Klitschko siegt durch K.o. und Verletzung

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    • Klitschko siegt durch K.o. und Verletzung

      Klitschko siegt durch K.o. und Verletzung
      Kurzer
      Auftritt des Box-Weltmeisters in Köln: Vitali Klitschko hat zur
      Verteidigung seines Schwergewichts-WM-Gürtels am Samstag (19.03.2011)
      nur drei Minuten gebraucht. Für seinen Herausforderer Odlanier Solis aus
      Kuba waren ein Schlag an die Schläfe und eine Knieverletzung
      verhängnisvoll.


      [IMG:http://1.1.1.1/bmi/www.sportschau.de/sp/boxen/news201103/18/img/vitali_klitschko_512x180.jpg] Klitschko (re.) brauchte nur drei Minuten.
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      Der
      30-jährige Herausforderer konnte die in ihn gesetzten hohen Erwartungen
      trotz eines boxerisch guten Auftrittes nicht erfüllen. Solis, der als
      Amateur Olympiasieger und Weltmeister wurde, bekam am Ende einer
      ausgeglichenen ersten Runde einen Schlag an die linke Schläfe. Beim
      Stolpern nach hinten zog sich der Schützling von Manager Ahmet Öner
      offenbar eine Knieverletzung zu. "Ich denke, beim Fallen habe ich mir
      weh getan, ich muss mich vertreten haben", erklärte Solis nach dem
      Kampf. Öner, der vor dem Kampf noch getönt hatte, sein Boxer werde
      Klitschko in die Box-Rente schicken, sagte nach einer ersten ärztlichen
      Untersuchung, Solis habe sich vermutlich einen Kreuzbandriss oder einen
      Bänderriss im rechten Knie zugezogen. Solis wurde noch in der Nacht zur
      genaueren Untersuchung in ein Krankenhaus eingeliefert.

      Bis zur Verletzung ausgeglichene erste Runde

      [IMG:http://1.1.1.2/bmi/www.sportschau.de/sp/boxen/news201103/18/img/gen/_fc593b5e585ab31f36cf6282a58338f8_256.jpg] [IMG:http://1.1.1.4/bmi/www.sportschau.de/sp/layout/img/icons/lupe.gif]Beim Wiegen schauten beide Boxer noch optimistisch. Nach dem Kampf musste Solis (re.) ins Krankenhaus.
      Klitschko konnte sich nach dem schnellen Ende
      des Kampfes zunächst gar nicht richtig freuen. Stattdessen schimpfte er
      auf die Ecke von Solis ein, unterstellte dem Kubaner Schauspielerei. Vor
      dem Duell hatte der ältere der beiden boxenden Klitschko-Brüder noch
      von seinem schwersten Gegner gesprochen. Begleitet wurde das Geschehen
      von einem minutenlangen Pfeifkonzert des Publikums. Die rund
      18.000 Zuschauer hatten sich auf eine packende Pflichtverteidigung des
      Weltmeisters gegen den früheren Amateur-Weltmeister gefreut.


      [IMG:http://1.1.1.5/bmi/www.sportschau.de/sp/boxen/news201103/18/img/gen/_a3056cd48e93d5c9feef3dd8398c8688_256.jpg] [IMG:http://1.1.1.4/bmi/www.sportschau.de/sp/layout/img/icons/lupe.gif]Vitali Klitschko feierte den 42. Sieg im 44. Kampf (Archivbild)
      In den drei Minuten des Duells war neben dem
      üblichen Abtasten in der ersten Runde tatsächlich ein Hauch boxerischer
      Klasse bei beiden Faustkämpfern zu sehen. Solis wich den Schlagversuchen
      von Klitschko mit einem flexiblen Oberkörper aus und versuchte sich mit
      Schwingern von außen. Der Kubaner, der immer wieder mit starkem
      Übergewicht in den Ring stieg, wirkte körperlich fitter als bei seinen
      letzten Kämpfen. Weltmeister Klitschko punktete mit dem Jab, konnte
      seine krachende Rechte aber nicht unterbringen und dominierte das Duell
      nicht wie sonst gewohnt. Der für Solis verhängnisvolle Schlag an die
      Schläfe war der erste richtige Treffer des Champions. Klitschkos Trainer
      Fritz Sdunek ärgerte sich nach dem vorzeitigen Ende: "Es hätte ein
      spannender Kampf werden können. Aber so ist Boxen."

      Erstmals seit zehn Jahren Erstrunden-K.o für Klitschko
      Der
      drei Minuten-Kampf in Köln war für Klitschko der erste Sieg seit zehn
      Jahren, den er bereits in der ersten Runde einfahren konnte. Insgesamt
      feierte er den 42. Erfolg im 44. Kampf. Seit zehn Kämpfen in Folge ist
      der 39-jährige Ukrainer nun ungeschlagen. In seinem insgesamt
      14. WM-Kampf verteidigte er den WBC-Gürtel zum achten Mal erfolgreich.
      Für Solis war es das erste Mal, dass er seit seinem Profidebüt im Jahr
      2007 den Ring als Verlierer verließ. Zuvor war er 17 Mal siegreich
      geblieben. "Ich bin nicht an Niederlagen gewöhnt. Damit muss ich jetzt
      erstmal klarkommen", verließ Solis enttäuscht und humpelnd den Ring.

      Stand: 19.03.2011, 23:32