Gedanken zur aktuellen Situation

  • Ich habe lange wieder mal ein bisschen lust Gewisse Leute aufzuklären :thumbup:
    Für mich und einigen anderen ist Adolpf Wladimir Putin der 2 Hitler :dash:
    Es kann nicht sein das er die Ukraine die Krim entzieht. jetzt können wir darauf warten wenn diese über 4 Millionen Russen in Deutschland brühlen helfe uns :rotfl:
    Haben die Russen nicht genug bekommen duch die Wiedervereinigung :bye:
    Wir haben jetzt noch zu kämpfen an diese verseuchten Flächen von der Roten Armee :dash:
    Jetzt versucht er seine Macht durch sein Öl und Gas wieder herzustellen duch steigende preise.
    Normaler weise gehört er vor das Tribonal in Den Haag für seine Morde an Ukrainischen Menschen und kindern.
    genau wie dieser Flugzeugabsturz in der ukraine.
    Mir sollte es nicht wundern den Absturz der Polnischen Regierung in Russland 8)
    Ich finde es auch eine Schweinerei das sich unsere Angela mit solcher Person umarmt in Brasilien bei der WM :cursing:
    Wie kann ein Ex Bundeskanzler Schröder mit dieser Person zusammen arbeiten.
    Es geht nur um PROFIT :happy:
    Was sind die prorussischen Separatisten das sind seine Leute Offiziere im KGB heute in Odessa 2 tage später in Donezk :thumbup:
    und das für mehr als 500 us dollar am tag.
    Ich wäre dafür mal wenn sich genug leute finden eine Demo in Berlin zu machen vor der Russischen Botschaft gegen diesen Völkermord in der Ukraine.
    Aber leider geht es ja uns Deutschen noch zu gut denkt mal an diese unschuldigen toten aus Holland was können diese friedlichen Bürger dafür.
    Beschamend das Tote Beklaut werden und Separatisten sich mit Kinderspielzeug Fotografieren lassen :dash:
    Putin kann seine Propaganda weiter führen in den Medien in Russland ich hoffe nur das gewisse russen bald aufwachen.
    In Deutschland gibt es ja auch kein Schwarzen Kanal von Eduhard von Schnitzler mehr aber in Russland beginnt er neu XD

  • Und die Ukraine: der überwiegend russisch sprechenden Bevölkerung im Osten eine gewisse Autonmie zugestehen. 2 Sprachigkeit a Priori.
    ( Beispiel NL: in der Provinz Friesland ist die Hauptsprache friesisch - Amtssprache niederländisch )
    Diese Menschen fühlen sich russisch - da ist nicht falsches dran. Aber sie leben auf dem Territorium der Ukraine und haben Rechte aber auch Pflichten.
    Man könnte Ihnen auch freibleibend anbieten zu emigrieren. Aber ich denke, dass die Mehrheit hiervon keinen Gebrauch machen würde, wenn die umkämpften Gebiete befriedet wären.

    Diese vermeintliche historische Spaltung ist meiner Meinung nach Propaganda ukrainischer und russischer Nationalisten und ist mit der Instrumentalisierung der Ängste auf beiden Seiten bei der Bevölkerung auf fruchtbaren Boden gefallen.

    Es gibt kulturelle Animositäten zwischen Ost und West. Der Zentralstaat in Kiew war nie beliebt, weil man der Ansicht ist, den industriell schwachen Westen durchfüttern zu müssen.

    Nativ hatten aber diese Animositäten nie das Potential, existieren seit 20 Jahren, für einen "Bürgerkrieg", der ja faktisch keiner ist, weil sich die Ukraine momentan in einem asymmetrischen Konflikt mit Russland befindet.
    Dies war nur durch hollywood-reife Propaganda aus dem Kreml möglich und der Dummheit der alten Interimsregierung, die mit ihren nationalistischen Aussagen perfekte Vorlagen für den Kreml geliefert haben.


    Die Kinder in der Schule haben ukrainisch gelernt, zu hause wird russisch gesprochen. Hier wurde niemand unterdrückt oder, abgesehen von politischen Nationalisten, hat sich auch niemand unterdrückt gefühlt im Alltag.
    Das ganze ist ziemlich inszeniert.


    Mit den von den Oligarchen finanzierten Milizen kann man über eine Föderalisierung der Ukraine verhandeln, das ist ja auch ihr Ziel, Biz as usual - ohne zuviel Eu und Putin.

    Für die GRU Einheiten muß eine internationale Lösung mit Russland gefunden werden.

    Die Mafia-Banditen sind Aufgabe der zukünftigen Ordnungskräfte bzw. der Oligarchen.

    Sorgen machen mir eher die Neo-Faschisten aus Russland (Ausnahme Pawel Jurjewitsch Gubarew, obwohl dieser geistig in Moskau "erzogen" wurde und re-importiert wurde). Diese Leute wollen ihr kleines "Neu-Russland" als Teil des neuen eurasischen Großrusslands.
    Hier sehe ich nur die Möglichkeit, dass der FSB aufräumt, wenn die nützlichen Idioten nicht mehr nützlich sind oder eben sich die anderen Gruppierungen durchsetzen.

    Wobei hier Putins innenpolitisches Problem zum Tragen kommt, da er sich die Hardliner und Nationalisten im eigenen land politisch zu Nutze gemacht hat. Falls diese mächtiger als die Oligarchen seien sollten, kann Putin nicht zurückrudern, wenn er nicht als Verräter oder Schwächling dastehen will, da auch ein Großteil seiner aktuellen Popularität beim Volk eben auf dieser nationalistischen Romatik basiert, die Einheit und Stärke suggeriert.

    Welcher Zweig sich im Kreml durchsetzt ist offen, genauso welchen Weg Putin gehen wird, um seine Macht zu sichern...

    "Übertriebene Toleranz ist ein Beweis des Misstrauens gegen das eigene Ideal"
    Friedrich Nietzsche

    Edited 2 times, last by Dante (July 31, 2014 at 3:36 PM).


  • Ob es uns zu gut geht in Deutschland oder den Niederlanden kann ich beurteilen und ich denke wir haben grosse Unterschiede in Reich und Arm in unseren Gesellschaften.
    Gut, gegenüber den früheren Sovjetstaaten haben wir den unbestreibaren Vorteil, dass wir bereits seit 1945 eine quasi Demokratie durch die West - Alliierten wie eine Käseglocke drüberbekommen haben.
    Aber Executivorgane waren aber bis gegen Mitte der 1970er durch Altnazis besetzt. Aufgräumt hatte die RAF mit denen und dem politischen Establishment.
    Ich sehe hier gewisse Parallelen zu Russland, wo Alt -Commies ja noch immer ihre Strippen ziehen, bis in die höchsten Kreise, aber mit dem Unterschied, dass die nur Ihre Pfründe wahren wollen, die Alt - nazis waren auf Rehabilitation aus !!!! Aber ob sich in Russland eine echte Opposition mit dem Ziel eines demokratischen Rechtsstaates etablieren kann, wage ich nach heutigem Erkenntnissstand zu bezweifeln. Dazu müssten alle Strippenzieher erst katalogisiert, publiziert und zu guter letzt executiert werden.
    Frage: wer hält dann den Laden am Laufen ? ?(

  • Und die Ukraine: der überwiegend russisch sprechenden Bevölkerung im Osten eine gewisse Autonmie zugestehen. 2 Sprachigkeit a Priori.

    Es ist schon zu spät. Kiewer Regierung hat größe Fehler gemacht, wenn im März russisch, als zweite offizielle Sprache abgeschafft wurde. Wenn Geschrei in Osten ist begonnen, Turtschinow hat entsprechende Gesetzt nicht unterschrieben, aber das war schon zu spät. Wenn ein Gewehr hat geschossen, man kann ein Kugel nicht fangen und wieder in Lauf zu stecken.

    Einzige Möglichkeit, Kampfhandlungen zu stoppen und dann irgendwelche friedliche Plan erarbeiten. Dieser Krieg ruiniert Ukraine.

    Edited once, last by Romanus (August 1, 2014 at 1:26 PM).

  • Mit den von den Oligarchen finanzierten Milizen kann man über eine Föderalisierung der Ukraine verhandeln, das ist ja auch ihr Ziel, Biz as usual - ohne zuviel Eu und Putin.

    Putin wollte genauso, mit Medwedtschuk als Gouverneur in Donezk und Schufritsch in Luhansk, aber Strelkov mit Rogozin in Hintergrund haben solche Plan torpedierten.

    Oligarchen, wie z.B. Achmetow, z.Z. haben nichts zu sagen. Sein Kokerei in Altschewsk ist durch ukrainische Feuer zerstört, d.h. seine Kohlegruben und Hochofens nächste 3-4 Wochen werden stillgelegt - totale schaden.

    Und die Bergarbeiter mit den Stahlschmelzern gehen zu Strelkov.

    Quote

    Welcher Zweig sich im Kreml durchsetzt ist offen, genauso welchen Weg Putin gehen wird, um seine Macht zu sichern...

    Neo-Imperialisten setzen durch, ohne oder und aber.

    Edited 2 times, last by Romanus (August 1, 2014 at 1:32 PM).

  • Ich glaube, ich habe ihn endlich gefunden, meinen neuen Avatar :D
    Ukrop heißt auf deutsch übersetzt eigentlich ganz einfach Dill. Das Wort Ukrop wird mittlerweile von russischen Separatisten, Terroristen, Nationalisten ... gern als Schimpfwort benutzt.

    Nee, Nee ich habe nicht meine Überzeugung geändert. Nur der ukrainische Präsident Poroschenko hatte heute so einen Aufnäher auf seiner Uniform und hat mal allen erklärt, was Ukrop tatsächlich heißt.

    http://news.liga.net/news/politics/…pisyu_ukrop.htm

    UkrOp - український опір - ukrainischer Widerstand :ua-prapor-big:

  • Ich glaube, ich habe ihn endlich gefunden, meinen neuen Avatar :D
    Ukrop heißt auf deutsch übersetzt eigentlich ganz einfach Dill. Das Wort Ukrop wird mittlerweile von russischen Separatisten, Terroristen, Nationalisten ... gern als Schimpfwort benutzt.

    Nee, Nee ich habe nicht meine Überzeugung geändert. Nur der ukrainische Präsident Poroschenko hatte heute so einen Aufnäher auf seiner Uniform und hat mal allen erklärt, was Ukrop tatsächlich heißt.

    http://news.liga.net/news/politics/…pisyu_ukrop.htm

    UkrOp - український опір - ukrainischer Widerstand :ua-prapor-big:


    So baut man sich aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, ein Haus! :)

    “Wer ein wirklicher Sucher nach der Wahrheit werden will, muss mindestens einmal im Leben möglichst alles angezweifelt haben.” – René Descartes

  • Hat Kiew Streubomben eingesetzt ?

    Quote from "zitat"


    Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat der ukrainischen Regierung vorgeworfen, in den Kämpfen gegen die pro-russischen Separatisten im Osten des Landes wiederholt Streubomben eingesetzt zu haben.
    In einer Untersuchung von HRW, gemeinsam mit der "New York Times", werden zwölf Vorfälle aufgeführt, bei denen insgesamt sechs Menschen getötet worden seien. Unter anderem sei am 2. Oktober auch ein Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) getötet worden.
    Ukrainische Regierung widerspricht
    ......

    Quelle: tagesschau.de

    Auch wenn alle Beteiligten immer wieder bei den schlimmen Ereignissen dementieren, denke ich doch, dass auf beiden Seiten wesentliches Unrecht geschehen ist.
    Wenn sich oben zitierte Meldung allerdings als wahr herausstellt, wie müsste man sie werten ?
    Vergleichbar dem MH-17-Abschuss ? Oder schwerwiegender, weil der Flugzeugabschuss noch als "dilettantisches Versehen" (immerhin haben die Separatisten ja anfangs den Abschuss einer UA-Maschine bejubelt, bevor ihnen die Tragweite des Abschusses klar wurde) eingestuft werden kann ?

    Splitterbomben, Minen uä stellen für mich eine neue Dimension dar, da sie doch sehr langfristige zerstörerische Auswirkungen auf umkämpfte Gebiete haben.
    Unabhängig vom Benutzer bin ich über den Einsatz sehr enttäuscht. Man verseucht ein Land damit .....

  • Für mich gibt es zwei Spekulationen:
    Die erste ist die welche von der ukrainischen Seite favorisiert wird, dass es eine gezielte Falschinformation der Terroristen ist. Kann sein.
    Die zweite ist, dass es tatsächlich wieder dilettantisches Versehen ist. Welchen Grund gebe es gezielt solche Kassettenbomben durch die ukrainische Armee einzusetzen? Mir will da nichts plausibles einfallen. Andererseits gibt es diese Munition noch aus sowjetischen Zeiten. Ich weiß nicht ob und wie die gelagert ist. Gibt es die auch im Donbass? Kann es sein, dass Leute die auf der Suche nach Munition für ihre Gradraketenwerfer waren, die falschen Kisten gegriffen haben?
    Mir gab der Videobericht zu denken. In der Animation war zu sehen, wie mit solchen Streubomben ein Gebiet von einem Fußballfeld platt gemacht wird. Dagegen sah die Spurensuche, ein paar Einschläge in der Straße oder in dem Auto irgendwie sehr oberflächlich aus. Ich hätte eine zerstörte Umgebung erwartet. Aber das sind meine dilettantischen Vorstellung.

  • Ich kenne keinen sauberen Krieg und den hat es auch noch nie gegeben.

    Jede Nation in einem Konflikt begeht Kriegsverbrechen, egal welche Seiten - demokratisch, kommunistisch, faschistisch, kapitalistisch usw. - völlig egal.
    Hier gibt es keine Guten oder Bösen - es liegt in der Natur eines Krieges.

    Uranmunition, Streubomben, Napalm, Anti-Personen Minen usw., usw - was vorhanden ist wird auch eingesetzt.

    Die Schuldfrage ist für mich irrelevant, weil sie nur zu dem logischen Schluß eines "gerechten" Krieges für die jeweilige Partei führt. Das ist ein denkfaules und naives Fazit.

    "Übertriebene Toleranz ist ein Beweis des Misstrauens gegen das eigene Ideal"
    Friedrich Nietzsche

  • Schuldfrage...
    Mir geht es auch weniger um "Schuld" als um die Fakten wie die Situation gehandhabt wurde. Obwohl man natürlich schon sagen kann, bei einem Einsatz solcher Waffen läd man eine gewisse Schuld auf sich....

    Human Rights Watch gilt als neutrale Organisation, so dass eine Unterschiebung unwahrscheinlich, eine schlampige Recherche allerdings möglich ist.

    Generell hat die Ukraine natürlich in diesem Konflikt das Problem, dass sie gegen eine zwar relativ kleine Gruppe (Ansammlung kleiner Gruppen) von "Separatisten" kämpfte, diese aber scheinbar eine unerschöpfliche Quelle an Nachschub hatten (Ansonsten wäre der Spuk vermutlich früher zu Ende gegangen)
    Aus Sicht der Separatisten und wahrscheinlich auch eines Teils der Zivilbevölkerung dieser Regionen ist die neue ukrainische Regierung "der Feind".
    Aus Sicht der Regierung sollten aber nur die Separatisten "der Feind" sein, die Zivilbevölkerung gilt es ja in eine neue Zukunft mitzunehmen.

    So betrachtet ist es schon ein Unterschied, ob ich diese Waffen gegen rein militärische Gebiete einsetze oder gegen Mischgebiete Militär/Zivilbevölkerung (wobei die gerade wegen der langen Nachwirkungen generell nicht genommen werden sollten).
    Kann natürlich auch sein, dass die Separatisten die benutzt haben, das Donetsker Gebiet ist ja in wechselndem Besitz gewesen.

    Die Variante, dass man einfach nur das nächstbeste auftreibbare an Munition genommen hat, ist natürlich auch nicht auszuschliessen; würde ich aber auch auf beiden Seiten als Möglichkeit sehen (die Regierungstruppen waren auch oft unterversorgt). Anbetrachts dieser Version bin ich aber froh, dass die UA schon vor langer Zeit alle nuklearen Waffen abgerüstet hat.....

  • Die Variante, dass man einfach nur das nächstbeste auftreibbare an Munition genommen hat, ist natürlich auch nicht auszuschliessen; würde ich aber auch auf beiden Seiten als Möglichkeit sehen (die Regierungstruppen waren auch oft unterversorgt). Anbetrachts dieser Version bin ich aber froh, dass die UA schon vor langer Zeit alle nuklearen Waffen abgerüstet hat.....

    Naja, Nuklearwaffen liegen ja nun mal nicht so einfach rum und die Verwechslungsgefahr wäre selbst für Separatisten schwer. Ich wäre froh, wenn die Ukraine ihre Atomwaffen nicht entsorgt hätte, dann wär es nämlich vermutlich nicht zu der Einmischung Russlands in dieser Form gekommen.
    Zu den Streubomben: http://en.censor.net.ua/news/308233/os…_something_like

    “Wer ein wirklicher Sucher nach der Wahrheit werden will, muss mindestens einmal im Leben möglichst alles angezweifelt haben.” – René Descartes

    Edited once, last by pippie (October 24, 2014 at 11:01 AM).

  • Die Schuldfrage ist für mich irrelevant, weil sie nur zu dem logischen Schluß eines "gerechten" Krieges für die jeweilige Partei führt. Das ist ein denkfaules und naives Fazit.


    Eigentlich gebe ich dir vollkommen Recht. Aber in letzter Zeit bin ich immer mal über mich selbst erschrocken, darüber was ich für ein "Militarist" geworden bin. Früher, in der Schule war die Frage nach dem gerechten Krieg immer mal Thema im Unterricht. Ich glaube die Antwort war klar. Später als ich dann groß war, war ich froh, dass dieses Thema eher ein theoretisches war. Klar mit dem Ami ist es nicht so einfach na und der Krieg in EX-Jugoslawien ist auch diskussionswürdig. Aber trotzdem war ich der Meinung, dass man sich lieber totquatschen soll, als totschießen. Solange bis es zur Okkupation der Krim kam. Da kam es gar nicht zum Quatschen, die Russen haben einfach gemacht. Die Ukrainer haben sich so verhalten, wie man es im zivilisierten Europa erwartet hat, es ist kein Schuss gefallen.Was ist das Ergebnis? Die Krim ist weg. Ok die Leute wollten nach Russland. Wegen mir, sollen sie doch. Aber man hat ja gleich alles mitgenommen. Das was der Krim gehört und das was ihr nicht gehört. Besonders flinke Schlitzohren haben noch schnell alles was man konnte vom Festland auf die Krim geschafft. Die Ukrainer haben mit den Zähnen geknirscht und rumgezetert, aber es ist immer noch kein Schuss gefallen. Was hatte die Ukraine jetzt von ihrer Zurückhaltung? Man wurde weiter als Faschisten und Junta beschimpft, der Erdgaspreis wurde gleich mal erhöht usw. Totquatschen ging nicht, weil überhaupt niemand mit der Ukraine geredet hat. Dafür fielen die ersten Schüsse im Osten der Ukraine (nicht durch Ukrainer) und in Moskau wurden schon neue Landkarten gezeichnet. Sch...ß Situation. Was tun? Wer nicht kämpft, hat schon verloren?

  • Marc + icke

    Zur Schuldfrage:

    Es geht nicht darum Vebrechen nicht zu benennen, sondern sie in einem sachlichen Rahmen zu analysieren und dafür sind zwei Dinge wesentlich: Zeitlicher Abstand und das Ende des Konflikts. Alles andere mündet nur in Propaganda für die jeweilige Seite.

    Wenn man Kriege analysiert greifen immer die gleichen Muster: Folter, Exekutionen, Vergewaltigungen, Zivilbevölkerung als Schutzschild > Beschuss der Zivilbevölkerung.


    icke

    Auch wenn es eigentlich ein Strohmann Argument ist, weil Pazifismus nie Gegestand meiner Aussage bzw. persönlichen Ansicht war, geh ich trotzdem darauf ein.

    Der proklamierte "gerechte" Krieg und das Recht auf Selbstverteidigung sind zwei unterschiedliche Dinge. Der wesentliche Punkt ist der Maßstab.

    Tschetschenienkrieg: Russland verteidigt seine Territoriale Integrität, bekämpft Terrorismus und Sezessionsbestrebungen.

    Objektiv muß man das rechtfertigen, da der Punkt der Selbstverteidigung gegeben ist.

    Subjektiv kann ich jetzt historisch und ideologisch argumentieren - das Gebiet wurde von der SU schon immer unterdrückt und Tschetschenen haben die Russen vertrieben usw.
    Beides sind Seiten einer Medaille. Subjektiv erhebt aber immer die jeweilige Seite exklusiv ihren Anspruch auf die moralische Rechtschaffenheit ihrer Handlungen.

    Deswegen ist die Frage von Recht und Moral für mich im Zusammenhang mit Krieg belanglos, weil sie immer subjektiv ist. Entweder man akzeptiert das Konzept des Krieges mit seine natürlichen Verbrechen an der Menschlichkeit oder man nimmt eine strikt pazifistische Haltung* ein.

    Für mich ist Pazifismus naiv, aber ich bin mir damit auch bewußt, dass ich mich mit der Einstellung SCHULDIG mache, weil ich Krieg auch als Mittel der Selbstverteidigung rechtfertige. Und mit diesem Schuldaspekt können die wenigsten Menschen leben und flüchten sich in ein persönliches Konstrukt aus subjektiv-moralischen Rechtfertigungsketten und damit habe ich ein Problem! Psychologisch völlig nachvollziehbar, aber auch zutiefst unehrlich, vorallem sich selbst gegenüber.

    ---
    * ob man sich schuldig macht, wenn man nur zusieht, ist ein anderes, abendfüllendes Thema.

    "Übertriebene Toleranz ist ein Beweis des Misstrauens gegen das eigene Ideal"
    Friedrich Nietzsche

    Edited 4 times, last by Dante (October 25, 2014 at 12:51 PM).

  • Die Trottel der DNR haben seit gestern moskauer Zeit eingeführt - keine Wahl, kein Parlament, hauptsache erst einmal die Uhr (nicht) umstellen. :rotfl:

    "Übertriebene Toleranz ist ein Beweis des Misstrauens gegen das eigene Ideal"
    Friedrich Nietzsche

    Edited once, last by Dante (October 25, 2014 at 12:55 PM).

  • Dante, Du hast das mit Frage nach der Legitimität sehr schön auf den Punkt gebracht. Das Problem in sehr vielen solchen Konflikten ist ja, dass beide Seiten aus ihrer jeweiligen Sicht durchaus gute Gründe für ihre Positionen haben. Wenn das der Fall ist, muss man, wenn man sich auf eine Seite stellt, zwischen den für sich berechtigten Sichten abwägen und entscheiden, wer die relevanteren Punkte anführt. In den meisten Fällen heißt das bei näherer Überlegung, dass es auf eine Frage der persönlichen Einschätzung hinaus läuft.

    Das ist freilich eine etwas vergeistigte Sicht auf die Dinge, die sich sicher nicht auf alle Fälle übertragen lässt, will meinen, dass ineinem Konflikt wie dem mit Russland die Argumente der anderen Seite wirklich kaum ernstgenommen werden können, zumal sie oft auf abstrusen Propagandalügen basieren.

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  • Wenn das der Fall ist, muss man, wenn man sich auf eine Seite stellt, zwischen den für sich berechtigten Sichten abwägen und entscheiden...

    Das hängt aber auch davon ab, ob man persönlich involviert ist oder nicht. Unserer Famile in Donezk, wie auch vielen anderen, sind politische Grundsatzdiskussionen ziemlich egal.
    Die sind weder pro-russisch oder pro-ukrainisch, sondern pro-überleben, pro-arbeit, pro-gehalt, pro-rente und pro-"sozialleistungen".
    Von welcher Seite die Granaten und Kugeln kommen, ist letztendlich auch unwichtig.

    Ich führe auch politische Grundsatzdiskussionen z.B über Syrien, nur kenne ich dort niemanden und werde auch nicht beschossen, deswegen kann ihr mir diesen Luxus auch leisten.

    "Übertriebene Toleranz ist ein Beweis des Misstrauens gegen das eigene Ideal"
    Friedrich Nietzsche

  • Das hängt aber auch davon ab, ob man persönlich involviert ist oder nicht. Unserer Famile in Donezk, wie auch vielen anderen, sind politische Grundsatzdiskussionen ziemlich egal.
    Die sind weder pro-russisch oder pro-ukrainisch, sondern pro-überleben, pro-arbeit, pro-gehalt, pro-rente und pro-"sozialleistungen".
    Von welcher Seite die Granaten und Kugeln kommen, ist letztendlich auch unwichtig.

    Ich führe auch politische Grundsatzdiskussionen z.B über Syrien, nur kenne ich dort niemanden und werde auch nicht beschossen, deswegen kann ihr mir diesen Luxus auch leisten.


    Gerade wenn ich betroffen bin, stelle ich mich auf eine Seite. Es gibt nämlich keine Arbeit, kein Gehalt und keine Sozialleistung und wenn man Pech hat kein Überleben, wenn man Aggressoren nicht Einhalt gebietet und sich duckt und versteckt und hofft, dass andere die Kohlen schon aus dem Feuer holen. Gerade wegen solch einer Einstellung "Die sind weder pro-russisch oder pro-ukrainisch, sondern pro-überleben, pro-arbeit, pro-gehalt, pro-rente und pro-"sozialleistungen"." sieht es im Donbass so aus und in Charkiw zum Beispiel nicht.

    “Wer ein wirklicher Sucher nach der Wahrheit werden will, muss mindestens einmal im Leben möglichst alles angezweifelt haben.” – René Descartes

  • Phuuu ich habe mich schon hundert mal gefragt, wie ich mich verhalten würde, wenn ich in so einer Situation wäre. Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich wäre ich ganz am Anfang auсh аuf der Straße gewesen. Aber später, als die Situation eskalierte, wäre ich wohl auch sauer auf alle und alles und hätte versucht mit meinen Lieben mit möglichst wenig Schaden aus der Sache rauszukommen. Nicht sehr heldenhaft, aber ich glaube so isses :fie:

  • Gerade wenn ich betroffen bin, stelle ich mich auf eine Seite. Es gibt nämlich keine Arbeit, kein Gehalt und keine Sozialleistung und wenn man Pech hat kein Überleben, wenn man Aggressoren nicht Einhalt gebietet und sich duckt und versteckt und hofft, dass andere die Kohlen schon aus dem Feuer holen. Gerade wegen solch einer Einstellung "Die sind weder pro-russisch oder pro-ukrainisch, sondern pro-überleben, pro-arbeit, pro-gehalt, pro-rente und pro-"sozialleistungen"." sieht es im Donbass so aus und in Charkiw zum Beispiel nicht.


    Das ist eine ziemlich selbstgefällige und ferntheoretische Aussage. Da du eben nicht betroffen bist, kannst du das überhaupt nicht beurteilen.

    Das erinnert sehr an die üblichen Sofa-Menschen, die den Kampfgeist ihrer Mitbürger fordern und wenn sie dann selbst an der Frontlinie stehen, schreien sie nach ihrer Mama und scheissen sich beim ersten Gefecht von oben bis unten ein.
    Die Seite der breiten Masse ist (war historisch in allen Kriegen) ziemlich klar - die eigene Familie.

    Charkiw war nie ein strategischer Brückenkopf für Russland für den logistischen Korridor zu Krim, weswegen es dort auch keine Kampfhandlungen gab und gibt. Deswegen ist der Vergleich auch nicht sehr durchdacht.

    "Übertriebene Toleranz ist ein Beweis des Misstrauens gegen das eigene Ideal"
    Friedrich Nietzsche