Gedanken zur aktuellen Situation

  • Sach mal, Dante. Ich habe jetzt gehört das nicht nur das Brot auf der Krim teurer wird auf der Krim, was schon für Unmut sorgt, sondern das die neuen russischen Staatsbürger auf der Krim im wehrfähigen alter jetzt eingezogen werden :phat: Und zwar in die russische Armee und nicht grad mal um die Ecke direkt auf der Krim, sondern tief in Russland.
    Jedenfalls ging das aus einem Gespräch zwischen zwei Frauen auf der Krim hervor!

  • Sach mal, Dante. Ich habe jetzt gehört das nicht nur das Brot auf der Krim teurer wird auf der Krim, was schon für Unmut sorgt, sondern das die neuen russischen Staatsbürger auf der Krim im wehrfähigen alter jetzt eingezogen werden

    Hab ich bis jetzt nichts gehört. Die Freundin meiner Mutter hat einen Sohn, die haben am Sonntag erst noch telefoniert.

    Die warten momentan auf ihre "russischen" Pässe.

    Brot ist generell teurer geworden (Krim und Osten).

    Mir ist nur bekannt, dass einige Medikamente extrem teuer geworden sind und in Jalta gibt es momentan nur eine(russische) Bank, weil die ukrainischen Banken alle geschlossen wurden.

    "Übertriebene Toleranz ist ein Beweis des Misstrauens gegen das eigene Ideal"
    Friedrich Nietzsche

  • Russians Invade Donetsk (VIDEO)


    DONETSK, Ukraine – It’s no longer about amateurs. There is a full-scale war going on, and it’s fought by professionals. The Russians are here – and they’re making a grab for power in eastern Ukraine.

    If there was ever any doubt, it was quashed this week when separatist leaders and fighters here opened up to journalists about their Russian roots. In interviews with the Kyiv Post, Vice News, and the Financial Times, fighters in the so-called Vostok Battalion identified themselves as Russian citizens, with several saying they were from the Autonomous Republic of Chechnya.

    Despite the overwhelming evidence to the contrary, top Russian officials have repeatedly denied the presence of Russian troops in eastern Ukraine. Most recently, Ramzan Kadyrov, the head of the Chechen Republic denied claims that he was responsible for sending Chechen mercenaries to fight alongside separatists in eastern Ukraine, saying that such accusations were wholly “untrue.”

    Still, Kadyrov did not deny that Chechens are fighting in Ukraine, adding, “If somewhere in the conflict zone somebody saw a Chechen, that’s their personal business.”
    .....
    http://www.kyivpost.com/content/ukrain…tsk-350001.html

  • hab ich gestern auch gelesen..

    das hier sind auch 2 sehr interessante Interviews:

    Командир батальйону "Донбас": Зараз сепаратисти візьмуть стільки, скільки ми їм дамо взяти

    Командир батальона "Донбасс" никогда не снимает балаклаву, когда общается с журналистами. Толком не известно, Семен Семенченко - это его настоящее имя или псевдоним. Ему не нужна лишняя слава, хотя о важных операциях батальона на востоке Украины Семен отчитывается в социальных сетях.

    Сейчас он приехал в Киев, чтобы сформировать новый батальон Национальной гвардии. Каждый день звонят человек 100-150. Добровольцев отбирают, затем они проходят медкомиссию и отправляются в тренировочный лагерь внутренних войск.
    http://www.pravda.com.ua/articles/2014/05/30/7027556/

    Антон Пригодський: Які можуть бути претензії до Ахметова, якщо він нікому нічого не обіцяв?

    Экс-регионал Антон Пригодский собирается уйти из политики после окончания полномочий нынешнего парламента. Человек, который много лет входил в ближайшее окружение Януковича, согласился пообщаться с "Украинской правдой" о причинах падения бывшего товарища и процессах, которые вспыхнули на Донбассе весной 2014 года.

    – Мы познакомились сперва на охоте, пересекались на стрелковых стендах. Потом он стал заместителем губернатора, я стал депутатом областного совета, а он был председателем областного совета. Так и развивались наши отношения, начиная с 1993-94 годов, – вспоминает Пригодский начало дружбы с Януковичем.
    ....
    http://www.pravda.com.ua/articles/2014/05/30/7027521/

    In der Summe wird dann deutlich was und wer hinter den Vorgängen im Osten steht. Die "alten" Oligarchen jedenfalls waren und sind es nicht....

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    Bürger von Volnovakha bitten um Verzeihung bei den Westukrainern.
    Ein paar Leute organisieren eine kleine Trauerveranstaltung an der Stelle, wo vor einigen Tagen eine Brigade der ukrainischen Armee zusammengeschossen wurde.
    Gestandene Männer sagen da mit belegter Stimme:"Das haben wir so nicht gewollt". "Wir sind doch eine Ukraine"

  • Naja, ich hab die letzten Tage daheim genutzt um mal bisschen Meinungen einzuholen hier in Lviv und mir bekanntem Umland.
    Hab gestern in "meiner" Autowerkstatt einen Offizier getroffen, der ein paar Tage von der Front zurück ist und bald wieder los muss. Der Umnut war ziemlich gross. Fehlende Ausrüstung, selbst an Munition mangelt es. Das Vorgehen der Armeeführung bei allem Verständnis für den Versuch zivile Opfer zu vermeiden wird auch mehr und mehr hinterfragt, denn es kostet Soldaten das Leben.
    "Es könnte schon lange zu Ende sein" sagte der Mann gestern zu mir, "was soll eine Armee, die ihre Mittel nicht nutzt im Krieg ? Wir hätten die schon lange verteiben können."

    Auf ZIK macht die Meldung Schlagzeilen, das grosse Mengen der von den Amerikanern gespendeten Lebensmittelpakete verschwunden seien.
    Eine Einheit aus den Karpaten soll sich weigern gen Osten auszurücken weil die nötigsten Ausrüstungen fehlen.
    usw...

    Wenn die Ukrainer diese Probleme nicht lösen wird bald niemand mehr bereit sein in diesen Krieg zu ziehen.
    Ich war die Woche auf der Datscha, ist in einem kleinen Dorf 80km östlich von Lviv Richtung Kiev. Die hatten nur 2 Tage vor meinem Kommen 3 ihrer jungen Leute zu Grabe getragen.
    Natürlich stellt man sich dort die Frage nach dem wofür.

    Und je länger es dauert wird der Westen mehr genervt sein durch die entstehenden Probleme beim Geschäftemachen und die Ukrainer dazu drängen einen Handel abzuschliessen der Putins Zielen entspricht. Die sich hinter den so wohlklingenden Worten Dezentralisierung und Regionalisierung verbergen...
    Dann war alles umsonst, vom Maidan bis zu den Opfern jetzt.

    Für den Sprachkundigen lohnen sich diese Videos:

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    Wer Гроші sucht bei youtube findet noch mehr davon

    Edited 2 times, last by toto66 (June 1, 2014 at 5:31 PM).

  • Ein schöner Film über den Maidan mit deutschen Untertiteln:

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  • "Es könnte schon lange zu Ende sein" sagte der Mann gestern zu mir, "was soll eine Armee, die ihre Mittel nicht nutzt im Krieg ? Wir hätten die schon lange verteiben können."


    Ende ist NICHT im Sicht, weil die Grenze offen ist. Und wie kann man denn zu machen? Es ist über 1000 km lang :crazy: Gestern fuhren über 29 LKW wieder nach Donbas. Und das sind Autos, die man gesehen hat... Ende wird dann sein, wenn es Putin sagt und aufhört seine Leute und Waffen zu liefern.

    "Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst sind."
    Matthäus 5:3


  • Ende ist NICHT im Sicht, weil die Grenze offen ist. Und wie kann man denn zu machen? Es ist über 1000 km lang :crazy: Gestern fuhren über 29 LKW wieder nach Donbas. Und das sind Autos, die man gesehen hat... Ende wird dann sein, wenn es Putin sagt und aufhört seine Leute und Waffen zu liefern.

    Problem ist nicht die Grenze, Problem besteht darin, dass Kiew kein vernünftiges Plan hat, nicht nur für Donbass, sondern überhaupt. Das Land ist ausgeraubt, der neue President kein macht hat und alles in Anarchismus versenkt.

  • Ich denke, die Ukraine muss Militäraktion aufhören, sonst sich Bürgerkrieg auf andere Gebiete verbreitet. Dieser Krieg in Donbass kann nicht gewonnen werden.


    Es ist kein Bürgerkrieg. Ein Bürgerkrieg findet zwischen Bürgern desselben Landes statt. Hier führen Söldner fremder Länder in der Ukraine einen Stellvertreterkrieg gegen die Mehrzahl der ukrainischen Bürger der entsprechenden Territorien.

    “Wer ein wirklicher Sucher nach der Wahrheit werden will, muss mindestens einmal im Leben möglichst alles angezweifelt haben.” – René Descartes

  • Problem ist nicht die Grenze, Problem besteht darin, dass Kiew kein vernünftiges Plan hat, nicht nur für Donbass, sondern überhaupt. Das Land ist ausgeraubt, der neue President kein macht hat und alles in Anarchismus versenkt.


    Das ist eine Behauptung, die Russland gern verbreitet. Kiew hat einen Plan, oder hast du die Rede von Poroschenko nicht gehört oder einfach nur nicht verstanden?

    “Wer ein wirklicher Sucher nach der Wahrheit werden will, muss mindestens einmal im Leben möglichst alles angezweifelt haben.” – René Descartes


  • Es ist kein Bürgerkrieg. Ein Bürgerkrieg findet zwischen Bürgern desselben Landes statt. Hier führen Söldner fremder Länder in der Ukraine einen Stellvertreterkrieg gegen die Mehrzahl der ukrainischen Bürger der entsprechenden Territorien.

    Ja, klar :) In Kosovo war Bürgerkrieg, keine Terroristen. :)))

    In Donbass umgekehrt. :)

    In Saraewo, die Serben aus Haubitz erschossen waren arme Leute. In Slavjansk, die Ukrainer aus Haubitz erschossen, sitzen nur Terroristen, klar.


    Ich bin in Donezk Gebiet geboren worden, in Druzhkovka, neben Kramatorsk und Slajavjansk, meine Angehörigen leben da, fast alle. Und ein Paar Dutzend meiner Mitschüler auch. Ich kommuniziere jeder Tag mit diesen Leuten, deshalb brauche kein Medien-Quatsch.

    Alles hat angefangen nicht mit Söldnern, sondern mit Punkt gerade nach Majdan, wenn Pravy Sektor hat angefangen, Leute aus Berkut heimlich abzuschlachten. Und Berkut hatte ein Wahl, entweder zu sterben - samt mit Familien, oder sich verteidigen. Kramatorsk wurde von Anfang von Berkut besetzt.

    Rußland spielt mit, aber keine Hauptrolle, und das bestreitet in der Ukraine eigentlich niemand. Sogar Semenchenko, also Kommandeur von Bataillon "Donbass".

    http://www.pravda.com.ua/articles/2014/05/30/7027556/

    Edited once, last by Romanus (June 10, 2014 at 9:31 AM).


  • Das ist eine Behauptung, die Russland gern verbreitet. Kiew hat einen Plan, oder hast du die Rede von Poroschenko nicht gehört oder einfach nur nicht verstanden?

    OK, und wie sieht sein Plan aus? :)

    Poroschenko hat Majdan finanziert, aber konnte keine Folgen berechnen, er wollte Präsident sein, aber nicht im Land, wo Bürgerkrieg geht.

    Für dieser Zustand hat er kein Plan und kann keine haben.


  • Ich bin in Donezk Gebiet geboren worden, in Druzhkovka, neben Kramatorsk und Slajavjansk, meine Angehörigen leben da, fast alle. Und ein Paar Dutzend meiner Mitschüler auch. Ich kommuniziere jeder Tag mit diesen Leuten, deshalb brauche kein Medien-Quatsch.

    Alles hat angefangen nicht mit Söldnern, sondern mit Punkt gerade nach Majdan, wenn Pravy Sektor hat angefangen, Leute aus Berkut heimlich abzuschlachten.


    Ja das hat man euch erzählt. Ich habe in zahlreichen Videos Leute mit Holzknüppeln und Schilden gesehen die versuchten, die von Berkut und Snipern verwundeten und getöteten Freunde zu retten. Heimlich abgeschlachtet wurden und werden immer noch Maidananhänger. Da du so viele Freunde in der Gegend von Kramatorsk und Salviansk hast, frag die doch mal, ob sie wissen, wo die 8 OSCE-Mitarbeiter sind und wie es ihnen geht. Ach noch eine andere Frage, wie ging es deine Freunden unter Janukowitsch und warum bist du nicht mehr dort?

    “Wer ein wirklicher Sucher nach der Wahrheit werden will, muss mindestens einmal im Leben möglichst alles angezweifelt haben.” – René Descartes

  • Mir geht dieses Gelaber von "Kiev" und "Donbass" mittlerweile richtig auf den Senkel.
    Hat irgendjemand, der diese Behauptungen aufstellt sich mal die Staatshaushalte der UA der letzten 5 Jahre angeschaut ? Wohin fliesst den das Geld, das Kiev einsammelt ? Wer hat zB von der EM profitiert ? Wie schon zu Zeiten der unseeligen SU wird in Kiev investiert und in den Zentren des Ostens des Landes, dort, wo die Oligarchen sitzen.
    "Leute aus berkut heimlich abschlachten samt mit Familien", na solche Äusserungen kommen direkt aus den Propagandazentralen des Kremls. Und sie sind einfach unwahr.
    Wer der Berkut ist denn wo heimlich abgeschlachtet wurden ? Einfach nur Humbug und ich, viele hier wissen es, beziehe meine infos auch nicht aus den Medien, die gesamte Familie meiner Frau, viele unserer gemeinsamen Freunde leben in und um Lugansk.
    Abgeschlachtet und gekidnappt, geraubt, gefoltert wird vor allem und fast ausschliesslich von der Seite, die man als die prorussische bezeichnte. Die Opfer reichen von OSZE-beobachtern über Kommunalpolitiker, Journalisten bis zu einfachen Bürgern und Studenten.
    Vielleicht dazu eine kleine Geschichte, man kann sie glauben oder auch nicht. Am Haus gegenüber des Hauses der Mutter meiner Frau gabs vor 10 Tagen eine länger andauernde Schiesserei.
    Dort wohnt eine stadtbekannte Drogenhändlerclique, die sich sofort nach Beginn der Unruhen den Separatisten angeschlossen hat. Naja, wenns iwo Kashis gibt muss man hin. Andere Clique kam wohl auch beizeiten auf diese Idee und nun schwer bewaffnet beschloss wohl iwer die Sache mal auszuschiessen. Vier Autos kamen die Strasse heraufgerast, uniformierte Männer sprangen heraus und eröffneten sofort das Feuer. Das Gefecht zwischen den verfeindeten Banden mit der Autorität von "Sicherheitskräften" der Volksrepublik Lugansk" dauerte fast eine halbe Stunde, 5 weitere Wohnhäuser wurden in Mitleidenschaft gezogen und es hinterlies einen Toten und 2 Verletzte. Und natürlich zutiefst erschreckte und fassungslose Bürger.
    Ich bin ziemlich genau darüber informiert wer da in Luhansk die Waffen trägt und was da läuft. Erzähl mir also nichts vom "Volk", das gegen die da in Kiev kämpft.
    Und, werter Romanus: im Kosovo ermordeten die Serben innerhalb weniger Stunden 7000 wehrlose Menschen auf eine Art die Europa seit Hitler und Stalin nicht mehr gesehen hatte. Unter anderem, das sollte man nicht vergessen, wenn man die Dinge auf die Waage legt und beginnt zu vergleichen.

  • [quote='Romanus','index.php?page=Thread&postID=31005#post31005']
    Da du so viele Freunde in der Gegend von Kramatorsk und Salviansk hast, frag die doch mal, ob sie wissen, wo die 8 OSCE-Mitarbeiter sind und wie es ihnen geht. Ach noch eine andere Frage, wie ging es deine Freunden unter Janukowitsch und warum bist du nicht mehr dort?

    Also, unter Janukowitsch hat mein Brüder, der in Kramatorsk lebt und als Fachmann in KZTS arbeitet, hatte Lohn 4500 hryvnja, 1 EUR damals =10 EUR, jetzt 16, kannst Du selber zählen. Preise sind gestiegen. Erdgas kostet 2 Mal mehr, als 6 Monaten früher. Und unter Janukowitsch ukrainische Armee keine unkrainische Städte bombardiert. Das war Vorteil.

  • Tja, aber in Kramatorsk und Druzhkovka Bürgerwehr hat alle Banditen weggejagt, Drogenhandel ist gestorben, keine Rowdys auf der Strassen, Alkohol ist Tabu, usw.

    Klar, in Bürgerkrieg nicht alle lupenrein, da gibt es verschiedene Gruppen und kriminelle auch.