Devisenprobleme in Belarus

  • Zum Thema Griechenland, und auch hier kann ich privat's Beitrag gut nachvollziehen,.......dort werden Demonstranten brutal von der Polizei niedergrügelt. Während das Vorgehen der Polizei in Belarus für europaweite Aufruhe sorgte, nimmt man die griechischen Schlägertrupps hin.

    Irgendwie habe ich die Ereignisse in Griechenland nicht sooo intensiv verfolgt. Kann mich bloß irgendwie an fliegende Brandsätze. prügelnde Polizisten und auch weglaufende Polizisten erinnern. Mir ist ganz und gar entgangen wieviel griechische Oppositionspolitiker langjährige Zuchthausstrafen bekommen haben?

  • Irgendwie habe ich die Ereignisse in Griechenland nicht sooo intensiv verfolgt. Kann mich bloß irgendwie an fliegende Brandsätze. prügelnde Polizisten und auch weglaufende Polizisten erinnern. Mir ist ganz und gar entgangen wieviel griechische Oppositionspolitiker langjährige Zuchthausstrafen bekommen haben?

    icke, wie in meinem letzten Post beschrieben habe wollten weder privat noch ich einen 100% Vergleich zu Griechenland anführen. Fakt ist aber das es zu den mitunter äusserst brutalen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten keinen grossen Aufschrei aus anderen EU Mitgliedsstaaten gab. Man hat es einfach so hingenommen.
    Die Situation Belarus . Griechenland ist keinesfalls vergleichbar dennoch lässt sich ganz deutlich feststellen das die EU und andere Staaten sich ganz gezielt aussuchen bei wem man den Finger heben kann und bei wem es eben nicht tut.

    Ich störe mich insofern daran das die EU immer gerne mit dem Finger zeigt aber auch nur dann wenn ihre eigenen Interessen nicht darunter leiden. So etwas wird dann als Demokratie verkauft.

    Das heisst auch nicht das ich irgendwelche Vorgehensweisen in Belarus verteidigen möchte. :nono:

  • das stimmt rene, der schlagstock in minsk tut genauso weh wie der in athen oder das pfefferspray in stuttgart.

    übrigens wer in deutschland zu verbotenen demos aufruft und am reichstag fenster und türen eintritt, bekommt meiner ansicht nach auch keine blumen geschenk.

  • Das heisst auch nicht das ich irgendwelche Vorgehensweisen in Belarus verteidigen möchte.

    Ach mannooo...
    Jetzt hatte ich mir schon fast ein paar Hoffnungen gemacht :phat:

    aber die haben die strafen wohl nicht bekommen, weil sie der opposition angehört haben. oder?

    Doch und nein und ja...
    Sannikov hat wohl kaum selbst gegen die Tür getreten oder die Scheibe eingeschlagen.
    Als "Führer" der Demonstration wurde er aber aber dafür zur Verantwortung gezogen.
    (ich habe mir die Anklageschrift jetzt nicht im Detail angesehen)

    Faktisch hat der Demonstrationszug, der ja an sich sogar genehmigt war, sich nicht an die genehmigte Route gehalten.
    Später wurde zumindest versucht die Türen des Präsidentenpalasten einzutreten. (ich meine, da gabs sogar ein youtube-Video).
    Das waren vielleicht "Chaoten", vielleicht der KGB selbst, vielleicht, was weiß ich...

    Jedenfalls werden die Ereignisse auf jeden Fall dazu genutzt, die "Opposition" bzw. deren Führer aus der Öffentlichkeit für längere Zeit zu entfernen, auch wenn sie selbst höchstwahrscheinlich gar nicht an den Ausschreitungen beteiligt waren.

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    Auch wenn ich mich wiederhole.
    Was mir sehr viel mehr gegen den Strich geht, und wo ich richtig wütend werde ist die Reaktion der "Opposition" darauf.
    Woooo sind seine Anhänger, die noch laut auf der Demo gerufen hatten "Sanikov, Sanikov".
    Ja wo sind sie? Haben sie sich ängstlich wieder verkrochen?

    Waren sie vielleicht gar keine Anhänger, sondern nur "Mitläufer".
    "Mitläufer" im Sinne von:
    Egal wer Präsedent ist, Hauptsache nicht Lukaschenko.
    Und wenn's Sanikov ist, dann eben der - ok.
    Aber richtig identifizieren tut man sich dann wohl eher nicht mit ihm.

    Oder - Verschwörung an :) - die Demonstranten in Minsk waren alle nur gekauft.

    Selbst jetzt in der Krise - niemand geht auf die Straße.
    Und wenns nur eine Demo der Frauen/Babuschkas gegen höhere Milch und Brotpreise ist.
    Es müssen doch keine Zehntausende sein.
    Wenns doch nur Hundert irgendwo wären... aber nix...
    Man nimmt es hin.

    "Lukaschenko wirds schon richten"

  • Derweil ist die Webseite des weißrussischen Nachrichtendiensts belta.by grad nicht zu erreichen.
    Wohl weil alle jetzt nachschauen wollen, welche Entscheidungen für heute bzw morgen verkündet werden.

    Denn das wurde bereits seit 2-3 Tagen angekündigt. (Daß heute bzw. morgen was gegen die Devisenprobleme passieren wird)
    belta.by war kurz nach dem Minsker-Bombenanschlag auch zeitweilig wg. Überlastung nicht zu erreichen.

    Die schieben das aber nicht auf eine DDOS-Attacke, so wie es charter97.org immer tut, wenn die Probleme mit Ihrem Server in Texas haben.

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    Es würde mich nicht wundern wenn zeitweilig wieder Lebensmittelkarten eingeführt werden.
    Denn gerade die Geringverdiener und Rentner leiden im Moment am Meisten unter der Krise.
    Nahezu alle Grundnahrungsmittel haben sich drastisch verteuert.

    Hatten die Rentner zuvor schon gerade genug zum Leben, reicht es jetzt überhaupt nicht mehr aus.

  • wenn die Probleme mit Ihrem Server in Texas haben.

    Da fällt mir was auf:
    Warum liegt die oppositionellen Webseite charter97.org eigentlich auf einem angemieteten Server in USA/Texas?
    Deutschland hat doch die günstigsten Server weltweit.
    Nirgends bekommt man günstiger diese Hardware-Ausstattung und Bandbreitenanbindung.
    Eigentlich ist es überall teurer (hatte mich selbst vor einiger Zeit mal über einen "ausländischen" Server informiert).
    Selbst in Südkorea oder Japan sind sie teurer.

    Warum also USA?
    Ist teurer, und die Anbindung bzw. Erreichbarkeit von Belarus aus ist schlechter, als wenn er in Deutschland stünde.
    Wird die Webseite nicht möglicherweise vom CIA gesponsert? :)

    Muß ich gleich mal Lukaschenko anrufen... :phat:

  • Warum liegt die oppositionellen Webseite charter97.org eigentlich auf einem angemieteten Server in USA/Texas?
    Deutschland hat doch die günstigsten Server weltweit.

    Dies ist im Grunde sehr einfach zu beantworten MrMogilev ! In den USA leben sehr viele Migranten aus Belarus haben haben da sehr gute soziale Netzwerke und damit eine solidere Basis der Finanzen hierfür.

  • Mann, mach mir doch nicht meine Verschwörungstheorie kaputt! :spiteful:

    :roflmao: :rotfl: ...wieso kommt sonst der Scheck von König L. nicht mehr ? Na gut wenn auch nur Ungern.....will ja nicht Schuld sein an der Kürzung Deines Taschengeldes ! :phat:

  • hier wird wieder die perverse politik der eu aufgezeigt.

    :hmm: Entschuldigung - was ist daran " pervers " wenn Diktatoren ( Schlächter am eigenen Volke ) eines auf den Deckel bekommen ? Oder ihnen kein Unterschlupf innerhalb Europas gewährt wird. Und was hat dies nun mit den Devisenprobleme in Belarus zu tun ?
    Soll dies ein Seitenhieb auf die EU Verschwörung gegen Belarus darstellen ? Hilf nen alten Mann........ :roflmao:

  • Der erste Schritt ist jetzt raus.
    Der weißrussische Rubel wird weiter abgewertet:

    4930Rb für einen Dollar
    6900Rb für einen Euro.

    Link


    Das kann aber schlecht schon alles gewesen sein.
    Devisen gibt es in "Natura" ja weiterhin nicht, und da der Lohn in Rb ja gleich bleibt, bedeutet das nun eine theoretische Lohnkürzung um mind. 40% im Vergleich zu vor der Devisenkrise.

    Theoretisch, weil real sich viele Lebensmittel um z.T. Faktoren verteuert haben (nicht nur ein paar Prozente), und der Dollar auf dem Schwarzmarkt noch viel mehr kostet.

  • Da wird aber leider noch so einiges auf unsere Freunde in Belarus kommen.

    Bis zuletzt durfte der Wechselkurs für den weißrussischen Rubel nur um zwei Prozent vom amtlichen Kurs abweichen.In einer Mitteilung der Notenbank heißt es, dass das Devisendefizit im März „wegen der enormen Nachfrage nach ausländischen Bargeld zum Kauf von Fahrzeugen im Ausland entstanden ist.“ Zugleich stellte die Nationalbank fest, dass „Gerüchte“ verbreitet worden seien, um „Panik unter der Bevölkerung zu verbreiten.

    Der amtliche Wechselkurs liegt derzeit bei 3061 Rubel für einen Dollar. Ein Euro kostet etwa 4400 Rubel. Die großen Banken verkaufen den Dollar jedoch für 4000 Rubel, was zur Folge hatte, dass der Rubel um 32 Prozent abgewertet wurde. Auf dem Schwarzmarkt kostet ein Dollar fast 4200 Rubel.

    Unklar ist, ob diese Maßnahmen tatsächlich einen freien Devisenhandel in Weißrussland ermöglichen: Die Nationalbank will den Rubel-Kurs stabilisieren und verlangt von den Banken einen freien Devisenhandel mit Privatkunden. „Die marktorientierte Bestimmung des Rubel-Wechselkurses beim Devisenverkauf an Privatkunden wird nicht nur die Devisennachfrage decken, sondern auch den Aufkauf von Währungen sinnlos machen“, so die Nationalbank. Die Notenbank geht als davon aus, dass die Bevölkerung massiv ausländische Devisen gehortet hat, und dass der enorm hohe Rubel-Wechselkurs unter den neuen Bedingungen korrigiert wird. In wenigen Wochen soll sich der Rubel bei etwas mehr als 4000 Rubel je Dollar stabilisieren.

    Die Notenbank hat Grund zur Hoffnung. Ihr zufolge sind die Reserven des Staates im April etwas gewachsen. Nicht zu übersehen ist jedoch, dass so genannte „sonstige Reserven“ auf 200 Millionen Dollar gesunken sind, durch deren Verkauf die Nationalbank-Reserven zurückgingen.
    Russland hat sich geweigert, dem finanziell angeschlagenen Weißrussland mit einem Kredit zu helfen. Zur Diskussion standen eine Milliarde Dollar aus der russischen Staatskasse und zwei Milliarden Dollar aus dem Anti-Krisen-Fonds der EAWG. Russlands Finanzminister Alexej Kudrin teilte gestern mit, dass die EAWG die ganze Summe (drei Milliarden Dollar) „zwischen 2011 und 2013“ in Raten an Weißrussland überweisen werde.

    Angesichts dessen hatte es für Minsk keinen Sinn, den Rubelkurs weiterhin künstlich hochzuhalten. Eine Milliarde Dollar, mit der Weißrussland in diesem Jahr rechnen dürfte, hätte die weißrussische Nationalbank ohnehin nicht dazu bewegt, den Rubel abzuwerten.

    Ob dann wohl auf den Scheinen noch einige Nullen kommen ?