Angepinnt Die Organisation Ukrainischer Nationalisten, OUN!

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    Forumsstruktur

    • Die Organisation Ukrainischer Nationalisten, OUN!

      Vorwort:
      Die Kontroversen um dieses spannende Thema sind aus Publikationen, Medien und in den Foren weithin bekannt.
      Besonders schwierig gestaltet sich eine objektive geschichtliche Aufarbeitung m.E. aus mehreren Gründen:
      1. Die Aufmerksamkeit um die OUN begann erst relativ spät, nach dem Zerfall der UdSSR. Während dieser Zeit wurde das Thema, wenn überhaupt, nur am Rande erwähnt. Und zudem alles andere als objektiv, sondern gemäß dem großen Vaterländischen Krieg un d der SU-Ideologie zurechtgeschnitten.
      2. Je nach Herkunft der Quellen unterscheiden ich die Sichtweisen der Autoren extrem. Für den Großteil der Menschen aus Russland, Polen und der Ostukraine sind die OUN Nazikollabateure und Verbrecher, für viele Menschen aus Kanada, wo eine große ukrainische Diaspora vorherrscht, und der Westukraine sind sie Helden.
      3. Die wichtigsten Pulikationen sind in russischer oder englischer Sprache verfasst, was es für den deutschsprechenden Interessierten doppelt schwer macht zu einer objektiven Meinung zu gelangen.
      4. Oftmals, eigentlich immer, ist der Blickwinkel der Publikationen auf die Zeit nach der Gründung der OUN fokussiert. Die Vorgeschichte tritt zu sehr in den Hintergrund, was m.E. ein verzerrtes Bild der Motivation der OUN wiedergibt. Was keineswegs zur Entschuldbarkeit der Taten beitragen soll, dennoch dazu dient es im Kontext darzustellen.

      So will ich gerne mit der Vorgeschichte anfangen die mit dem polnisch-sowjetischen Krieg und dem "Frieden von Riga" beginnt. Sicherlich könnte man noch etwas weiter in der Geschichte der Ukraine und deren Nationalgedanken zurückgehen, dennoch finde ich diesen Ausgangspunkt als optimal, da hier die Zerschlagung der Ukraine und der "wieder" erstarkende Nationalgedanke sehr gut und relativ zeitnah zum tragen komt. Diese versuche ich aber, trotz der Komplexität, so kurz wie möglich zu halten.

      Trotzdem soll dies kein Monolog werden und Fragen, Anregungen, Kritik sowie Richtigstellungen sind deswegen ausdrücklich erwünscht!
      Liebe russische Gemeinde, ich will Euch ein Geheimnis verraten. Bandera ist nicht der Präsident der Ukraine. Stepan Bandera ist seit 1959 tot.
    • Der polnisch - sowjetische Krieg, der Frieden von Riga!

      Aus ukrainischer Sicht äusserst Komplex. 1919 herrscht auf dem Gebiet der heutigen Ukraine schlichtweg Chaos. Seit 1917 herrscht Bürgerkrieg zwischen den "Weissen" und "Roten". Ukrainer, Weissrussen, Balten und Russen bekämpfen sich gegenseitig. Die Ukrainer kämpfen gegen Polen. Die Polen kämpfen gegen die Ukrainer und Tschechen. Die Letten verbünden sich mit den Polen gegen Russland. und so weiter.....und es stellt sich die Frage, wer hier eigentlich gegen en Kämpft und vor allem für was!
      Lenin will mit seinem Kampfkommunismus die Revolution gen Westen tragen, Polen strebt eine Ausdehnung nach Osten an.
      Die Rote Armee und Polen's Armee stossen 1919 zum ersten Mal aufeinander. Wichtig deshalb, weil sie zu dieser Zeit als die zwei mächtigsten Kriegsparteien auf dem heutigen Gebiet der Ukraine anzusehen sind.
      Jetzt kommts: Der damalige ukrainische Nationalistenführer Symon Petljura, nach seinem Rückzug gegen die Bolschewiki kommt mit dem Kriegsgegner Polen überein, an der Offensive gegen die Bolschewiki teilzunehmen. Für Symon Petljura war es der einzig gangbare Weg zu einer einigemaßen unabhängigen Ukraine. Zu dieser Zeit war Piłsudski Staatschef von Polen und sicherte im Gegenzug, einen Erfolg der Kriegshandlungen vorausgesetzt, militärische Unterstützung zu und die Ukraine sollte mit den Polen eine Allianz gegen die russische Expansionspolitik darstellen. Allerdings sollten auch die ukrainischen Nationalisten Gebietszugeständnisse in Galizien machen. Das hat den Galiziern überhaupt nicht gefallen.
      So kommt es zur ersten Spaltung der Ukrainischen Nationalisten und das die galizischen Ukrainer sogar auf Seiten der Roten Armee kämpfen, während Petljura's Einheiten auf der Seite Polens kämpfen.
      Nun mach ich es wieder kurz.
      Nach Berichten der polnischen Nachrichtendienste stehe eine Offensive der Sowjets unmittelbar bevor, entschliessen sich die Polen für eine Präventivoffensive die in der Hauptoffensive Kiew zum Ziel hat.
      Militärisch wird das Ziel erreicht, da sich die Rote Armee schnell zurückzieht. Eine Taktik des ins "Leere laufen lassen" seitens der Roten Armee. Die Taktik geht auf. Fernab von den wichtigsten Versogungszentren stehen die Polen in der Ukraine auf iner sehr exponierten Lage!
      Die Rote Armee formierte sich und holt zur Gegenoffensive aus und dängen die Polen bis auf polnisches Kerngebiet zurück!
      Versprochene Waffenlieferungen aus WW1 Beständen aus England bleiben aus, Antipolnische Haltungen der Nachbarstaaten und Sabotage machten den Polen das Leben schwer.
      Die zweite polnische Offensive, zu deren Höhepunkten die Schlacht um Warschau sowie die Schlacht an der Memel zählen schliesst das Kapitel bis zum Rigaer Frieden ab.
      Die Armeen beider Seiten waren ausgelaugt und geschwächt. Polen sowie die Sowjet's waren wirtschaftlich am Ende. Die Gespräche zu Friedensverhandungen begannen. Und fanden ihren Höhepunkt im "Frieden von Riga"
      Die ukrainische Nationalbewegung war am Ende. Galizien und Teile der Westukraine gingen an die Polen, große Gebiete der Ostukraine wurde den Sowets zugesprochen. Die Ukraine war zerschlagen.
      Mußte die ukrainische Bevölkerung schon in den Bürgerkriegsjahren viel Leid erfahren, so traf es sie nach der Aufteilung der Ukraine nochmals sehr hart!
      Die Polen "säuberten" unter der ukrainischen Bevölkerung angebliche Sympathisanten der Kommunisten und internierte viele Ukrainer in Lagern. Die Sowjets waren nicht weniger zimperlich!
      Aber vor allem die jüdische Bevölkerung hatte zu leiden. Beide Seiten, Sowjets und Polen sahen in den Juden ideologische Feinde. Dies erklärt vielleicht unter anderem auch, warum zu einem späteren Zeitpunkt unter anderem auch Juden in den Reihen der UPA zu finden sind!
      Liebe russische Gemeinde, ich will Euch ein Geheimnis verraten. Bandera ist nicht der Präsident der Ukraine. Stepan Bandera ist seit 1959 tot.
    • Die ukrainischen Gebiete in der Zwischenkriegszeit bis zur Gründung der OUN 1929

      Mit dem Frieden von Riga Oktober 1921 wurde es "verhältnismäßig" ruhiger in den ukrainischen Gebieten.
      Im Osten, der Ukrainischen SSR, die UdSSR wurde 1922 wurde gegründet, begann eine militärisch und industrielle Russifizierung. Die Zwangskollektivierung wird vorangetrieben und findet ihren Höhepunkt bei der endgültigen Machtübernahme Stalins 1927.
      Im Westen der heutigen Ukraine unter der Besatzung Polens sieht es nicht viel anders aus. Die ukrainischen Gebiete werden in 4 admistrative Verwaltungseinheiten aufgeteilt: Lwow, Stanislawow, Tarnopol und Wolhynien. Hier leben etwa 4,5 Millionen Ukrainer. Die Polen versuchen in militärisch relavanten Gebieten Polen anzusiedeln. So versuchte man ehemaligen polnischen Soldaten Land zuzuweisen. Ukrainische Universitäten wurden verboten, Beamtenkarrieren waren Ukrainern verwehrt. Griechisch-katholischer Untericht wurde häufig verboten. Dazu kommen all die alltäglichen Repressalien gegenüber den Ukrainern. Die Ukrainer gelten unter den Polen als dumme Bauern, ukrainisch wird in den Städten nicht gesprochen und gilt als Bauernsprache.
      Inzwischen bezeugen auch polnische Historiker das die polnische Bevölkerung den Ukrainern mit Hochmut und Verachtung gegenüber traten.
      Trotzdem, die Polen geben den Ukrainern die Möglichkeit sich politisch zu organisieren, wobei hier die UNDO, die ukrainische nationaldemokratische Vereinigung, als größte gilt. Diese wurde 1925 gegründet und kandidierte sogar bei Wahlen.
      Das ist äusserst interessant, wenn man bedenkt das es seit 1920 die UVO (Ukrains'ka Vijs'kova Orhanizacija ) gibt, die gegen den polnischen Staat einen Guerillakrieg beginnt. Sogar ein Anschlag auf Piłsudski wird initiert, misslingt aber.
      Interessant deshalb da die UNDO auf Verständigung mit der polnischen Regierung setzt, obwohl ihnen immer wieder ein politischer Maulkorb angehängt wird. Man kann hier spekulieren, aber m.E. ein Versuch seitens Polens die politische Lage in den ukrainischen Gebieten mit einer gemässigten ukrainischen Partei zu befrieden. Schliesslich haben Polen auch im polnischen Kerngebiet mit politischen Problemen zwischen Nationaldemokraten und Kommunisten zu kämpfen. Streiks und Bauernunruhen kamen erschwerend hinzu.
      Streiks und Bauernaufstände gibt es in der ukrainischen SSR zwar auch, aber Stalin greift da rücksichtslos durch und „befriedet“ diese mit der Roten Armee blutig und die Gulags füllen sich!
      Somit organisierte in der Westukraine die UVO, militärisch ukrainische Organisation, den ersten bewaffneten Widerstand gegen die Besatzer und wird ab der Gründung der OUN der militärische Arm der Nationalisten. Die UVO besteht aus Offizieren der Kampfschützen und Einheiten der UHA, also der ukrainischen galizischen Armee. Ab 1923 werden UVO Einheiten für Kommando und Sabotage von der deutschen Reichswehr in Berlin, wo die Führung der UVO bis 1930 vertreten war, ausgebildet.
      Die UVO betone ich hier besonders da sie bei der Gründung der OUN den Führungsanspruch übernahm.
      Am 28 Januar bis 3 Februar 1929 ist es dann soweit. In diesen Tagen wird auf einer Konferenz in Wien die OUN, unter UVO-Vorsitz Generals Konovalec gegründet. Etwa 30 Vertreter neben der UVO, sind studentische Nationalbewegungen sowie etwa 10 Vertreter der LUN, Legion ukrainischer Nationalisten.
      Das ist jetzt wieder wichtig für den späteren Verlauf und zum Verständnis: Auch etwa 5 – 6 Teilnehmer konnte der polnische Geheimdienst nicht identifizieren, mit höchster Wahrscheinlichkeit aber Mitglieder des deutschen Geheimdienstes und Militärs.
      Ausgearbeitet wurde ein Programm, die die politischen Ziele definiert sowie ein Staatsgebiet entworfen.
      Darauf geh ich dann aber näher im nächsten thread ein.
      Liebe russische Gemeinde, ich will Euch ein Geheimnis verraten. Bandera ist nicht der Präsident der Ukraine. Stepan Bandera ist seit 1959 tot.
    • Gründungsziele der OUN!

      Allererste und oberste Priorität war die Schaffung eines unabhängigen Staates Ukraine!
      Um dieses Ziel zu erreichen wurde durchaus Gewalt als legitimes Mittel gewählt. Schließlich galt es die Besatzer zu vertreiben, oder besser gesagt diese auf ukrainischen Boden zu vernichten.
      Als Hauptfeinde werden, ausgehend von der Westukraine als erstes Polen und dann Russland im Gründungsdokument genannt!
      Des weiteren kommen auch die Juden als Feinde des ukrainischen Volkes auf die Liste. Da die jüdische Bevölkerung in der Ukraine zu diesen Zeitpunkt einen Anteil von 2 Millionen beträgt sollten sie hier auch kurz besondere Beachtung finden, da sie ja nicht im eigentlichen Sinne als Besatzungsmächte der Ukraine gelten.
      Zum Vorwurf wird der jüdisch gläubigen Bevölkerung vor allem die angebliche Zusammenarbeit mit dem bolschewistischen Moskau gemacht. So wird des öfteren in den Propagandapublikationen der OUN der Begriff „Mosko-jüdischer Apparat“ verwendet.
      Der OUN Führung ist bewusst, das die Ukrainer den größten Anteil an Bauern und auf dem Land lebenden „einfachen“ Menschen darstellt, in den Städten beträgt der Anteil an Ukrainern grade mal ein Viertel. Die jüdische Bevölkerung hält hier seitens der Freiberufe wie Rechtsanwälte und Ärzte, sowie im Finanzwesen, Handel und Gastgewerbe eindeutig überlegen das „Heft in der Hand“.
      Dieser ökonomischen und sozialen „Ungerechtigkeit“ will die OUN entgegentreten und diese Positionen mit Ukrainern besetzen.
      Des weiteren kommt hinzu das die „Staatsreligion“ der griechisch-katholischen Kirche der OUN nahe stand und dementsprechend auch in den Messen „Öl ins Feuer goß“.
      Zusammenfassend hierzu kann man sagen, daß die Aggression gegen die jüdische Bevölkerung weniger einen rassistischen Hintergrund haben, als vielmehr von einem Neidfaktor geprägt sind. Die Frage inwieweit es zu Zugeständnissen in der anti-jüdichen Propaganda der OUN im Sinne der „Freunde“ im aufstrebenden Nazideutschland kommt ist sehr schwer zu ermessen. Belegt ist die Tatsache das es immer wieder zu Vereinbarungen und Zusammenarbeit mit Teilen der jüdischen Bevölkerung und der OUN kommt. Zwar reitet die OUN auf der Welle der Nationalbewegungen der frühen 30er Jahre mit, allerdings kommt man in wohl eher mit dem faschistischen Ideen den Gründungsgedanken näher, als dem national-sozialistischen Gedankengut in Deutschland.
      Im Gründungsdokument nimmt neben der nationalen Idee auch der soziale Gedanke einen hohen Stellenwert ein. Schließlich geht es auch darum dem „Hauptklientel“, also der vorwiegend auf dem Land lebenden ukrainischen Bevölkerung mit Perspektiven und persönlichen Vorteilen an die OUN zu binden. Man wollte die Vorteile der Systeme Kapitalismus und Sozialismus verbinden. Man strebt (favorisiert) eine Zusammenarbeit zwischen Staat und privaten Kapital an. Den Bauern versprach man eigenes Land. Überhaupt hebt die OUN die Bedeutung der Landwirtschaft deutlich hervor. Wundert auch nicht, da man sich erhoffte die Bauern mit Aussicht auf eigenes Land, das von polnischen Großgrundbesitzern verwaltet wurde, für die Organisation zu gewinnen. Somit erkennt die OUN Privateigentum an und auch der Aufbau von Industrie in der Ukraine sollte aus privater Hand sein. Allerdings sollten Schlüsselindustrien die für die Sicherheit und Entwicklung des ukrainisches Staates wichtig sind unter staatlicher Kontrolle stehen. Bildung kostenlos und für alle zur Verfügung gestellt werden.
      Des weiteren sei Kirche vom Staat zu trennen. Genauer gesagt ist die Kirche dem Staat unterzuordnen. Das ist schon eine interessante Aussage da die Religion in der OUN einen sehr hohen Stellenwert hatte. Viele Führer, vor allem auch Bandera, waren tief religiös. Beachtenswert ist auch, das immer wieder Berichte belegen, das man sich innerhalb der OUN eher als eine Art „Orden“ sieht und man mit Schwert und Kreuz bewaffnet in den Kampf zieht. Mitglieder die im militärischen Arm der OUN ihren Eid ablegten, taten dies nach polnischen Geheimdienstberichten vor einem Jesusbild. Auch bei Festgenommenen und Gefallenen berichten polnische und später auch deutsche Dienste immer wieder von Funden von Heiligenbildern und Gebetsbüchern. Dennoch blieb die Beziehung zwischen der OUN und den Kirchen nicht konfliktfrei. So kritisierten Kirchenführer später immer wieder, daß die OUN/UVO auch gegen gemäßigte ukrainische Organisationen und deren Mitglieder, z.B. UNDO, gewaltsam vorgingen.
      Abschließend zu diesen Thema war es für die OUN unabdingbar auch nach der nationalen Revolution eine Diktatur mit absoluten Machtanspruch der OUN Aufrecht zu erhalten. Das erreichen eines unabhängigen ukrainischen Staats sei nur durch Krieg zu erreichen!!!!

      Speziell auf die Mitgliederstruktur, Bündnissen und Organisation zu jener Zeit gehe beim nächsten Mal näher ein!
      Liebe russische Gemeinde, ich will Euch ein Geheimnis verraten. Bandera ist nicht der Präsident der Ukraine. Stepan Bandera ist seit 1959 tot.
    • Dabei müssen aber auch diese berücksichtigt werden ....

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      Yevgen Konovalec


      14. Juni - ein besonderes Datum im Kalender der nationalen Erinnerung. Es war an diesem Tag im Jahre 1891 im Dorf Zashkiv, Lviv Region geboren wurde Eugene Konowalez - eine der führenden Persönlichkeiten der ukrainischen nationalistischen Bewegung. Mit dieser hellen, starken und charismatischen Persönlichkeit in der Entwicklung und endgültige organisatorische Gestaltung der ukrainischen nationalistischen Bewegung engagiert. Einfluss Konovalca der Geschichte der ukrainischen nationalen Befreiungskampf kann nicht überbewertet werden. Um zu verstehen, das Ausmaß der Kapitän, sollte sich auf die grundlegenden Meilensteine seines Lebens konzentrieren.

      Young Konowalez bekam eine glänzende Ausbildung: von der ukrainischen Gymnasium, dann an der Fakultät für Lviv National University studierte Diplom, wurde ein Student an der Universität Wien. Bereits als Student eindeutig eine aktive öffentliche Haltung Eugene Konovaltsya seinen Wunsch servieren Ukraine und in den vordersten Reihen der Kämpfer für seine Staatlichkeit manifestiert. Erfolgreich meistern Kursmaterial in der universitären Klassenräume, verwaltet Eugene, sich aktiv in den Reihen der Studentenschaft Gesellschaft im Januar. Auch schrieb jungen Patrioten in Sex-Magazin "Young Ukraine", die auf eine nationale und patriotische Positionen basiert.

      Während des Ersten Weltkrieges Konowalez zeichnete sich in Schlachten gegen die Truppen des russischen Reiches in den Reihen der Legion der ukrainischen Sich Schützenzug. Während die brutale Schlacht am Mount Makivka im Jahre 1915, wo Truppen kämpften heldenhaft USS mit der Übermacht des Feindes und fand eindrucksvolle Beispiele von Heldentum und Masse, geht Eugene Konowalez ins Gefängnis. Allerdings hat auch grausamen Bedingungen Kriegsgefangenenlager nicht gegen die Nationalisten. Er arbeitet aktiv bei ukrainischen Gefangenen, bilden den Kern der künftigen militärischen Kampf für die Befreiung. Im Jahr 1917 wurde in Kiew Konowalez Körper Sich Schützenzug, der erbitterte Kämpfe gegen die bolschewistische Armee führte gebildet. Army Colonel ukrainischen Volksrepublik Eugene Konowalez viele erfolgreiche militärische Operationen schwere Niederlagen zugefügt roten Invasoren. Doch die Kräfte ungleich waren, und es gibt Schuld Oberst Konovalca: Blutungen, was die verzweifelten Angriffe der Übermacht des Feindes, waren ukrainische Soldaten gezwungen, für schwere Fehler Führer der ukrainischen Zentralbank Rada, der im Jahre 1917 fand ein Verbrechen der Unterlassung in der Rüstungsindustrie und büßen dummerweise verloren die einmalige Chance, eine numerische ukrainischen Armee zu bilden.

      Nach der Niederlage der Befreiungsbewegung Konowalez nicht Glauben an den Sieg verloren, berief er im Jahre 1920 in Prag Congress ukrainische Offiziere, die den ukrainischen Militär-Organisation (UMO) gebildet wurde. In der Tat, während 1920 die Organisation war der Kern der ukrainischen nationalen patriotischen Bewegung. Mit einer breiten Palette von Aktivitäten: von Durchsetzungsmaßnahmen zur pädagogischen Arbeit, verpflichten Uwe heftigen (und vor allem - erfolgreich!) Widerstand Polonisation westlichen Ländern und verteilte Aktivität Naddnepryanschine.

      Im Jahr 1929, dank enorme Konsolidierung geht Eugene Konowalez nationalistische Bewegung: hatte auf der Grundlage mehrerer unterschiedlicher Organisationen ein leistungsfähiges und monolithische Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) erstellt. Auf dem ersten Kongress der OUN Konovalca Oberst war Vorsitzender dieser Organisation gewählt. Unter der Leitung des Führers, dessen Autorität war unbestritten, OUN rasch vergrößert ihren Reichtum während 1930, die alle Aspekte des Lebens in der Westukraine. Resonant Macht Aktien, groß angelegte Propagandakampagne, gewissenhafte und systematische Aufklärung der Öffentlichkeit - alle diese haben OUN wichtige Einflussfaktoren auf die besetzten ukrainischen Gebiete gemacht.

      Active Konovalca zu national-patriotischen Kräfte und ihren strategischen Kurs für die Schaffung der ukrainischen Unabhängiger Staaten festigen verursacht Besorgnis nicht nur in Polen sondern auch in der sowjetischen Regierung Kreisen.Oberst Konowalez immer wieder versucht, Agent Networks bolschewistische Regime besetzten ukrainischen Gebiete zu bauen. Feeling in Konovalca tödliche und mächtige Feinde, ordnete die bolschewistischen Führer, ihn zu töten. Doch während 25 Mai 1938 Eugene Konowalez verräterisch wurde von der sowjetischen Agenten ermordet Sudoplatovym, ist ihr strategisches Ziel nicht erreicht rot Tyrannen. Organisiert von der ukrainischen nationalistischen Bewegung weiterhin Stärke zu gewinnen. In der Tat, zwei Jahre nach dem Tod Konovalca OUN aufgeteilt wurde wiederholt Konflikte und Missverständnisse aufgetreten. Doch die titanische Gestalt von Eugene Konowalez blieb so moralische Führung, die rivnyalysya Nationalisten. Flagge gehisst den Befreiungskampf, Stepan Bandera und römischen Shukhevych, Beispiel aus der Praxis, die die Opfer-Dienst an der Nation war, ist inspiriert Hunderttausende von Helden der UPA, und Tausende von inspirierenden Konowalez modernen Nationalisten. Jetzt haben wir hervorragende Stern Konovalca Oberst: "... die Fähigkeit, sich über das Wohl der Nation und auf seine Person setzen; Feinde - bezohlyadnist; gegen die Gemeinschaft - das Verständnis der Notwendigkeit menschenwürdiger Kampf für die Freiheit in Organisationen - Ehrlichkeit, nicht plazunstvo und Kritik -. zum Nutzen der, und nicht persönlicher Ehrgeiz. Wir geben einen neuen Anfang, und wir müssen neue Methoden der Arbeit der ukrainischen Gebiete zu bringen ... "

      Evgeny Kostyuk

      Ph.D. in Geschichte
    • Leider gibt es nur sehr unzureichende Literatur dazu. Hat jemand hierzu Zugang oder gar es in den Händen gehabt ?
      Hier geht es vor allem um die Korrespondenz der einzelnen untereinander . Ist ja schwer an entsprechende Quellen zu kommen.

      Anzahl der Seiten - 272 mit s / w Fotos
      Taschenbuch
      Buchen Größe: 17 x 24 cm. (Ca. 6,75 x 9,5 Zoll).
      Ausgestellt: Ukraine , Kiew
      Sprache: Ukrainisch

      [IMG:http://i415.photobucket.com/albums/pp236/post_horse/BOOK/OUN_UPA_book/IMG_2867.jpg]


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    • Dabei müssen aber auch diese berücksichtigt werden ....
      Aber selbstverständlich 8)
      Also Kaffee aufsetzen und die Kekse aus der Dose, hier mal ein bisschen OUN-VIP Klatsch und Tratsch:
      Die militärische Laufbahn von Eugen Konowalez (Євге́н Конова́лець) und seine Karriere in der OUN sind ja weitgehend bekannt.
      Also, verheiratet war er mit der Tochter von Stephen Fedak, Olga Fedak-Konovaltsevoyi. Der Schwiegerpapa war u.a. Anwalt und Staatssekretär der ZUNR (ЗУНР), also der ersten Westukrainischen Nationalen Republik, die allerdings nur kurzen Bestand hatte, und, um es ganz kurz zu machen, durch die Polen mit militärischer Intervention, unterstützt aus Rumänien, wieder "platt" gemacht wurde! Hervorzuheben ist allerdings das soziale Engagement von Konowalez Schwiegervater, vor allem sein Einsatz für die Betreuung von politischen Gefangenen in dessen Ausschuß er saß und wo er sich bis zu seinem Tode einsetzte.
      Der Schwager von Konowalez , hiess wie sein Vater auch Stephen Fedak, war auch bei den Sich-Schützen und später Beteiligt an dem missglückten Anschlag auf den polnischen General Josef Pilsudski. Seine Spur verliert sich später irgendwann in Berlin!
      Jetzt kommt's! Melnyk, der die Nachfolge als Führer der OUN nach Konowalez Ermordung in Rotterdam durch den NKWD antreten sollte war mit der Schwester von Konowalez Ehefrau, Sophia Fedak-Melnikow verheiratet. Somit waren Konowalez und Melnyk verwandt 8)

      Hätten die Russen und der NKWD vorher gewusst welches "Ei" sie sich da legen, als sie Konowalez mit einer Bombe ins Jenseits beförderten, hätten sie es wahrscheinlich gelassen. Denn der Tod von Konowalez endete schliesslich in einem Führungsstreit zwischen Melnyk und Bandera. Denn Bandera warf Melnyk vor zu sehr mit den Deutschen zu kooperieren und die Organisation zu sehr in eine deutsche Abhängigkeit hineinzu manövrieren. Was in der Konsequenz zur Spaltung der der OUN führte, worauf Bandera die OUN (B)andera und die UPA gründete.
      Liebe russische Gemeinde, ich will Euch ein Geheimnis verraten. Bandera ist nicht der Präsident der Ukraine. Stepan Bandera ist seit 1959 tot.
    • Andriy Melnyk

      b. 12. Dezember 1890, Drohobych Gemeinde, Galizien, d. 1 November, 1964, Köln, Deutschland

      Melnyk war eine militärische und politische Figur. Er war einer der wichtigsten Führer der ukrainischen Unabhängigkeit Kampf zwischen den beiden Weltkriegen und nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem Studium in Wien, meldete er sich freiwillig für die Legion der ukrainischen Sich Schützenzug. Im Jahre 1916 war er Gefangener der russischen Streitkräfte aufgenommen, und während interniert wurde ein enger Verbündeter von Yevhen Konowalez. Im Januar 1919 wurde er Stabschef der Armee der Ukrainischen Nationalen Republik.

      Im Jahr 1922 nahm Melnyk über Heimat Befehl des ukrainischen Militär-Organisation (UVO). Er wurde 1924 verhaftet und zu fünf Jahren im Gefängnis für seine UVO Aktivitäten. Er wurde 1928 veröffentlicht und war Leiter des Orly Katholischen ukrainische Jugend von 1933 bis 38, und setzte seine U-nationalistischen Aktivitäten in Galizien. Nach Konowalez im Jahre 1938 ermordet wurde, ging Melnyk Ausland und übernahm die Leitung der Organisation Ukrainischer Nationalisten.

      Obwohl der Zweite Grand Versammlung der OUN in Rom ratifiziert seine Position als Marktführer im August 1939, hat er nicht behalten die Loyalität der gesamten Mitgliedschaft der OUN und 1940, die radikale Fraktion, von Stepan Bandera, geteilt von OUN geführt. So gespalten OUN in zwei Gruppen - OUN-Melnyk (OUN-M), und OUN-Bandera (OUN-B).

      Nachdem Deutschland die Invasion der UdSSR, wurde Melnyk unter Hausarrest von den Deutschen gehalten und wurde im KZ Sachsenhausen im Jahr 1944 inhaftiert. Während seiner Haft betreute Melnyk Stellvertreter, Oleh Olzhych, die Aktivitäten der OUN-M auf ukrainischem Boden.

      Im Jahr 1942 Melnyk, zusammen mit mehreren anderen führenden ukrainischen Zahlen, schickte ein Memorandum an Hitler, verlangte ein Ende der deutschen Vernichtung der ukrainischen Territorien. Dieser gewann Melnyk die weitere Feindschaft der Deutschen.

      Nach dem Krieg arbeitete Melnyk der ukrainischen politischen Gemeinschaft im Westen zu festigen. Er war bei der Bildung der ukrainischen Koordinierungsausschuss im Jahr 1946 und der ukrainische Nationalrat im Jahr 1947 aktiv. Er schlug auch vor der Gründung eines Weltkongresses der Ukrainer im Jahr 1957; diese Idee wurde 1967 mit der Gründung der World Congress of Free Ukrainer realisiert. Melnyk schrieb auch zahlreiche historische Artikel über den Kampf für die Unabhängigkeit der Ukraine. Er starb im Jahre 1964

      hier erschöpfen sich meine Infos.....
    • Der Skandal um Rossolinski-Liebe und der Zustand der ukrainischen Geschichtswissenschaften

      Zum Kontext: Rossolinski-Liebe ist ein Doktorand an der Uni Hamburg, der in Kiyv und 3 anderen ukrainischen Städten u.a. von der deutschen Botschaft und der Heinrich-Böll-Gesellschaft eingeladen war, um einen Vortrag über seine Forschung zum Thema OUN/B und Bandera zu halten. Generell gilt er nicht gerade als Historiker ersten Ranges, aber das nur am Rande. Bemerkenswert war, dass Swoboda diese Vorträge zum Anlass nahm, durch Demonstrationen, Telefonterror etc. die Veranstaltungen zu verhindern, da ihnen Rossolinski-Liebes politische Richtung nicht passte (aktuell ist für Swoboda alles, das am "Heiligtum" Bandera rüttelt, "volksfeindlich"). Letztlich fand nur die Veranstaltung in Kyiv statt, und der Skandal, der weniger durch die Ereignisse während des Vortrages, sondern vielmehr durch das, was außen herum passierte, entstand, weitet sich zunehmend aus.

      In diesem Zusammenhang sind diverse Artikel geschrieben worden, die sich mal mehr mit Rossolinksi-Liebe und mal mehr mit Bandera beschäftigen. Folgende Artikel aus der Istorytschna Pravda ist heute auf UN in deutscher Übersetzung erschienen: Der Skandal um Rossolinski-Liebe und der Zustand der ukrainischen Geschichtswissenschaften. Der Titel sagt schon fast alles. Dies ist für mich so ziemlich das beste, was ich in den letzten Jahren zu diesem Thema gelesen habe, ich kann es allen Ukraine-Interessierten nur wärmstens ans Herz legen! Auszüge:
      In der Nachkriegszeit wiesen nicht nur gemäßigtere Galizier auf den faschistischen Charakter der OUN hin, sondern auch eine Reihe von ostukrainischen Persönlichkeiten aus dem sowjetischen Paradies, wie Iwan Bahranyj. Demokratisch eingestellte Ukrainer protestierten gegen die Einwanderung des „ukrainischen Faschisten“ Donzow nach Nordamerika.

      Derartige Beispiele lassen sich einige anführen. Eine andere Sache ist, dass das ukrainische Publikum sie in der Regel nicht kennt. Die demokratische intellektuelle Tradition der Zwischenkriegsperiode ist weitestgehend unbekannt. Stattdessen fallen die Beispiele des putinschen Russland oder der russophilen Kreise der Ukraine ins Auge, die in ihren Propagandaaktionen alle als „Faschisten“ bezeichnen, die ihnen nicht gefallen.

      In diesem Kontext wurde der Vortrag von Herrn Rossolinski-Liebe als ein Element der Propagandakampagne des Kremls wahrgenommen. Mit seinem demonstrativ provozierendem Verhalten verstärkte er nur diese Vorstellung.
    • mbert schrieb:

      Bemerkenswert war, dass Swoboda diese Vorträge zum Anlass nahm, durch Demonstrationen, Telefonterror etc. die Veranstaltungen zu verhindern, da ihnen Rossolinski-Liebes politische Richtung nicht passte (aktuell ist für Swoboda alles, das am "Heiligtum" Bandera rüttelt, "volksfeindlich"). Letztlich fand nur die Veranstaltung in Kyiv statt,

      Die Veranstaltung in Kiew fand auch nicht statt. Lviv, Dneproperovsk und an einer Universität in Kiew, dazu der Vortrag der in der deutschen Botschaft. Hier find ich dann bemerkenswert welchen Einfluss Svoboda mal abgesehen von Lviv anscheinend hat solche Vorträge in Dnepropetrovsk und Kiew zu verhindern :hmm:
      Rossolinski-Liebe ist, sagen wir mal, ein Provokateur und den Historikern. Sein für einen Historiker halbsaidenes Wissen zur OUN ( schon alleine die Angaben zu Opferzahlen durch die UPA sind mehr als schwammig ) , sein provokantes Auftreten und noch dazu ein typisch polnischer Name sorgen auch bei Ukrainern für Unmut welche keine Svoboda-Anhänger sind.
      Taras Kurylo's Artikel ist zweifelsohne sehr gut, dennoch nicht das Beste was ich in den letzten Monaten zum Thema OUN gelesen habe, aber er hat mit der richtigen Wahl des Wortes "Faschist" natürlich recht. Das mußte ich schon am eigenen Leib erfahren, als ich noch nicht wusste das das Wort "Faschist" auch ein böses Schimpfwort ist, unabhängig ob der damit betitelte ein Anhänger der Ideologie ist oder nicht.
      Das Einzige was mich an dem Artikel etwas stört ist das meines Erachtens unverhältnismäßige hervorheben des Antisemitismus in der OUN. Natürlich steht es ausser Frage das Antisemitismus in der OUN eine Rolle spielten und von Mitgliedern der Organisation offen vertreten wurden, sowie auch unbestritten ist das OUN(M) sowie OUN-UPA in die Judenverfolgung verwickelt waren und auch Täter bei deren Ermordung waren.
      Andererseits muß man aber auch feststellen das sich viele Mitglieder der OUN von der Antisemitischen und nationalsozialistischen Ideologie offen distanzierten. Man könnte wahrscheinlich stundenlang über die vielen Faktoren diskutieren welche dazu führten das die OUN Antisemitismus offen in Flugblättern und Propagandablättern propagierte. Einige Gründe mögen darin liegen das man mit Nazideutschland zusammengearbeitet hat, aber auch der noch heute vorhandene Antisemitismus in der normalen Bevölkerung, der Neid auf die Stadtbewohner in welche Juden oftmals hohe Beamtenposten inne hatten und sich als gut ausgebildete Juristen, Händler und Ärzte die Finger nicht auf dem Feld schmutzig machen mussten, während es dem Ukrainer verwehrt war zu studieren, ja er nicht mal das Recht hatte in der Stadt zu wohnen.
      Dennoch ist klar festzustellen das die "Judenfrage" nicht wie in Hitlerdeutschland verstanden wurde, sondern, und da war man sich in der OUN einig, die Feinde der Nation Sowjetrussland und Polen waren.
    • Ein interessanter Folgeartikel, der sich vor allem mit der Benutzung des Begriffes "Faschismus" beschäftigt: Leidenschaften um den Faschismus. Auszug:
      In beiden Fällen haben wir es mit einer Repräsentation von Faschismus als „Schurkerei“ zu tun, was den Begriff jedweder politischen Bedeutung entledigt und zu einem Schimpfwort werden lässt. Für den Spezialisten ist augenscheinlich, dass man niemanden des Faschismus anklagen kann. Wir können die Ideologie der einen oder anderen Bewegung als faschistisch interpretieren, genauso wie wir sagen können, dass eine Bewegung sozialistisch, konservativ oder liberal sein kann. Das bedeutet, dass der Journalist Tschalenko und die Aktivisten von „Swoboda“ an ein Verständnis von „Faschismus“ im Sinne eines Schimpfwortes appellieren, wie es „im Volk“ repräsentiert ist. Während der Journalist Tschalenko lediglich sein niedriges Bildungsniveau demonstriert, so ist der Fall von „Swoboda“ wesentlich komplizierter. Die Rechtsradikalen verwenden den Begriff „liberaler Faschismus“. Dieser Terminus erlangte „Berühmtheit“ dank dem amerikanischen ultrakonservativen Journalisten Jonah Goldberg, der in seinem pseudowissenschaftlichen Buch „Der liberale Faschismus“ den Anhängern der Republikanischen Partei zu beweisen versuchte, dass der Demokrat Barak Obama im Grunde ein Faschist sei, da Faschismus nach Meinung von Goldberg eine linke Ideologie ist. Selbstverständlich blieb die Publikation Goldbergs nicht unbemerkt und rief einen Sturm der Entrüstung von Seiten der Wissenschaftler, die sich mit dem Problem des Faschismus beschäftigen, hervor.
    • Ich habe dieses Thema, was vor langer Zeit mal angelegt wurde, aufgrund der aktuellen Diskussion mal wieder nach vorn geholt. Da dieses Thema immer wieder aufkommt, habe ich es einfach mal unter "Geschichte Ukraine" oben angeheftet. Ich bitte Euch, dieses Thema zu nutzen, wenn Ihr etwas zum Thema OUN beizutragen habt. Ich werde ggf. Bemerkungen dazu hierher verschieben.