Bierkonsum in Tschechien geht kontinuierlich zurück

  • Die Tschechen, die jahrelang zu den größten Konsumenten von Bier gehörten, schränken ihren Verbrauch zunehmend ein. Die durchschnittliche Menge von Bier, die in einer Woche getrunken wird, fiel von 9,5 Litern im Jahr 2007 auf 7,7 Liter im Jahr 2011. Dies geht aus einer Umfrage des Verbandes tschechischer Bierbrauer hervor. Grund sei ein Wechsel des Lebensstils, so der Leiter des Verbandes, Jan Veselý. Der Druck auf die Bevölkerung wachse, sie verbringen mehr und mehr Zeit bei der Arbeit. Männer gehen im Schnitt dreimal die Woche ein Bier trinken, während Frauen nur knapp zweimal wöchentlich dem Gestensaft zusprechen. Noch 2007 und 2008 sind Männer viermal die Woche Bier trinken gegangen. Von 26 Prozent im Jahr 2007 auf derzeit noch 15 Prozent hat sich auch die Gruppe derjenigen Männer verringert, die jeden Tag Bier konsumieren.

    Quelle: Radio Prag

    Karasek

  • Die Tschechen, die jahrelang zu den größten Konsumenten von Bier gehörten, schränken ihren Verbrauch zunehmend ein.


    Ich habe in Prag immer einen absolut hervorragenden tschechischen Rotwein genossen. Wenn dort etwas so gutes wächst, gibt es offenbar gute Alternativen zum Bier :russian:

  • Ein Hopfenanbaugebiet ist auch immer für den Weinanbau geeignet. Wobei hauptsächlich in Mähren tatsächlich Wein angebaut wird. Aber auch rund um Prag findet man ein paar Weinberge.

    Karasek

  • Der Rückgang des Bierkonsums könnte eventuell mit den relativ hohen Bierpreisen in Supermärkten zusammenhängen. 0.5l Starobrno kostet 11 CZK, für Pilsner und Staropramen muss man schon ein paar mehr Kronen auf den Tisch legen. Die Preise erinnern mich da etwas an deutsche Preise.

    Anders sieht es in den Kneipen und Gaststätten aus. Das billigste was ich bisher gesehen habe war 19 CZK für 0.5l Starobrno. Bei mir in der Kneipe um die Ecke liegt der halbe Liter bei 23 CZK und in der Innenstadt bei 26 - 33 CZK. Vielleicht holt man sich einfach nicht mehr allzu schnell mal eine Flasche im Supermarkt eben wegen der "deutschen" Preise.

    Zum Thema Arbeit hat karasek Recht, gearbeitet wird hier scheinbar viel. Selbst auf den Baustellen stehen die Jungs auch jeden Sonntag pünktlich um 7 und gehen ihrer Arbeit nach.

    Zum Thema Wein in Mähren. Nun da sitze ich hier in Brno ja quasi an der Quelle aber Wein ist nicht so mein Ding. Bin vor kurzem aber auf diese Website gestossen. Hier werden auch "Weintouren" angeboten.

    Mähren und Schlesien

  • Quote

    Der Rückgang des Bierkonsums könnte eventuell mit den relativ hohen Bierpreisen in Supermärkten zusammenhängen.


    Eigentlich trinkt der Tscheche ja gar kein Bier zu Hause. Die Kneipe (hospoda, pivnice) ist das Mass der Dinge.

    Karasek


  • Eigentlich trinkt der Tscheche ja gar kein Bier zu Hause. Die Kneipe (hospoda, pivnice) ist das Mass der Dinge.

    Karasek

    Nicht in Brno, zumindest nicht was ich bisher gesehen habe. Das mag von Region zu Region unterschiedlich sein. Die Kneipe bei mir um die Ecke ( Wohngebiet mit Ein / Zwei Familienhäusern ist eigentlich nie gut besucht und wenn dann sinds immer nur die gleichen Gesichter an der Bar.

    Die Innenstadt gehört den Studenten. Aus diesem Grund scheint sie Samstag Nachts auch tot zu sein denn viele von ihnen fahren nach Hause.