Die Luft in Russland scheint immer dünner zu werden. So ist die Treibstoffproduktion scheinbar reichlich zurückgegangen, Benötigt werden wohl so um die 115000 to pro Tag, produziert werden aber nur noch 80000 to. Die fehlenden Mengen sollen auf dem Weltmarkt dazugekauft werden. Mit ziemlicher Sicherheit wird das so einfach nicht funktionieren. Desweiteren sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Treibstoffproduktion vorzugsweise wohl nur noch weit im Osten Russlands stattfindet, benötigt werden die Treibstoffe aber vorrangig im Westen des Landes, wo eben auch der größte Teil der Bevölkerung lebt.
Desweiteren plant Russland wohl, die Staatsausgaben für den zivilen Bereich um 35 % zu kürzen. Was darunter zu verstehen ist, ist momentan noch etwas nebulös. Schließlich fallen darunter Ausgaben für den Erhalt und die Erneuerung von Infrastruktur (Straßen, Schulen, Krankenhäuser, etc.), aber auch Renten, Löhne für Beamte und den Sicherheitsapparat, Feuerwehr.... Man darf gespannt sein, wie und wo gekürzt werden soll. Gleichzeitig wurde angekündigt, 15 % der Beamten zu entlassen. Nun gut, diese Maßnahme gehört sicherlich mit zu den Kürzungen im zivilen Bereich, wird aber vermutlich dazu führen, dass der russischen Staat handlungsunfähiger wird.
Auf gar keinem Fall gespart werden soll bei den Ausgaben für das Militär und den Zinszahlungen für die Staatskredite. Wobei ich darauf tippe, dass letzteres oberste Priorität genießt. Denn, bleiben die Zinszahlungen aus, werden die betreffenden Staatsanleihen sofort fällig. Dann steht der Staatsbankrott Russlands im Raum.
Derweil weitet die Ukraine ihre Drohnenkampagne gegen Russland aus. Selenskyj hat Russland schon damit gedroht, zukünftig täglich 1000 Drohnen nach Russland zu schicken. Die Kapazitäten dafür scheint die Ukraine (und wohl auch die westlichen Unterstützer) zu haben. Neben Wildberries und Ozon sollen wohl nun auch die vielen kleineren Internetdistributionsnetzwerke in Angriff genommen werden. Ziel dieser Maßnahme soll wohl auch sein, die vorraussichtlich kommende Mobilisierung Russlands erheblich zu erschweren. Die russischen Soldaten werden nun mal keinesfalls komplett ausgestattet, und kaufen daher fehlende Ausrüstungsgegenstände bei den gängigen Händlern nach. Nur, wenn es diese nicht mehr gibt, wird es schwierig und teuer.
Tja, und wie es scheint, plant mindestens unsere Regierung die Maßnahmen Russland gegenüber zu verschärfen. Ursachen dafür sind wohl die immer schwerwiegender werdenden hybriden Attacken Russlands, welche teilweise eigentlich schon den Charakter eines offenen, heißen Konfliktes haben. So viel anders lässt sich der Einsatz sprengstoffbeladener Drohnen nicht deuten. Es ist wohl einzig dem schlechten Ausbildungsstand der eingesetzten Akteure zu verdanken, dass diese Angriffe nicht erfolgreich waren.