Fotocollage Kiew 1941/42/43 und heute

  • In der UA Pravda wurde wieder mal eine sehr schöne Fotocollage eingestellt.
    Ehrlich gesagt ich mag diese Bilder sehr gerne sehen, so als Zeitreise auf nur einem Foto dargestellt!

    http://www.istpravda.com.ua/artefacts/2013/05/9/123478/#0

    Liebe russische Gemeinde, ich will Euch ein Geheimnis verraten. Bandera ist nicht der Präsident der Ukraine. Stepan Bandera ist seit 1959 tot.

  • Hallo,

    das sind echt tolle Bilder, ich finde die Bearbeitung wirklich gut. "Zeitreise auf einem Foto" trifft es dabei echt gut. Weißt du, wo ich mehr solcher Bilder finden kann? Nicht zwingend Osteuropa-relatiert.

    mfg

  • In der UA Pravda wurde wieder mal eine sehr schöne Fotocollage eingestellt.
    Ehrlich gesagt ich mag diese Bilder sehr gerne sehen, so als Zeitreise auf nur einem Foto dargestellt!

    http://www.istpravda.com.ua/artefacts/2013/05/9/123478/#0

    Was hat das mit "Kiew Zeitreise" zu tun? Da stehen deutsche Soldaten in Kiew. Sind die nun Teil von Kiew?

    Aber wehe Du sagst etwas zu Oberschlesien und Pommern. Das waeren wirkliche Zeitreisen!!!!!!!!!!

    Uebrigens gab es gestern diese Diskussion in der Rada. Eine "Zeitreise" braucht Kiew nun wirklich nicht"

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    Edited once, last by Rene (May 24, 2013 at 7:18 AM).

  • Sehr interessant. Warum sollte hier irgendwer etwas hineininterpretieren wollen. Die deutsche Besatzung gehört nunmal zur Geschichte und die entsprechenden Symbole waren damals eben allerorten präsent. Mit denen der Kommunisten war es ja nicht anders.

    :lol:

  • Warum sollte hier irgendwer etwas hineininterpretieren wollen.


    Ich sag mal so, Russland ist ja nicht weit weg. Dort habe ich in den Medien zum Jahrestag des Sieges in diesem Jahr eine ganz krasse Tendenz für mich festgestellt. Alles, aber auch alles was nur einen Schatten auf die ruhmreiche Sowjetarmee werfen könnte, wurde in verschieden Artikeln verbissen und schon fast aggressiv bekämpft. Die Flecken, die nach Perestroika auf der weißen Weste der sowjetischen Armee entstanden sind, die gibt es nicht mehr. Die waren sowieso nur ein Ergebnis der westlichen Geschichtsfälschung im ewigen Bestreben des Westen das große Russland klein zu kriegen.
    In diesem Sinne wären Fotomontagen mit Fotos der Befreier sicherlich ok. Aber so?

  • Dank der hartnäckigen Argumentation von Rene (siehe Oberschlesien und Pommern (verschoben aus Fotocollage in Kyiv))
    und dem Link von Festus, (siehe St. Petersburg 'verschmolzen' mit Leningrad) ist mir klar geworden, was bei mir ein gewisses Unbehagen auslöste.

    Bei den Bildern aus Leningrad, sind ja auch ein paar Bilder aus Berlin dabei. Den Reichstag kennt man ja aus den verschiedensten Kunstwerken auf den die Sieger und Befreier dargestellt sind. Das hat in mir keine Emotionen geweckt. Russische Panzer auf der Straße des 17. Juni reißen mich auch nicht vom Hocker. Solche stehen ja schon seit Ewigkeiten am 17. Juni als Denkmal.
    Beim letzten Bild habe ich doch etwas geschluckt. Im modernen Berlin stürmen Rotarmisten eine U-Bahnstation. Was soll mir das sagen? Passt mal uff, wir können jeder Zeit wieder kommen?
    Interessanter Weise belegt gerade diese U-Bahnstation, dass man historische Bilder auch einfach so vermitteln kann. In der U-Bahnstation (es geht um die Station Frankfurter Allee der U5) sind Bilder in der Wand eingelassen, die den Bahnhof im Wandel der Zeit darstellen. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es da auch ein Foto mit riesigem Stalinbildnis. Das finde ich interessant. Das ist authentisch. Da brauche ich keine Kunst. Deshalb habe ich für mich beschlossen, die Collagen als Kunst zu betrachten. Und Kunst muss ja nicht jedem gefallen XD

  • Quote

    Deshalb habe ich für mich beschlossen, die Collagen als Kunst zu betrachten.


    Genau das war m. E. vom Künstler auch so gemeint. Ich würde da nicht so furchtbar viel "politisches" hineininterpretieren.

    Wenn man sich für Geschichte interessiert, dann ist es spannend, auf einem Foto zusammengestellt, zu sehen, wie die Stelle/Straße/das Gebäude damals aussah und wie man es heute kennt.

    Wenn man durch die Straßen einer älteren Stadt oder eines Dorfes geht, dann muß man sich vergegenwärtigen, daß z. B. über die selbe Straße früher vor 70, 100 oder auch 500 Jahren bereits Menschen langgegangen sind, Kutschen gefahren sind, Kinder gespielt haben.

    Wenn ich mir den zentralen Platz unserer Stadt (mehr als 750 Jahre alt), über den jetzt der Autoverkehr rauscht (wie langweilig), so ansehe, dann weiß ich aus Büchern, daß genau hier bereits Menschen vor Jahrhunderten mit Zylinderhüten, Bauern mit Pferdefuhrwerken etc. langgegangen/gefahren sind.

    Im Grunde wollte der osteurop. Künstler mit seinen Collagen nichts anderes ausdrücken. (Vorher / Nachher-Vergleich.) Das er die damalige Kriegszeit zum Vergleich auswählte - nun ja, das liegt insbesondere im Falle von Leningrad/Petersburg auf der Hand.