nicht gewohnt.

      Anschliessend ging es dann Pichtung Polen... Der Ukrainische "Schluss-Posten" fragte uns, ob wir EU-Pässe besitzen würden.. wir könnten dann die rechte Spur nutzen...

      Also in der rechten EU-Spur gemütlich an den gefühlt hunderten Ukrainischen PKW´s vorbeigefahren..

      An der Polnischen Grenze dann nur 5 PKW´s aus Deutschland vor uns.. Kurze Kontrolle der Pässe... Und die Einzige Frage der etwas kurz angebundenen Grenzdame war.. "Diesel?"

      Und dann wurden wir nach sage und schreibe nur 1h 20 Minuten auf die EU losgelassen...

      Fazit:

      - Freitags katastrophal, viele Privatreisen in die EU
      - Samstag früh: Beste Aussichten auf eine schnelle Durchreise
      - Sonntag ganztags ebenfalls katastrophal... (Rückreise?)

      Aufgefallen sind uns die kurzen Warteschlangen Samstag früh schon sehr oft...sollte also relativ beständig sein...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BigBrother1860 ()