Aktuelle (wirtschaftliche) Situation?

  • Da Interesse vorliegt, werde ich noch kräftig Bilder machen und auch eine gute Auswahl posten.

    Tu dies bitte - und vor allem bestimmt nicht nur für mich von Interesse - wie Du selber die Ukraine , die Menschen dort mit Deinen eigenen Augen siehst. Kann mir gut vorstellen, dass Deine Sichtweise uns auch viel Neues aufzeigen kann. Einiges ist nicht mehr so in dem Persönlichen Focus wenn man da so oft ist. Ich freue mich schon auf Deine Berichte und wünsche Dir eine gute Reise und viele schöne bleibende Eindrücke !

    Doch Vorsicht - es gibt auch den Virus Ukraine - hat dieser von Dir einmal Besitz ergriffen kommst Du von diesen Land und den Menschen NIE wieder los !

    Viel Spass in der Ukraine........

  • Da du ja noch Student bist und ich mich hier offensichtlich als einziger an seine Studentenzeit erinnern kann, noch ein wichtiger Tipp von mir:

    "Im öffentlichen Nahverkehr geht ohne Gummi gar nichts mehr!"

    Gruß Jecko :vain:

  • @Jecko - danke für den Hinweis, aber Freundin hätte etwas gegen die Nutzung des öffentlich Nahverkehrs

    Quote

    Doch Vorsicht - es gibt auch den Virus Ukraine - hat dieser von Dir einmal Besitz ergriffen kommst Du von diesen Land und den Menschen NIE wieder los !

    Das kann ich mir gut vorstellen! Landschaftlich ist es sehr schön und die Kriminalität scheint ja auch gering zu sein!

    Gibts jemand der von einem Abstecher nach Tiraspol abraten würde?

  • Das kann ich mir gut vorstellen! Landschaftlich ist es sehr schön und die Kriminalität scheint ja auch gering zu sein!

    Gibts jemand der von einem Abstecher nach Tiraspol abraten würde?

    Bin verdammt viel in der Welt unterwegs - in Puncto Kriminalität in der Ukraine - fühle ich mich sicher ! Wie bestimmt Dir die meisten hier Dir das auch bestätigen können. Hälst Du die Grundregeln ein beim Reisen wie auch in den anderen Ländern kein Problem. Oft rührt diese Meinung es sei da besonders schlimm , nur von denen her die noch nie da waren !

    Tiraspol / Moldawien ist immer eine Abstecher wert ! Am besten und Kostengünstigen für euch mit dem Linienbussen !
    Eine weitere Möglichkeit besteht von Odessa nach Tiraspol mit dem Bus zu fahren! Fahrpreis ca. 4 US$. Tagsüber fahren mindestens stündlich Busse und Microbusse (Marsrhrutkas) vom Busbahnhof Kishinev nach Tiraspol. Der Fahrpreis beträgt ca. 2-3 US$. Die Einreise/Kontrolle nach Transnistrien findet kurz vor Bendery (Tighina) statt!

    Einreisebestimmungen Moldawien
    Für deutsche Staatsangehörige besteht nur bei Aufenthalten von über 90 Tagen und/oder zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit Visumspflicht. Die Einreise kann nur mit gültigem Reisepass (auch vorläufiger Reisepass), aber nicht mit Personalausweis, erfolgen.

  • Mit dem Auto ist es nicht empfehlenswert? Wir lieben die Unabhängigkeit.

    Habe auch schon einige Reiseberichte gelesen - und von einer "Sonderabgabe" an der Grenze und die zu erwartenden Schwierigkeiten beim darauffolgenden Ausreisen aus Moldawien gehört.

    Seit dem ich die Streetview Bilder gesehen habe, habe ich viel weniger Angst um unseren westlichen Luxusschlitten (12 Jahre alter Nissan Micra :D)

  • Hitherix, Transnistrien stand bei mir auch auf der Liste insbesondere wenn es mit meiner Osterurlaubverlängerung klappt.

    Bei der Einreise von der Ukraine und Ausreise in die Ukraine brauchst Du dir keine Gedanken zu machen. Fährst Du allerdings weiter nach Moldawien musst Du dich bei der Polizei melden und ein Formular ausfüllen da es keinen Einreisestempel nach Moldawien an der "Grenze" von Transnistrien zu Moldawien gibt. Ist aber alles halb so wild und es wird auch keine schwerwiegenden Konsequenzen haben solange Du dich sofort nach Einreise meldest.

    Wenn es nur ein Ausflug nach Tiraspol von Odessa aus sein soll würde ich mit dem Zug fahren. Täglich pendelt ein Zug von Chisinau nach Odessa via Tiraspol. Bis 2010 war diese Strecke gesperrt. Zeigt eigentlich nur das sich der Konflikt langsam etwas lockert.

    Bus und Auto wäre sicher eine Alternative zum Zug jedoch habe ich einige Berichte über unzählige Verkehrskontrollen gelesen. In Bussen werden westeuropäische Ausländer öfter strenger kontrolliert. Zwar nie ohne grosse Probleme aber ich denke mit dem Zug könnt ihr nichts verkehrt machen. Fahrtzeit 2 1/2 Stunden

  • Mit dem Auto ist es nicht empfehlenswert? Wir lieben die Unabhängigkeit.

    Wieso nicht, wird aber wenn man es noch Nie gemacht hat echt Spannend. Vor allem und Hauptsächlich wegen den Strassen. Und einigen anderen Verkehrsteilnehmern. Als Tipp am besten wenn möglich bei Tage die längeren Strecken versuchen zu bewältigen. Tankstellen in der Ukraine gibt es zu Hauff und der Sprit ist von der Qualität auch dem des Deutschen Vergleichbar. An den Tankstellen werdet ihr aber immer gefragt wie viel Liter oder für wie viel UAH ihr tanken wollt.

    Habe auch schon einige Reiseberichte gelesen - und von einer "Sonderabgabe" an der Grenze und die zu erwartenden Schwierigkeiten beim darauffolgenden Ausreisen aus Moldawien gehört.

    Nicht nur an der Grenze zu Moldawien. Aber so meine Erfahrungen hat dieses Merklich abgenommen. Was den Grenzübertritt nach Moldawien anbelangt - ja dem ist noch so. Hier kannst Du aber einen voll auf Armen Studenten machen :roflmao: Dann ist die Ein Dollar Note genauso viel Wert wie 5 !!! :lamp:

    Seit dem ich die Streetview Bilder gesehen habe, habe ich viel weniger Angst um unseren westlichen Luxusschlitten (12 Jahre alter Nissan Micra )

    Oh ha, das nenne ich einmal Mutig ! :respekt: Wenn Du eurem Micra das zutraust - wieso nicht. Stelle es mir aber echt Hart vor. Wie gesagt , dass Hauptproblem stellen einige verdammt schlechte Strassenabschnitte dar.


  • @Jecko - danke für den Hinweis, aber Freundin hätte etwas gegen die Nutzung des öffentlich Nahverkehrs

    Ist sie Ukrainerin?

    Eigentlich ist die Benutzung der Öffis (und besonders: der Marshrutky) ein Muss. Wie mein Ukrainisch-Lehrer immer sagt: man lernt das Land nicht nur durch die Augen, sondern auch durch die Nase kennen :D

  • (und besonders: der Marshrutky) ein Muss. Wie mein Ukrainisch-Lehrer immer sagt: man lernt das Land nicht nur durch die Augen, sondern auch durch die Nase kennen :D

    :rofl: und auch nicht zu vergessen der Aspekt - die Strassenverhältnisse bekommt man nicht mehr direkt auf die Wirbelsäule weiter geleitet weil man oft genug in den Dingern regelrecht verkeilt ist. Direkte Tuchfühlung.... :rotfl: Wenn Du Medizin studiert - vergiss alles was Du über Anatomie gelernt hast - vollkommen Neue Aspekte tun sich hier auf :roflmao:

  • Rene meinte den etwas anderen "öffentlichen Nahverkehr", mit Gummi - den richtigen werden wir natürlich auch mitnehmen
    Aus Südafrika bin ich auch schon einiges gewohnt: http://www.lookatbowen.com/2005/09/only-in-south-africa
    aus so einem: http://www.aichberger.de/_images/1-18-2…Minibus-Tax.jpg (auf dem ersten Bild erkennt man den Wagen nicht so richtig)

    Beim Micra tröste ich mich damit, dass der uns bereits nach Budapest gebracht hat (beim Schlagloch ausweichen habe ich also schon ein wenig Übung) und jede Reparatur vor Ort durchgeführt werden könnte, da der Aufbau recht einfach ist und ohne viel Schnickschnack (und um ein vielfaches günstiger als hier!).
    Der kleine liegt von Haus aus recht tief, dass ich die Nachfahrten auf ein Minimum reduzieren werde.

    Meine Freundin ist Russlandsdeutsche - spricht ein wenig Russisch, ich bin dann fürs Lesen zuständig, was schon ganz gut klappt.

  • Was ickes Preisliste angeht: DIe Preise sind Kiever Preise, also als obere Grenze anzusehen.

    Das sage ich meiner Frau wenn wir das nächste mal einkaufen gehen. :rotfl: :rotfl:


  • Beispiele:

    [...]

    Wer im Supermarkt einkauft, ist eh selber schuld. Alle Lebensmittel, die nicht industriell erzeugt werden, wie z.B. Fleisch, Gemüse, Milch, Obst etc., kauft man am besten auf dem Markt. Wem die "unorganisierten" Märkte der Erzeuger am Straßenrand unheimlich sind, der kann zu den größeren gehen, wo hygiene-kritische Waren wie z.B. Fleischwaren, unter festem Dach sind (da bieten dann die Fleischereien direkt an). Da kann man dann von Händler zu Händler gehen, sich alles anschauen, probieren, und sich dann für die besten Angebote entscheiden. Wenn die jeweilige Begleitung einheimisch ist, kann man sich auf einen längeren Aufenthalt gefasst machen :D
    Es lohnt sich aber in jedem Fall, denn das, was man mit nach Hause bringt, schmeckt meist weit besser und ist viel preiswerter als alles, was man im Supermarkt kaufen kann.

  • Na das ist doch mal ein Beitrag ! Babajaga !

    In vielen stimme ich Dir zu, vor allem was den Tripp nach Tiraspol angeht - mit dem Auto über die Grenze ist schon Nervig und Zeitraubend. Dann eher sich den Bus von Odessa nehmen. Über den Fahrpreis wollen wir mal nicht an dieser Stelle streiten, dieser kann sich durchaus verändert haben. Doch wohl im Verhältnis kaum der Rede Wert. Der Fahrpreis den ich angegeben habe war auch aus den letzen Jahr ! Da wir uns den Stress an der Grenze nicht wieder antun wollten.

    Lviv und Autofahren - vor allem wenn man durchs Zentrum muß - einfach nur ein Erlebnis :roflmao:

    Na - das sehe ich nun nicht unbedingt als ein Problem ( auch wenn ich öfters fahre ) Leipzig - Nikolaev 23 - 24 Stunden ist zu schaffen. Aber geht schon auf das Gemüht. Doch wenn er seinen Startpunkt in Lviv setzt und sich innerhalb einer Woche nach Odessa vorkämpft ist dies ja ja machbar.

    Wir werde ja bestimmt seinen Bericht hier erhalten.

  • Wer im Supermarkt einkauft, ist eh selber schuld. Alle Lebensmittel, die nicht industriell erzeugt werden, wie z.B. Fleisch, Gemüse, Milch, Obst etc., kauft man am besten auf dem Markt.

    :thumbup: Das steckt immer noch in meiner Ostblock Agentin so tief drin, zu jedem Wochenmarkt wird hier gerannt ( die aber mit Nichten mit denen in der UA überhaupt Ansatzweise vergleich bar sind ) Da in der Regel nur auf den Ständen und Buden Waren zu 75 % verkauft werden die man auch im Supermarkt bekommt. Mal von den wenigen Eigenerzeugern abgesehen - und der BIO Mafia .

  • Vergleiche mal mit Ickes Preisliste. Natürlich kann ich das Gleiche direkt im Zentrum, in einem exklusiven 24h-Supermarkt auch deutlich teurer kaufen.

    An Stelle allgemeiner, hämischer Bemerkungen kannst Du vielleicht besser konkrete Gegenbeispiele geben, wenn Du meinst, meine Aussage stimme nicht.

    Ich wohne in Volnogorsk. Bei uns gibt es keinen Supermarkt.
    Wir kaufen zu 90 % auf dem Bazar.
    Kartoffeln kriegst du hier im Preis zwischen 6 und 9 UAH.
    Radieschen kosten das KG 23 UAH ( Super Qualität ).
    Nudeln kosten zwischen 8 UAH und 10 UAH die 400 g oder 450 g Packung je nach Form und Farbe.
    Buchweizen kosten 21 UAH das Kilo.
    Fleisch kaufen wir direkt beim "Metzger" auf dem Bazar so wie mbert es beschrieb.
    Hackfleisch kaufen wir nicht machen wir selbst.
    Käse kostet zwischen 20 UAH und 50 UAH das KG je nach Sorte . Es gibt noch teureren den haben wir aber noch nicht probiert.
    Tee Greenfield 25 Beutel 12 UAH.
    Milch 3 Liter 20 UAH ( Rahm und Fett abgeschöpft )
    Süße Sahne kostet 45 UAH das KG.
    Außerdem soweit es meine Knochen zulassen gehe ich mit einkaufen.

  • Danke für den Ratschlag - aber bei den Flügen habe ich nur welche für +200 EUR pro Person gefunden (also 400 EUR); für Sprit rechne ich ungefähr mit dem gleichen Betrag. Erhalte dafür eine gewisse Unabhängigkeit. Wenn ich einen Flug für ca. 100 EUR pro Person auftreiben könnte, na klar!
    Mehr als 14-Tage gibt der Urlaub leider nicht her - Freundin will an den Strand und ich irgendwo besonderes, nicht überlaufenes :)

    Nach Budapest sind wir damals die 1000km in ca. 16 Stunden gemütlich gefahren (in der Slowakei über die Dörfer, da zu geizig für Maut - gab ein paar schöne Einblicke!), für die zusätzlichen 100km und Grenze rechne ich mit 20-24 Stunden. Bei starker Übermüdung kann man sich ja beim Fahren abwechseln und ein kurzes Nickerchen machen.
    Wenn, dann besuchen wir nur Tiraspol, dass es keine Probleme mit den moldawischen Papieren geben sollte.
    Inzwischen bin ich bei den Reiseführern ein wenig skeptisch geworden - alle warnten sie davor, bloß nicht in Amsterdam in der Innenstadt mit dem Auto, ich fands gar nicht so schlimm, bis auf die 5 EUR/h Parkgebühren, Nichtzahler: Kralle.
    Da ich "nur" einen Micra fahre und sowieso idR den Umständen entsprechend, sehe ich sowas eher als Abenteuer - wenn eine Schramme oder Beule rein kommt, ärgert sich nur die Freundin - so lange uns nichts passiert! Die Autos vor Ort sind ja auch oft genug alte Klapperkisten und wenn die Einheimischen da fahren können, versuche ich es auch erst einmal.

  • Uuups ganz vergessen
    Das wichtigste

    Zucker 9,59 UAH das KG.

    Preis für Rindfleisch ab 36 UAH.


  • Lviv und Autofahren - vor allem wenn man durchs Zentrum muß - einfach nur ein Erlebnis

    Och, das finde ich relativ harmlos. Ich war mal in Kyiv-Zentrum (in der Nähe des Bahnhofs) im Feierabendverkehr, wobei am Eingang der Straße, die direkt auf den Hauptparkplatz zum Bahnhof hin geht, an der Kreuzung ein Unfall stattgefunden hatte. Abenteuer Teil 1 war, aus dem Gewusel da überhaupt raus zu kommen, Teil 2 war dann das Unterfangen, über etliche Umwege durch verstopfte Straßen und völlige Anarchie den Weg aus der Stadt zu finden. Hat aber Spaß gemacht 8)