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Hallo,
jetzt mal meine Gedanken zum Artikel in Tichys Einblick. Es wird das Thema "Respektlosigkeit" gesetzt, und natürlich sagt jeder: "Oh ja, das habe ich auch schon festgestellt." Bravo.
Aber jetzt wird eine Argumentationskette drumherum gelegt: Die 68er waren der Anfang des Verderbens. Staatliche Institutionen wurden unterminiert und demontiert. Alles endet mit dem Zerfall unserer Gesellschaft ...
Aha, so werde ich schlussendlich zum Ruf nach Recht und Ordnung und zur AfD hingeführt !?
Die 68er haben aber nun ganz und gar nichts mit heutiger mangelnder Erziehung und schlechter Kinderstube zu tun. In deren Folge kam Obrigkeitsdenken aus der Mode. Gesellschaft, Kunst und das Leben konnten sich freier entfalten. Es kam sicher zu Wirrungen, aber gerade Frauenrechte wurden z.B. erst gestärkt ermöglicht. Und wenn wir heute den mündigen Staatsbürger heranziehen würden, dann würde gerade dieser jede Respektlosigkeit und Ichbezogenheit ablehnen. Wir brauchen keine Rechtswende. Die AfD ist überflüssig.
Und ist nicht gerade der Protestwähler, der sein Kreuzchen bei der AfD macht, genauso ein Respektloser ? Sind es nicht die Putinisten, die unser Land aushebeln ? Ja.
Dr. Albert Wunsch kanalisiert. Wenn man seine Worte rigoros bis zum Ende denkt, dann erweist er den Rufern nach Recht und Ordnung gar keinen Dienst.
Diese sind es, die prügeln, pöbeln und unsere Gesellschaft an den Rand ihrer Existenz drücken - wobei sie selbst keine tragenden Elemente darstellen, eher am unteren Rand der Gesellschaft stehen und sich in weiten Teilen von mir arbeitendem Steuerzahler aushalten lassen.
Gruß nobody
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Dennoch steht mein Zitat zu den Ichbezogenen. Es bezeichnet eine dramatische Entwicklung in unserer Gesellschaft. Es trifft aber genau aus diesem Grunde auch haargenau auf Nationale, rechte Putinanhänger, Gegner und Zerstörer unserer freiheitlichen Demokratie zu.