Heute vor 50 Jahren

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    • Heute vor 50 Jahren

      Da wollte ich doch gerade etwas googlen und da fiel mir dieses Bild auf. Google ändert die Bilder zu den underschiedlichsten Anlässen.

      [IMG:http://img.photobucket.com/albums/v725/Saftschubse/firstmaninspace11-hp-js.png]

      Heute vor 50 Jahren startete der Oberst der sowjetischen Luftwaffe Juri Gagarin in der Wostok 1 als erster Mensch in den Weltraum. Dabei umkreiste er in 108 Minuten die Erde und landete im Wolga-Gebiet nahe der Stadt Saratow.

      Gagarin war natürlich fester Bestandteil meiner Kindheit. Ich erinnere mich an den Pionierpark Wuhlheide und das sich darin befindliche Kosmonautenzentrum.

      Juri Gagarin

      Das war doch mal eine angenehme Erinnerung oder "Blast from the past" wie man so schön sagt :thumbup:
    • Egal, er war nun einmal der ERSTE da oben und danach ein Medien Pop Star der UDSSR

      MOSKAU VERÖFFENTLICHT GEHEIMAKTENSo starb Juri Gagarin wirklich KREML-DOKUMENTE: DER ERSTE MANN IM WELTALL WAR KEIN GUTER PILOT




      [IMG:http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/yurigagarin_20383438_mbqf-1301480475-17165516/3,h=343.bild.jpg]

      JURI GAGARINGeheimakten: Er war kein guter Pilot 11. Juli 1962: Juri Gagarin winkt den Menschen in London zu

      Foto: AP

      09.04.2011 22:16 Uhr
      Am 12. April 1961 flog der erste Mensch ins Weltall. Der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin (damals 27) schrieb Geschichte, wurde zum Idol des Ostblocks. Nur sieben Jahre später stürzte er in einem MiG-Kampfjet ab, kam ums Leben.

      Moskau – Zum 50. Jahrestag des ersten bemannten Raumflugs hat der Kreml jetzt bislang als geheim eingestufte Akten zum tödlichen Flugzeugabsturz Gagarins freigegeben. Daraus geht hervor: Der gefeierte Kosmonaut war ein äußerst unerfahrener Pilot!
      Wie die Zeitung „Die Welt“ berichtet, hatte Gagarin bis 1960 bloß 247 Flugstunden absolviert, darunter lediglich 23 unter schwierigen Wetterbedingungen! Anders als stets von den Ostblock-Medien behauptet, war Gagarin demnach kein tollkühner und mit allen Wassern gewaschener Flieger – sondern ein Anfänger.

      HINTERGRUND

      [IMG:http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/102-jpg_20420116_mbqf-1301933319-17251942/2,h=111.bild.jpg]

      bild.de/news/ausland/juri-gaga…tleben-17158620.bild.htmlJURI GAGARINDie letzten Geheimnisse des 1. Menschen im All

      ERSTER WELTRAUMFLUGJuri Gagarins Abschiedsbrief

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      mehr...

      bild.de/news/ausland/juri-gaga…pilot-17342498.bild.html#
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      Nach seinem Weltraumflug 1961 saß Gagarin zunächst gar nicht mehr in einem Cockpit, flog erst ab 1965 wieder regelmäßig. Der „Welt“ zufolge jedoch nie mehr als 46 Stunden im Jahr.

      Das hätte nach den sowjetischen Richtlinien eigentlich nicht genügt, um die Zulassung zum Steuern von Düsenflugzeugen zu behalten. Für den Weltraum-Helden Gagarin drückten die Offiziellen aber beide Augen zu...

      Zu Gagarins tödlichem Absturz am 27. März 1968 selbst steht in den jetzt veröffentlichten Akten, aller Wahrscheinlichkeit nach habe der Raumfahrer bei einem Routineflug mit einer MiG-15 im März 1968 einer Wettersonde ausweichen wollen.

      Das „brüske” Ausweichmanöver sei die wahrscheinlichste Ursache für das Unglück, las der ranghohe Kremlvertreter Alexander Stepanow bei einer Pressekonferenz aus einem Dossier der Untersuchungskommission vor, die sich mit dem Vorfall befasst hatte. Gagarin sei bei schwierigen Wetterbedingungen abgestürzt.

      Für weniger wahrscheinlich hielt die Kommission demnach, dass Gagarin vermeiden wollte, in eine Wolkendecke zu geraten.
      Um den Absturz Gagarins ranken sich zahlreiche Gerüchte. Hartnäckig hält sich die These von einem Komplott des KGB. Auch die Verwicklung eines zweiten Flugzeugs in den Absturz wird für möglich gehalten, ebenso wie ein technisches Problem an der Unglücksmaschine. Es wurde aber auch spekuliert, dass der damals 34-Jährige mangels Trainings verunglückte oder sogar betrunken war.



    • Juri Gagarin - Held der Menschheit: Vor 50 Jahren begann das Zeitalter der bemannten Raumfahrt


      weltderwunder.de.msn.com/techn…x?cp-documentid=156982250Hündin Laika war aber schneller..... :brav:


      [IMG:http://estb.msn.com/i/D4/508381A6E22755C75044D8CEB2CC.jpg]
      Bild: AFP


      Juri Gagarin sollte zwar der erste Mensch im All werden, nicht aber das erste Lebewesen: Bereits 1957 wurde die Hündin „Laika" an Bord des Satelliten „Sputnik 2" in den Weltraum geschossen. Tragischerweise starb Laika bereits wenige Stunden nach dem Start - wie man heute weiß, waren Überhitzung und Stress die Gründe für das vorzeitige Ableben der Hündin. Dennoch galt die Mission als Erfolg; die während Laikas' Flug gewonnen Daten waren enorm wichtig für die Planung des ersten bemannten Raumflugs von Juri Gagarin, der nur vier Jahre später stattfand.
    • Ja Bild ist gut:

      krissa60 schrieb:

      Nach seinem Weltraumflug 1961 saß Gagarin zunächst gar nicht mehr in einem Cockpit, flog erst ab 1965 wieder regelmäßig. Der „Welt“ zufolge jedoch nie mehr als 46 Stunden im Jahr.

      Das hätte nach den sowjetischen Richtlinien eigentlich nicht genügt, um die Zulassung zum Steuern von Düsenflugzeugen zu behalten. Für den Weltraum-Helden Gagarin drückten die Offiziellen aber beide Augen zu...

      Genau, bloß warum hatte er seinen Ausbilder mit Flugzeug als er abstürzte?
    • icke schrieb:

      Genau, bloß warum hatte er seinen Ausbilder mit Flugzeug als er abstürzte?
      Weil er angeblich selber viel zu wenig Erfahrung und Flugpraxis gehabt haben soll... ( mehr war nicht in Erfahrung zu bringen )

      Um den Absturz ranken sich zahlreiche Gerüchte. Hartnäckig hält sich die These von einem Komplott des KGB. Auch die Verwicklung eines zweiten Flugzeugs in den Absturz wird für möglich gehalten, ebenso wie ein technisches Problem an der Maschine. Es wurde aber auch spekuliert, dass Gagarin mangels Trainings verunglückte oder sogar betrunken war. In der Tat musste Gagarin, der in der Sowjetunion als Held verehrt und als solcher unter speziellem Schutz stand, jahrelang für die Erlaubnis kämpfen, ein Flugzeugsteuern zu dürfen.

      Das wohl wichtigste Dokument befasst sich mit Gagarins Tod, der bislang von zahlreichen Legenden umrankt gewesen ist. So wurde spekuliert, er sei möglicherweise auf Befehl von Staats- und Parteichef Leonid Breschnew „beseitigt“ worden. Oder: Gagarin sei volltrunken abgestürzt. Einer anderen Version zufolge sollen mehrere der gewaltigen Abfangjäger vom Typ Suchoi Su-15 versehentlich in die Nähe von Gagarins kleinem und altem Schulflugzeug Mig-15 gerast sein und den Absturz verursacht haben. Offiziell wurde seinerzeit nur bekannt gegeben, der Tod sei die Folge „einer unglücklichen Verkettung verhängnisvoller Umstände“. Das heizte die Gerüchteküche an.

      Der jetzt vollständig freigegebene Untersuchungsbericht vom 4. September 1968 zeichnet ein völlig anderes Bild. Juri Gagarin war anders als von den sowjetischen und allen anderen Ostblock-Zeitungen öffentlich dargestellt kein herausragender Pilot, sondern ganz im Gegenteil weitgehend unerfahren.
      Bis zu seiner Nominierung zum Kandidaten für den ersten Start ins All im März 1960 hatte Gagarin insgesamt lediglich 247 Flugstunden absolviert, davon sogar nur 23 unter schwierigen Wetterbedingungen. 1961/62 flog er gar nicht als Pilot, 1963 lediglich neun Stunden und 1964 wieder nicht. Erst ab 1965 saß der erste Kosmonaut wieder regelmäßiger in einem Cockpit, doch niemals mehr als 46 Stunden im Jahr, was nach den sowjetischen Richtlinien nicht genügte, damit er seine Zulassung zum Steuern von Düsenflugzeugen behielt. Das aber war für den Sowjet-Helden Gagarin natürlich kein Problem.

      Dennoch brauchte auch Gagarin eine Qualifikation. Um seine Ausbildung, die er 1960 unterbrochen hatte, abzuschließen, sollte er am 27. März 1968 seine Befähigung zum Alleinflug mit Maschinen des Typs Mig-15 erwerben. Also startete er mit dem erfahrenen Kampfpiloten und Ausbilder Wladimir Seregin, der mehr als 4000 Flugstunden Erfahrung hatte, zu einem Prüfungsflug.
      Laut dem Bericht der Untersuchungskommission sollte er in einer für Kunstflugmanöver freigehaltenen Zone unter anderem eine Acht mit einer Neigung von 60 bis 70 Grad fliegen, zwei horizontale Rollen, einen Sturzflug mit nachfolgender Kampfkurve, einen Looping und einen halben Looping.
      Allerdings war die Vorbereitung ungenügend, wie die Experten nachträglich feststellten. Seregin gab Gagarin keine Anweisungen, wie der Flug durchzuführen sei. Auch der obligatorische Flugplan, der alle Informationen zum Flug enthielt, konnte nicht gefunden werden. Die gewählte Route führte außerdem gefährlich nahe an anderen Trainingsflügen vorbei. Zudem war das Höhenmessradar auf dem Luftwaffenstützpunkt in Tschkalow ausgefallen.

      Die Maschine, eine zweisitzige Trainingsversion der Mig-15, war in schlechtem technischen Zustand und zudem mit Außenbordtanks versehen, obwohl diese die Aerodynamik des Flugzeuges stark verschlechterten und deshalb bei geplanten Kunstflugmanövern streng verboten waren. Warum Seregin trotz aller dieser Mängel bei seiner Erfahrung dennoch den Flug nicht absagte, konnte die Kommission nicht ergründen.
      „Was dann folgte, kann man ohne Zweifel dem russischen Schlendrian und einer gefährlichen Selbstüberschätzung der beiden Piloten zuschreiben“, urteilen der russische Historiker Sergej Kudryaschow und sein Kollege Matthias Uhl vom Deutschen Historischen Institut (DHI) in Moskau. Kudryaschow, ebenfalls Mitarbeiter am renommierten DHI, war im Archiv auf die Unterlagen gestoßen.
      Um 10.19 Uhr starteten Seregin und Gagarin, ohne Informationen über das Wetter, denn der Wetterbeobachtungsflug war nur eine Minute zuvor wieder gelandet. Um 10.25 Uhr zeigte sich, dass die Sichtverhältnisse über dem Übungsgelände schlecht waren, weshalb Seregin das Programm von den vorgesehenen 20 Minuten Prüfung auf nur vier Minuten reduzierte. Diesen Teil absolvierte der erste Kosmonat offenbar erfolgreich, denn um 10.29 Uhr meldete er sich beim Tower von Tschkalow, dass er nun zurückfliegen wolle. Kurz darauf bestätigte er, die Erlaubnis dafür erhalten zu haben – dann riss der Kontakt ab.

      Die Untersuchung des Wracks zeigte, dass die Mig-15 in einem Winkel von 50 bis 55 Grad in den Boden gebohrt hatte, zudem mit einer leichten Rechtsneigung. Die Geschwindigkeit beim Aufschlag betrug 660 bis 670 Stundenkilometer. Das Höhenruder war deutlich ausgestellt, Seitenruder und Trimmung aber hatte Gagarin nicht betätigt. Die Kommission stellte fest, dass weder der Kosmonaut noch sein Fluglehrer einen Versuch gemacht hatten, sich aus dem Flugzeug zu katapultieren. Sie waren offenbar von irgendetwas vollkommen überrascht worden, was zu ihrem Absturz führte. Die gerichtsmedizinische Untersuchung zeigte keine auffälligen Ergebnisse.
      Die Experten schlossen aus ihren Ergebnissen, dass Gagarins Flugzeug bei einem abrupten Manöver in einen kritischen Flugzustand geriet. Weil die Aerodynamik durch die angehängten Zusatztanks reduziert war, gelang dieses Manöver nicht. Wegen der geringen Flughöhe konnten weder der Anfänger noch der Fluglehrer die Maschine abfangen. Weil an der Unglücksstelle die Überreste von Radiosonden gefunden wurden, schlussfolgerte die Untersuchungskommission, dass Gagarins Flugzeug wohl mit einem Wetterballon kollidiert war, dadurch außer Kontrolle geriet und abstürzte.

      Drei für die Mängel in Tschkalow verantwortliche Generäle erhielten einen strengen verwies, doch dabei blieb es. Juri Gagarin wurde in einem Staatsakt an der Kremlmauer beigesetzt, wo seine Urne bis heute ruht. Wenig großzügig zeigte sich das sowjetische Politbüro übrigens gegenüber den Hinterbliebenen: Gagarins Frau bekam zwar eine erhebliche Einmalzahlung von 5000 Rubel, seine Eltern je 1000 Rubel. Doch die lebenslange Rente für die Witwe wurde von ursprünglich vorgesehenen 250 Rubel auf 200 Rubel gekürzt.
      Sergej Kudryaschow wundert sich: „Ich verstehe nicht, warum diese Unterlagen so lange geheim gehalten wurde. Denn so mussten ja Spekulationen ins Kraut schießen.“ Letztlich sei Gagarins Tod nicht „sowjetuntypisch“ gewesen. Sein deutscher Kollege Matthias Uhl überrascht am meisten, dass der gefeierte Held gemessen an seinen Flugstunden „kaum mehr als ein fortgeschrittener Anfänger gewesen“ sei.