„Man lässt die Brände brennen“: Wegen Ukraine-Krieg droht Sibirien Waldbrand-Inferno
In Sibirien brennt jetzt schon eine Fläche so groß wie das Saarland. Dabei ist die Waldbrandsaison gerade erst gestartet. Manche befürchten dieses Jahr besonders verheerende Feuer – aufgrund des Klimawandels, aber auch weil wegen des Ukraine-Kriegs militärische Löschhilfe ausbleiben könnte.
Seit einigen Wochen brennt es in Sibirien. Und die Waldbrände breiten sich offenbar immer weiter aus. Allein in der Region Irkutsk am Baikalsee wüteten Anfang des Monats schon 13 Brände auf einer Fläche von rund 700 Hektar, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Gouverneur des Gebiets meldete. Inzwischen sollen es einem Bericht des „ Spiegel “ nach schon 270.000 Hektar sein – was in etwa der Größe des Saarlands entspricht. Mindestens 16 Menschen seien bei den Bränden bereits ums Leben gekommen.
Dass es in Sibirien in den Sommermonaten im großen Stil brennt, ist nicht neu oder ungewöhnlich. Bedingt durch die extreme Trockenheit gibt es immer wieder verheerende Feuer. Der Klimawandel hat diesen Effekt in den vergangenen Jahren aber verstärkt.
Sibirien droht erneutes "Feuer-Jahr"
2021 meldete Russland mit mehr als 18 Millionen Hektar einen neuen traurigen Rekord in Sachen verbrannter Fläche. Waldbrand-Expertin Kirsten Thonicke vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) bezeichnete die Zahl als „sehr beunruhigend“. Zudem sei es das dritte „extreme Feuer-Jahr“ in Folge gewesen. So viel Waldfläche wie im vergangenen Jahr brenne sonst nur alle zehn bis 15 Jahre ab.
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https://www.focus.de/wissen/klima/m…_102819944.html