RSS-Bot Huffington Post Trump und die Mafia: Wie schmutziges Geld aus Russland den Erfolg des heutigen US-Präsidenten ermöglichte

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      Neu auf Huffington Post: Trump und die Mafia: Wie schmutziges Geld aus Russland den Erfolg des heutigen US-Präsidenten ermöglichte

      Huffington Post schrieb:

      • In den 1990er-Jahren ist Donald Trump hoch verschuldet gewesen

      • Der Fall der Sowjetunion kommt ihm gerade recht - vor allem das Geld, dass von dort zu ihm fließt

      • Doch dieses Geld stammt aus kriminellen Quellen - und von einem der gefährlichsten Mafia-Bosse der Welt


      Anfang der 90er-Jahre hat Donald Trump Geldprobleme. Massive Geldprobleme.

      Sein "Castle Casino" in Atlantic City verliert in den Jahren 1990 und 1991 insgesamt 93,2 Millionen Dollar. Auch das "Trump Regency Hotel" macht im Jahr 1991 8,3 Millionen Dollar Verlust, 29,2 Millionen Dollar gar das "Trump Plaza Casino" im gleichen Jahr. So berichtet es die "New York Times".

      Im Jahr 1990 habe Trump 3,4 Milliarden Euro Schulden angehäuft, "es wurde erwartet, dass der Stand seines Privatkontos unter eine Million Dollar fällt", schrieb die Zeitung. Einige Finanzexperten gehen sogar von 4 Milliarden Euro Schulden bei 70 verschiedene Banken aus, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

      Gut für Trump, dass mitten in seiner finanziellen Misere die Sowjetunion zusammenstürzt. Denn aus Russland fließt in den folgenden Jahren Geld in Trumps Geschäfte - viel, sehr viel Geld. Es rettet ihn vor dem Bankrott und legt den Grundstein für seinen zukünftigen Erfolg, der ihn bis ins Weiße Haus tragen wird.

      Doch, so belegt es ein aufwändig recherchierter Artikel des US-Magazins "New Republic", das Geld kommt aus verruchter Quelle. Und zwar von der russischen Mafia und einem der gefürchtetsten Bosse der Welt: Semjon Mogilewitsch.

      Trump und das schmutzige Geld aus Russland



      Im Jahr 1999 gibt Mogilewitsch der BBC ein Interview. Der geborene Ukrainer und "Boss der Bosse" in der russischen Mafia ist zu diesem Zeitpunkt längst Milliardär. "Wo bitte soll die russische Mafia in den USA sein?", fragt Mogilewitsch den BBC-Journalisten. Es gäbe keine Russen in den US-Parlamenten oder Aufsichtsräten. "Wo also sind die Verbindungen?"

      Laut dem Artikel der "New Republic": Bei Donald Trump. Genauer genommen, in seinem Wirtschaftsimperium. "Eine Untersuchung öffentlicher Akten ergibt ein klares und verstörendes Bild", schreibt das Magazin. "Trump schuldet einen großen Teil seines wirtschaftlichen Erfolges einem Zustrom von höchst bedenklichen Geldern aus Russland."

      Mehr zum Thema: Donald Trump hat Hunderte Millionen Dollar an Schulden - auch bei der Deutschen Bank

      Insgesamt 13 Personen mit bekannten oder vermuteten Verbindungen zum russischen Mob oder russischen Oligarchen hätten Appartements im Trump Tower besessen, darin gelebt oder sogar kriminelle Machenschaften von dort aus organisiert, schreibt "New Republic". Durch viele von Trumps Immobilien und Casinos seien Millionen von schmutzigem Geld geflossen.

      Trumps russische Kunden



      Das lässt sich in vielen Fällen sogar nachweisen:

      ► Im Jahr 2015 wurde Trumps "Taj Mahal Casino" die höchste Strafe aufgebrummt, die je ein Casino bezahlen musste. Der Vorwurf: Jahrelanges, bewusstes Brechen der Gesetze gegen Geldwäsche.

      ► Die US-Nachrichtenseite "Bloomberg" taufte den "Trump World Tower" in New York einst den "Tower der Oligarchen". Nach seiner Fertigstellung im Jahr 2001 sei ein Drittel der Appartements in den Stockwerken 76 bis 82 in den Händen reicher Russen gelandet.

      ► Im März diesen Jahres veröffentlichte die Zeitung "USA Today" eine Recherche unter dem Titel "Trumps Wirtschaftsnetzwerk beinhaltet auch russische Gangster". Demnach habe Trump mindestens 65 Wohnungen an fadenscheinige Personen aus Russland verkauft.

      ► Der "Miami Herald" publizierte im Oktober 2016 eine ähnliche Recherche: Gegen 13 Käufer von Trump-Immobilien in Florida ermittele die US-Regierung, weil sie diese als "Mitglieder einer amerikanisch-russischen Gruppe des organisierten Verbrechens" sehe.

      ► Im selben Monat erschien in der "Financial Times" ein Artikel, der Trumps Luxushotel "Trump SoHo" in Verbindung mit einem Geldwäsche-Netzwerk brachte.

      ► Brisant: Ein Geschäftspartner Trumps, ein Mann namens Felix Sater, wurde später von der "New York Times" als Krimineller enttarnt - mit Verbindungen zum russischen Boss Semjon Mogilewitsch, schreibt "New Republic". Noch bis ins Jahr 2010 hinein habe sich Slater mit einer Visitenkarte ausgewiesen, die ihn als "führenden Berater von Donald Trump" vorstellte.

      ► Noch viel brisanter: Laut "New Republic" lebte die rechte Hand von Mogilewitsch, Wjatscheslaw Iwankow, der die Geschäfte der Russenmafia in den USA leiten sollte, jahrelang im "Trump Tower". Nur ein Stockwerk unter einer Wohnung, die Donald Trump selbst gehört haben soll.

      Was wusste Donald Trump über die Mafiageschäfte in seinem Umfeld?



      Wie tief war Donald Trump in diesen russischen Mafiasumpf verwickelt? War er sich der schmutzigen Deals bewusst, die inmitten seiner Geschäftswelt vonstatten gingen?

      Bis heute gibt es keine Beweise, die das nahelegen. Und natürlich streitet Trump jegliche Verdächtigung und Anschuldigung ab. Den kriminellen Geschäftspartner Felix Slater etwa will er nie gekannt haben, zitiert "New Republic" aus einer Anhörung Trumps. Vor dem Gesetz ist der Milliardär also unschuldig.

      Dennoch: Trump hat von den Geschäften mit den russischen Oligarchen und Mafiosi enorm profitiert. Und er hat auch keinerlei Abstand von ihnen genommen. Noch im Jahr 2008 prahlte sein Sohn Donald Trump Jr., die Familienfirma erhalte "eine große Menge an Geld" aus Russland.

      "Über Jahrzehnte hinweg haben Trump und seine Organisation ihre Geschäfte in Russland aggressiv vorangetrieben und versucht, Investoren und Käufer für seine wichtigsten Immobilienprojekte zu gewinnen", schreibt "New Republic". Russische Gangster hätten von seinen Besitztümern aus Geldwäsche, Erpressungen sowie Geschäfte mit Glücksspiel und Drogen betrieben. "Im Gegenzug haben sie Trumps Geschäfte gerettet und ihm erlaubt, sein Image neu zu erfinden."

      Das lasse am Ende nur einen Schluss zu: "Ohne die russische Mafia wäre Donald Trump nicht der Präsident der Vereinigten Staaten."

      Mehr zum Thema: Wer Trumps Russland-Affäre verstehen will, muss der Spur des Geldes folgen

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      (mf)
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