Wie Russland die Gunst der Stunde in Syrien nutzt

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    • Wie Russland die Gunst der Stunde in Syrien nutzt

      Russland hat mit seiner Intervention die Lage in Syrien zwar verschärft. Andererseits ist ohne Eingreifen Moskaus in vier Jahren zuvor auch kein Fortschritt erzielt worden. Der Westen ist irritiert.
      Bevor John Kerry in der Nacht zu Freitag den Konferenzraum eines Münchner Hotels betrat, legte ihm ein Mitarbeiter auf dem Podium die Lesebrille zurecht. Als der amerikanische Außenminister schließlich die Bühne betrat, sah man ihm die Strapazen der letzten sechs Stunden harter Verhandlungen an. Das Grau seines dichten Haarschopfs schien sich auf seine Gesichtszüge übertragen zu haben. Er war gekommen, um eine Einigung zu Syrien zu verkünden.
      Links neben ihm nahm dagegen ein ausgeruht wirkender Sergej Lawrow Platz. Der russische Außenminister guckte in die Runde, wie er immer guckt. Ungerührt. Der blasse Kerry musste gähnen. Lawrows Maßanzug strahlte blau und frisch. Noch bevor Kerry den ersten Satz sprach, war klar, dass Russland mit seiner Intervention in Syrien ein Ziel bereits erreicht hat: Man ist wieder auf "Augenhöhe" mit den Amerikanern.
      Kerry verkündete die zentralen Punkte, auf die man sich gerade verständigt hatte: humanitärer Zugang für Hilfslieferungen in mehr als einem Dutzend belagerter syrischer Städte. Waffenruhe binnen einer Woche. Arbeitsgruppen, welche die Einhaltung der Vereinbarung überwachen sollen. Das Fernziel: die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen in Genf – die durch die massiven Bombardierungen der russischen Luftwaffe auf Stellungen der syrischen Opposition bei Aleppo abgebrochen wurden. Lawrow saß daneben wie eine japanische Glückskatze, bei der die Winkfunktion dauerhaft ausgefallen ist.
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      Interessanter Artikel... wirklich lesenswert!