Heirat in der Ukraine

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    • Heirat in der Ukraine

      Hallo Zusammen :ua:

      das Thema wurde ja bereits mehrfach hier im Forum besprochen, allerdings ändern sich ja ständig irgendwelche Kleinigkeiten.
      Meine Freundin (26) wohnt in Kiew, war bereits dreimal als Au Pair in Deutschland und spricht gutes Deutsch.
      Auch wir wollen nun den nächsten Schritt wagen. Und weil wir schon so verrückt sind, ist die Überlegung es zeitnah zu tun.
      Der nächste Flug war und ist für Ende September geplant und wir überlegen uns, uns dann recht spontan das Ja-Wort zu geben.
      Wenn wir das bisher richtig übersehen können, braucht sie auf dem "Standesamt" nur einen Termin machen. Mehr als einen Pass benötigen wir nicht?
      Wo allerdings lass ich den übersetzen?! [einen gültigen Reisepass mit in der Ukraine gefertigter Übersetzung des Reisepasses von einem ukrainischen Notar beglaubigt]
      (für uns beide die erste Hochzeit, keine Scheidungsunterlagen nötig)
      Oder gibts bis dahini noch was zu beachten?

      Ist es realistisch bis Ende des Jahres in Deutschland zusammen zu wohnen zu können, oder dauert der Papierkrieg länger?

      Vielen Dank im Voraus für eure Antworten und Tipps ^^

      ps: kann man mit sowas wie [edit mbert: ohne URL] Ahrens in Kiew eigentlich was anfangen?!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von deja ()

    • deja schrieb:

      Meine Freundin (26) wohnt in Kiew, war bereits dreimal als Au Pair in Deutschland und spricht gutes Deutsch.
      Auch wir wollen nun den nächsten Schritt wagen. Und weil wir schon so verrückt sind, ist die Überlegung es zeitnah zu tun.
      Der nächste Flug war und ist für Ende September geplant und wir überlegen uns, uns dann recht spontan das Ja-Wort zu geben.
      Demnach fliegst Du also nach Kyiv?

      deja schrieb:

      Wenn wir das bisher richtig übersehen können, braucht sie auf dem "Standesamt" nur einen Termin machen. Mehr als einen Pass benötigen wir nicht?
      Wo allerdings lass ich den übersetzen?! [einen gültigen Reisepass mit in der Ukraine gefertigter Übersetzung des Reisepasses von einem ukrainischen Notar beglaubigt]
      (für uns beide die erste Hochzeit, keine Scheidungsunterlagen nötig)
      Oder gibts bis dahini noch was zu beachten?
      Was das Heiraten in der Ukraine betrifft, fragst Du am besten in der Ukraine nach (Ahrens mag da eine Option sein, ich habe mit denen keine Erfahrung).

      Ob das die schlauste Variante ist, muss man überlegen. Letztlich hat man in beiden Fällen Papierkrieg, er tritt nur etwas anders auf.

      1. Heiraten in Deutschland: sie muss Papiere organisieren, die Ihr dann hier einreicht. Außerdem wird sie ein Heiratsvisum brauchen. Nach Einreichen der Unterlagen geht das zum Amtsgericht, das dann in einer Zeit von bis zu 3 Monaten die Erlaubnis erteilt. Hier ist also der Papierkrieg vor allem vor der Heirat und etwas Wartezeit vor der Hochzeit. Der Vorteil ist, dass Standesamt und Ausländeramt Dich von Anfang an beraten können und außerdem üblicherweise eher positiv gestimmt sind, wenn sie von Anfang an mit eingebunden sind - die haben oft eine gewisse Angst, dass etwas nicht stimmt. Wie weit das für Dich ein Problem sein kann, hängt letztlich von der Politk der Ämter bei Dir vor Ort und auch von den einzelnen Personen dort ab. Hier in Hamburg habe ich mit dem Vorgehen beste Erfahrungen gemacht. Außerdem kriegt sie so direkt nach der standesamtlichen Trauung die Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis.

      2. Heiraten im EU-Ausland: beliebt ist ja z.B. Dänemark, was - weil EU-Mitglied - offenbar (wie man mir erzählt hat) eher weniger Papierkrieg bedeutet. Hier gibt es unterschiedliche Erfahrungen - von total unkompliziert und schnell (schneller als Option 1 und 3) in Deutschland anerkannt usw. - aber auch eher unkooperatives Verhalten und Bremsen der deutschen Behörden, die offenbar dachten, dass da jemand etwas zu verbergen habe.

      3. Heiraten in der Ukraine: wie schwierig das dort ist, weiß ich nicht. Die Anerkennung in Deutschland war aber bei einem unserer Forenmitglieder ziemlich nervig und langwierig, was wohl auch ein wenig mit den jeweiligen deutschen Behörden zu tun hatte. Ob das immer so ist, kann hier sicher keiner sagen. In jedem Fall hast Du hier (wie auch bei Option 2) hinterher den Anerkennungsprozess in Deutschland.

      deja schrieb:

      Ist es realistisch bis Ende des Jahres in Deutschland zusammen zu wohnen zu können, oder dauert der Papierkrieg länger?
      Wenn Ihr Euch beeilt, könnte das klappen. Am "berechenbarsten" ist das wohl, wenn Ihr in Deutschland heiratet (und ich bin auch als alter Romantiker der Meinung, dass es doch irgendwie blöd ist, frisch verheiratet doch noch nicht miteinander leben zu können).
    • Der Ahrenz war damals sehr gut, um ukrainische Dokumente für die Legitimierung in Deutschland vorzubereiten. Schliesslich fungierte er damals auch als vereidigter Übersetzer. Allerdsings sollte man vorher mit dem OLG und dem Standesbeamten abklären, ob der Übersetzer auch tatsächlich akzeptiert wird.

      Nur, 1. willst Du ja in der Ukraine heiraten, 2. wird heute Apostilliert. Ich wage daher mal den Schuss ins Blaue, dass man da auf seine Dienste durchaus verzichten kann.
    • Hallo zusammen,
      bei uns ist es ähnlich. Kann jemand einen Rat geben, was momentan vorteilhafter ist?In DE oder UK trauen zu lassen?

      Sie:
      -Ukrainerin
      -Keine Kinder,keine Vorehen
      -Zur Zeit mit einem Arbeitsvisum in Polen, welches bis Ende 2017 gültig ist
      -Sprachkenntnisse: DE fliessend

      Ich:
      -Deutsch/pole
      -Keine Kinder,keine Vorehen
      -Lebend in deutschland

      Kann jemand abschätzen bei welcher Variante die Trauung ->Familienzusammenführung am schnellsten funktioneirt? Unser Ziel ist es das meine Frau noch dieses Jahr zu mir nach DE kommen kann

      Mit hoher wahrscheinlichkeit würde ich auch die Agentur Ahrens beautragen. Hat jemand Erfahrung gemacht?


      Gruss
    • Ich persönlich finde es in Deutschland am einfachsten. Macht mal beide einen Termin beim Standesamt und geht die Liste der Unterlagen durch. Die sind in der Regel ganz froh, wenn Ihr das so macht, weil dann weniger Fehler passieren und nicht noch Dokumente nachgefordert werden müssen (was ja auch für die nervig ist).

      Sie muss zu hause ein paar Sachen organisieren, was das ist, erfahrt Ihr vom Standesamt. Dabei ist eine Reise nach Kyiv notwendig, da einiges noch dort beurkundet werden muss.

      Sobald die Unterlagen da sind, gehen die zum Amtsgericht. Dort dauert es zwischen 1 und 3 Monaten. Bei uns war das irgendwas bei eineinhalb Monaten. Aber eine Garantie gibt es nicht (ebensowenig wie wenn man in UA geheiratet hat).

      Der Vorteil: sobald die Ehe im deutschen Standesamt geschlossen ist, geht Ihr direkt weiter zum Ausländeramt, bekommt Visum und Arbeitserlaubnis für sie. Außerdem ist es gut, wenn die deutschen Behörden von Anfang an mit an Bord sind, das schafft in der Regel Vertrauen und Wohlwollen, wodurch am Ende vieles leichter und reibungsloser wird.
    • Bin jetzt nicht ganz sicher, ob ich Dich richtig verstanden habe.

      sbmiles21 schrieb:

      danke für die Info.Soweit ich es verstanden habe, muss jedoch die Ukrainische Trauung nicht zwingend im deutschen Standesamt eingetragen werden(nach Aussage von meinem Standesamt), damit sie eine Aufenthaltsgenehmigung bekommt.
      Du meinst mit "ukrainischer Trauung" die kirchliche? Die muss ja ohnehin in Deutschland nicht eingetragen werden. Insofern könnt Ihr Euch kirchlich trauen lassen, wo Ihr wollt.

      Was die standesamtliche Seite betrifft, heiratet Ihr entweder in UA, dann müsst Ihr die Eheschließung hier melden und anerkennen lassen, oder Ihr heiratet hier, dann habt Ihr etwas Vorlauf, danach aber sofort Visum und Arbeitserlaubnis.

      Da sie ja dank Visafreiheit jeweils für 90 Tage hier in Deutschland sein darf, braucht sie auch kein Heiratsvisum (das war früher mal). Sie muss nur aufpassen, dass sie die entsprechenden Zeiten einhält, da es sonst natürlich etwas peinlich würde...
    • -Ukrainische Trauung meine ich: Standesamt in Ukraine
      -Kirchliche ist nicht geplant

      Was heisst Melden? Meinst du beim deutschen Standesamt melden und erst dann kann Sie eine Visum erhalten? Soweit ich weiss hat das deutsche Standesamt nichts mit dem erhalt des Visums nach Trauung beim Standesamt zu tun.

      Das melden beim Standesamt in deutschland ist mit sicherheit für andere Dinge wichtig, aber für das Visum meine ich nicht (meinte mein Standesamt hier so). mhhh?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sbmiles21 ()

    • sbmiles21 schrieb:

      -Ukrainische Trauung meine ich: Standesamt in Ukraine
      -Kirchliche ist nicht geplant

      Was heisst Melden? Meinst du beim deutschen Standesamt melden und erst dann kann Sie eine Visum erhalten? Soweit ich weiss hat das deutsche Standesamt nichts mit dem erhalt des Visums nach Trauung beim Standesamt zu tun.

      Das melden beim Standesamt in deutschland ist mit sicherheit für andere Dinge wichtig, aber für das Visum meine ich nicht (meinte mein Standesamt hier so). mhhh?
      Natürlich hat das Standesamt mit dem Visum selber nichts zu tun. Es muss jedoch bestätigen, dass ihr tatsächlich verheiratet seit, und somit die Vorraussetzungen für die Aufenthalts-, später Niederlassungserlaubnis erfüllt sind.

      Die richtige Vorgehensweise sollte eigentlich daraus bestehen, als 1. beim Ausländeramt vorzusprechen, welche Unterlagen beigebracht werden müssen, damit die Ehefrau das Visum, besser Aufenthaltserlaubnis erhalten kann. Und diese werden euch dann schon sagen können, ob ihr das Standesamt ebenfalls einbeziehen müsst.
    • Standesamtliche Trauung da, wo man auch vorhat, später zu leben.
      Wollt ihr in DE leben, dann heiratet auch am besten hier.

      Schön fände ich es dann, im Anschluss, eine kirchliche Trauung im anderen Land - also dann in der UA - zu machen, auch aus Respekt der Familie der Braut gegenüber und um die schöne Feier der Ukrainer "mitzumachen"... ;)

      Aber das sind nur meine Ideen!
      Gruss,
      ChristophVIE