Es sind nicht nur die Sanktionen, welche der Wirtschaft Russlands schweren Schaden zufügen, sondern auch der Umstand, dass Putin die Wirtschaft auf Kriegswirtschaft umgestellt hat. Es wird dadurch massenhaft sinnloses Militärgerät produziert, welches vom Staat aufgekauft in der Ukraine zerstört wird. Sowas hält auf die Dauer keine Volkswirtschaft aus.
Ich selber hoffe nicht, dass der Krieg bis 2026 andauern wird. Sollte es so sein, wird die Ukraine bis dahin so derartig geschwächt und zerstört sein, sodass sie aus eigener Kraft beim besten Willen nicht mehr auf die Beine kommen wird. Es wird bis dahin an allem Fehlen, wie z. B. finanziellen Mitteln, Infrastruktur, Produktionsmitteln und nicht zuletzt auch Manpower. Vor meinem geistigen Auge sehe ich dann das Strassenbild, welches ich aus den 60er Jahren noch in Erinnerung habe. Damals gehörten die Kriegsversehrten noch zum alltäglichen Strassenbild. Genauso wird sich das Strassenbild in der Ukraine auch darstellen, eben nur viel, viel schlimmer und dramatischer.
Vor einem Machtwechsel in Russland habe ich nach wie vor panische Angst. Putin, und seine Entourage, werden selber am besten Wissen, was sie ihrem Land, und vor allen Dingen auch der Ukraine, an schrecklichen Dingen angetan haben. Keinesfalls werden die sich der Verantwortung stellen, und gar Strafen in kauf nehmen. Friedlich werden die sich daher niemals aus dem Regierungsgeschäft vertreiben lassen, und sicherlich genügend Gefolgsleute finden, welche bereit sind, zum allerletzten Mittel, was auch immer das sein wird, zu greifen. Das Beste wäre wirklich, wenn man die gesamte Machtclique einfach umlegt. Nur, bis man in Russland in größerem Umfang an einen Machtwechsel nachdenkt, wird noch viel zu viel Wasser die Moskwa herunterfließen.