Posts by Andreas und Lena

    Sicherlich, es ist einer dieser unbeliebten, KI-betriebenen Kanäle, welche, so meine starke Vermutung, von der Ukraine betrieben wird. Aber, da dort auf jegliche Hetze gegen die Russen verzichtet wird, und auch nicht sonderlich übertrieben nationalistisch argumentiert wird, sondern lieber versucht wird, Fakten für sich sprechen zu lassen, schaue ich hier doch des öfteren vorbei.

    Diesesmal geht es um die Finanzen Russlands, und es werden Vergleiche zu 1998 gezogen, als Russland seinen Zahlungsausfall bekannt geben musste. Folgt man der Argumentation des Videos, ist Russland fertig. Die aktuellen Zahlen des russischen Haushaltes sollen sich auf dem Stand Juli 2026 sein. So hatte man 2025 bei seinen Haushaltsplanungen für 2026 mit einem Defizit von 3,6 Billionen Rubel gerechnet. Jetzt, im Juli, soll sich dieses Defizit schon auf 8,4 Billionen Rubel belaufen, und das Jahr ist noch nicht zu Ende. Für Russland bedeutet das, dass statt den wohl typischen 6 Regionen mittlerweile 56 Regionen finanziell auf dem Schlauch stehen. So soll es zu Ausfällen bei den Lohnzahlungen gekommen sein, zeitgleich kann weder in die Infrastruktur noch in die Verwaltung auch nur eine einzige Kopeke investiert werden. Da all diese Objekte ständig genutzt und verschlissen werden, ist es nur noch eine Frage der Zeit, dass sie systemisch ausfallen werden. Moskau wird dadurch, wie schon in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, die Kontrolle über Teile des Landes verlieren.

    Tja, wie es der KI-Bot so schön sagte: Statt sein eigenes Land aufzubauen, zerstören die Russen lieber andere Länder.

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    Man sollte deshalb trotzdem nicht glauben, dass dadurch der Krieg beendet wird. Nur, über kurz oder lang wird das russische Mafiaregime diesen Krieg auch gegen Teile der eigenen Bevölkerung ausweiten müssen, um an der Macht zu bleiben. Anders, als die Sovjetunion in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, sollte man besser nicht glauben, dass Russland die Reisleine ziehen, den Krieg beenden wird, um etwas für das eigene Land und seine Bevölkerung zu tun.

    Man könnte es auch einfach darauf hinauslaufen lassen, dass die Ukrainer und Russen nun dazu übergegangen sind, sich gegenseitig die Lebensgrundlagen zu zerstören. Seitdem die Ukrainer nun allerdings die Reichweite ihrer Drohnen auf über 3000 km erhöht haben, sind sie den Russen gegenüber jedoch leicht im Vorteil. Und die werden die Reichweiten ihrer Drohnen noch mehr erhöhen können, und, sofern der Krieg denn noch lange genug dauert, womöglich auch irgendwann die russische Pazifikküste erreichen. Russlands großen Weiten nebst deren Hang zur zentralistischen Gestaltung von Infrastruktur und Produktion wird für die Russen zu einem immer größeren Problem. Diese Weiten sind extrem hilfreich, wenn man sich gegen Invasoren verteidigen möchte. Aber eben nicht, wenn der angegriffene Kriegsgegner überhaupt kein Interesse an einer Invasion hat, und sich nur darauf konzentriert, mittels Fernwaffen die Achillesfersen der russischen Wirtschaft zu attackieren.

    Mittlerweile jedoch erreichen die Ukrainer Öl- und Gasquellen in Westsibirien, und haben auch den Gasleitungsknotenpunkt, wo 80 % des russischen Gases durchlaufen, angreifen können. Ziel dieser Angriffe sind typischerweise die Kompressorstationen, welche zwingend notwendig sind, um das verflüssigte Erdgas durch die Pipelines zu schicken. Die in den Kompressorstationen verbaute Technik wird weltweit von nur 3 Firmen hergestellt, welche sich allesamt vom russischen Markt zurückgezogen haben. China hat angeblich versucht, die verbaute Technik zu kopieren, ist damit bisher jedoch ziemlich kläglich gescheitert. Das bedeutet also: Schafft es die Ukraine, die Kompressorstationen zu zerstören, wird die Gasversorgung des europäischen Teils Russlands bis zu 80 % zusammenbrechen. Für Russland würde das bedeuten, dass der nächste Winter nicht nur ziemlich kalt, sondern auch die Stromproduktion und Industriefertigung, und damit auch Rüstungsproduktion, welche beide nicht sonderlich effizient mit dem Gas umgehen, erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Nun, ich gehe mal davon aus, dass in Russland die Versorgung mit Erdgas den gleichen Weg nehmen wird, den auch schon die Petrochemie nebst der Versorgung Russlands mit Treibstoffen gegangen ist. Sie wird zusammenbrechen, und nur noch eine rudimentäre Versorgung erlauben.

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    Im schwarzen Meer hat die Ukraine u. a. 2 russische Frgeatten schwer beschädigt, welche als Plattform für den Start von Kalibr-Raketen genutzt worden sind. Desweiteren bombardieren sie wiederkehrend russischen Raffinerien, und haben auch wieder ein Ozon-Verteilzentrum abgebrannt. Im Donbas scheint eine ukrainische Gegenoffensive zu laufen, bzw. sich in der Vorbereitung zu befinden. Die Ukrainer selber halten sich in letzter Zeit bezüglich ihrer militärischen Operationen aus gutem Grunde sehr bedeckt. Aber, nachdem sie einen russischen Brückenkopf komplett zerschlagen haben, sind sie angeblich dazu übergegangen, Minenfelder zu räumen, um den eigenen Truppen den Weg Richtung Osten/Süden zu öffnen. Diese Meldungen kommen übrigens von russischen Bloggern. Natürlich sollte man etwas vorsichtig sein, aber man könnte schon glauben, dass die Moral und Kampfkraft der Russen deutlich gesunken ist.

    Die anstehenden Wahlen in Russland und der kommende Winter dürfte sowohl für die Ukraine als auch Russland ziemlich schwierig werden, und könnte doch schon ein paar erfreuliche Entwicklungen bringen. Ich gehe dabei davon aus, dass das russische Volk keinesfalls mehr geschlossen hinter Putin und seinem Verbrechersyndikat namens Regierung steht, und womöglich zu meutern anfängt, wenn der Winter nur schön unangenehm wird.

    Die Ukraine dringt mit ihren Drohnen mittlerweile 3200 km tief in russischen Territorium ein, und zerstört Ölquellen und Produktionsanlagen im westlichen Sibirien. Man muss sich dabei darüber im Klaren sein, dass diese langsamen und laut knatternden Drohnen auf ihrem Weg durch die Weiten Russlands von tausenden von Russen wahrgenommen werden müssen. Trotzdem schaffen die es offenkundig, erfolgreich ihre Ziele zu erreichen und zu treffen.

    Im Donbas hat die Ukraine scheinbar über 200 qkm Gelände zurückerobert. Das ist umso bemerkenswerter, weil der Donbas im Fokus der Russen liegt, und entsprechend stark mit Truppen versehen worden ist. Die Rückeroberung der Ukrainer erfolgte daher in relativ kleinen Schritten. Man muss sich dabei jedoch vor Augen halten, dass die Russen beinahe 2 Jahre und massive Verluste benötigt haben, um die Gelände zu erobern. Hilfreich war dabei wohl auch eine neue Technologie, mit deren Hilfe man nicht nur die russischen Drohnen jedweder Art, sondern auch die Steuerungen der russischen Geleitbomben erfolgreich stören konnte. Wie die Ukrainer es schaffen, offenkundig die Elektronik der russischen Angriffsmittel zu stören, und zeitgleich die eigenen Drohnen durchzubringen, ist mir schleierhaft, und darf auch gerne noch ein Geheimnis der Ukrainer bleiben. Hilfreich bei der Rückeroberung des Geländes war scheinbar auch der Umstand, dass das durch und durch verlogene russische System auch bei der Weitergabe der Informationen von der Front nicht halt macht. So werden vom russischen Generalsstab Ortschaften als besetzt gemeldet, welche sich 25 km hinter der ukrainischen Frontlinie befinden.

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    So, wie es jetzt läuft, kann es gerne weitergehen. Wird es natürlich nicht. Es ist eben nur eine Frage der Zeit, dass die Russen technologisch nachgerüstet haben, und das Pendel wieder zu deren gunsten ausschlägt.

    Die eigentlich eher blindwütigen Angriffe der Russen mit Raketen und Drohnen gegen alles, was mit der Versorgung der ukrainischen Bevölkerung mit Waren aller Art zu tun hat, ist eigentlich eher ein Ausdruck der Hilfslosigkeit. Das wird die Russen nicht entscheidend weiterbringen. Dafür ist das Versorgungssytem der Ukrainer einfach zu fragmentiert und kleinteilig. Russland ist (war) diesbezüglich mit den Wirtschaftsgiganten Wildberries und Ozon anders aufgestellt.

    Hoffentlich ist dieser Krieg bald zuende.

    Ja, ich weiß. Er macht immer sehr ukrainefreundliche, pathetische Videos. Und ich denke, von seinen Analysen her hat er auch durchaus Recht. Was man nur nie vergessen sollte: Russland ist eine Diktatur. Und der Diktator lässt keinerlei Missverständnisse aufkommen, wer die Zügel in der Hand hält. Dementsprechend wird mittels Dekreten und Druck verhindert, dass das Wirtschafts- und Gesellschaftsleben Schaden nehmen kann. Kommt es dann doch zu irgendwelchen materiellen Engpässen, wie z. B. bei den Treibstoffen, muss eben die Bevölkerung schauen, dass sie sich flexibel und phantasiereich durch das Problem navigieren. Die eigentlichen Problemlösungen werden dadurch in die Zukunft verlagert, und werden den Russen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit gehörig auf die Füsse fallen. Es muss nur wieder Frieden einkehren. Putin weiß das, und hält daher am Krieg fest.

    09:43 Kyjiw. Neuer Korruptionsskandal zeichnet sich im Umfeld der Generalstaatsanwaltschaft ab. Ich kann jetzt schon sagen, dass dies den Weg in die EU in Zukunft sehr erschweren wird - vielleicht sogar ganz verhindert.

    Meine Frau, welche viele Kontakte in die Ukraine unterhält, weiß zuhauf von Korruptionsfällen zu berichten. Die Korruption zieht sich nach wie vor durch alle Bereiche des ukrainischen Lebens, und erschwert auch den Landesverteidigern ihre Arbeit erheblich. Das dieses Thema nun auch hier mal hochgekocht wird, mag daran liegen, dass man nun Korruptionsfälle in der Justiz aufgedeckt hat. Man sollte sich in diesem Kontext daran erinnern, dass Selenskyj das Antikorruptionsbüro schließen, bzw. deren Handlunsspielraum erheblich einschränken wollte. Weite Teile der Bevölkerung hatten dagegen massiv demonstriert, sodass Selenskyj seine Pläne wieder begraben musste. Aber Stillschweigend darf da trotzdem die Frage aufkommen, inwiefern Selenskyj die Korruption duldet, oder, ob nun mittel- oder unmittelbar, selber dabei profitiert. Genaueres sollte man erst dann untersuchen, wenn wieder Frieden eingekehrt ist.

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    Nach den Raffinerien, der Petrochemie und den Onlinehändlern, will die Ukraine nun den Flugverkehr in den Fokus nehmen. Nicht umsonst hat Selenskyj darauf hingewiesen, dass die Passagierflieger einem ziemlich hohen Risiko ausgesetzt sind. Schließlich kann eines der russischen Flugabwehrmittel auch mal sein Ziel (Drohne oder Marschflugkörper) verfehlen, und ein mögliches Passagierflugzeug als neues Ziel "wahrnehmen" und abschießen.

    Der Luftverkehr hat in Russland einen ziemlich hohen Stellenwert. Das alleine schon aufgrund der riesigen Entfernungen im Land. Und Transportiert werden nicht nur Touristen und Geschäftsleute, sondern auch Arbeiter für den Schichtwechsel, Waren und Güter jeder Art, welche ansonsten in den schlimmen Jahreszeiten ihre Ziele niemals erreichen würden. Mit diesen Zielen sind Bergwerke, Ölquellen, Gasquellen und teilweise auch Industriebetriebe im fernen, dünnbesiedelten Sibirien.

    Mit Ausnahme der staatlichen Aeroflot scheinen alle anderen privaten Fluggesellschaften finanziell aus dem letzten Loch zu pfeifen. Das gleiche gilt auch für die gesamte Flugzeugflotte, welche insbesondere unter den Sanktionen zu leiden haben. Sicherlich, die Russen schaffen es nach wie vor über Umwege an die notwendigen Wartungs- und Reparaturteile für die Flugzeuge zu kommen. Aber, die Teile sind für die Russen extrem teuer geworden, sodass sich der Einbau der Teile wirtschaftlich nicht mehr darstellen lässt. Die Gesamtfolge ist, dass die russische Luftflotte komplett auf dem Zahnfleisch kriecht, und immer mehr Flugzeuge aus dem Verkehr gezogen werden müssen.

    Beim "Kampf" gegen die Flugverkehr muss die Ukraine natürlich massiv darauf achten, dass von ihnen keine vollbesetzten Passagierflugzeuge abgeschossen werden. Der Aufschrei im Westen wäre erheblich, und würde sichlich auch Einfluß auf die Unterstützungen für die Ukraine nehmen.

    Es reicht aber, wenn die Ukrainer Drohnen über die Flugplätze fliegen lassen, natürlich ohne den Flughafen anzugreifen. Dadurch werden die Russen dazu gezwungen, den Flughafen zu schließen. Das führt dann naturgemäß zu Verspätungen, oder zwingt die Piloten womöglich dazu, einen Ausweichflughafen anzufliegen. Beides beinhaltet für die Fluggesellschaften ziemlich Kosten. Darüber hinaus beschießen die Ukraine die in flughafennähe gelegenen Kerosinlager. Flugzeuge können dadurch nicht betankt werden, was zu Flugausfällen oder weitere Verspätungen sorgt. Tja, wären die Ukrainer wie die Russen, würden sie einfach den Lotsenturm wegballern, und der Flughafen ist Tod. Nur, die Gefahr, dass dadurch vereinzelte Flieger nicht mehr rechtzeitig einen Ausweichflughafen erreichen können, ist einfach zu groß. Und abstürzenden Flugzeuge mit hunderten von Toten möchte die Ukraine nicht erzielen.

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    Mal schauen, ob die Ukrainer den Luftverkehr in Russland auch erheblich stören können, sodass er nichts sinnvolles mehr leisten kann.

    Sie haben allerdings bis dahin erheblich weniger Unterstützung vom Staat bezogen, stattdessen gearbeitet, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge gezahlt.

    Es gibt eben viele europäische Staaten, welche ihre Migranten deutlich erfolgreicher integrieren können, wie wir es hier in Deutschland schaffen. Manchesmal denke ich, dass einer der Gründe darin liegt, dass wir unsere Migranten zu umfangreich unterstützen. Uns bekannte Flüchtlinge, welche nach Polen oder in die Tschechei geflüchtet sind, stehen ebenfalls komplett in Lohn und Brot. Aber hier? Da gibt es Wohnung und Unterhalt, komplett leistungsbefreit. Vereinzelt versuchen die sich nun schon zum 3. Mal am A2 Deutschkurs. Selbstverständlich werden diese Kurse ebenfalls vom Steuerzahler bezahlt.

    Man muss sich da nicht weiter wundern, dass sich bei so manchen Deutschen doch schon so einiges an Wut aufstaut. Und hätten die ein wenig mehr Einblick, welche Förderungen die Ukrainerinnen erhalten, dann dürfte da richtig viel Druck auf den Kessel kommen.

    Von den Flüchtlingen, welche wir kennen und betreuen, haben 2 quasi eine Vollzeitstelle (sie können damit ihren Lebensunterhalt komplett selber bezahlen) und 4 oder 5 einen Minijob. Ich war anfangs eigentlich deutlich positiver gestimmt, dass "unsere" Flüchtlingen komplett in Lohn und Brot zu bringen sind. Eigentlich ist das alles schon ein wenig enttäuschend.

    Nach fast 5 Jahren sind weniger Journalisten vor Ort in der Ukraine, es gibt weniger Berichte in deutschen Medien und weniger Präsenz und Reichtweite in sozialen Netzen. Aktive Kenner der Ukraine ziehen sich bei X oder auch bei Youtube zurück, denn deren Aufwand ist enorm, die Wirkung schmilzt dahin.

    Ja, vermutlich erlahmt das hiesige öffentliche Interesse zusehends an diesem unsäglichen Krieg, was dann auch für die Journalisten, Blogger, Aktivisten und andere Kommentatoren, auf welchen Plattformen auch immer, bedeutet, dass sie weniger Follower/Interessenten haben, was dann natpürlich auch den einen oder anderen finanziellen Nachteil mit sich bringen kann. Denn, machen wir uns nichts vor: Auch die interessantesten Blogger oder Youtuber, seriösesten Nachrichtensendungen wollen mit ihrem Wirken eine Plattform schaffen, um interessant für Werbetreibende zu werden.

    Auch die Ukraine wird bei Infos zugleich zurückhaltender. Oft gibt es Bestätigungen erst mit ein-, zweitägiger Verspätung - beim Frontgeschehen rechne ich sogar mit Wochen.

    Aus gutem Grunde halten sich die Ukrainer zunehmend zurück. Die Russen neigen dazu, Erfolge zu veröffentlichen, welche es nicht gibt. Nur, die vermeintlich besetzten Gebiete sind nun mal tabu für die russische Artillerie und Luftwaffe. Die Russen haben dann wohl die offenkundig ehrlicheren ukrainischen Gefechtskarten genutzt, um zu ermitteln, wo denn nun die tatsächlichen Frontverläufe sind.

    Und dann kommt zum hundersten Mal die Forderung, dass Deutschland ausradiert gehöre. Hunderttausende Menschen sehen das hier tagtäglich über Satellit. Aber nicht nur Solowjow verbreitet Hass und schräge Narrative mit seinen Vernichtungsphantasien. Das ist der existierende Wahnsinn im dortigen Alltag, welcher eben auch hier ankommt.

    Ich weiß nicht, ob sich noch jemand daran erinnert, mit welchen Haßtiraden, Narrativen und Hetzkommentaren Russland um sich geworfen hatte, als sich der Krieg gegen die Ukraine noch in der Planung befand, bzw. auf niedrigerem Niveau gestartet worden ist. Deutschland ist bei der russischen Führung mittlerweile ziemlich verhaßt. Schließlich gehören wir zu den mit Abstand größten Förderern und Unterstützern der Ukraine. Selber nehme ich diese Drohungen und Vernichtungsphantasien aus Russland ziemlich ernst, wohl wissend, dass die Russen jede Möglichkeit nutzen werden, um sich zu rächen. Dabei hält sich Deutschland absolut an dem Völkerrecht. Es ist eben nur Russland, welches seine eigenen Interessen und Ansichten über das Völkerrecht stellt.

    Grundsätzlich scheint es so zu sein, dass Russland nicht nur mit den beiden bekannten deutschen Parteien AfD und BSW verbandelt ist, sondern wohl auch nach wie vor mit Trump. Anders lässt es sich ja nicht erklären, dass gerade jetzt, wo die Ukraine ein paar Erfolge an der Front erzielt hat, und auch der russischen Wirtschaft erfolgreich zusetzt, auf einmal wieder Wittkoff und Kutschner nach Russland fliegen, um mit Putin über mögliche Friedenslösungen zu verhandeln. Wir wissen ja aus der Vergangenheit, was dabei herauskommen wird: Putin wird seine bekannten Narrative und Forderungen verbreiten, aber dabei keinen Deut von seinen Maximalforderungen abweichen. Den Weg nach Kiev können sich die beiden US-Kasperköpfe ergo sparen. Viel wichtiger für Putin dürfte jedoch sein, dass es national und international wieder schöne Bilder gibt, wo sich dieser Bunkerbewohner auf Augenhöhe mit einer US-Delegation zeigen darf.

    Selber sehe ich so diverse Entwicklungen ebenfalls mit ziemlichem Bauchweh. Als Kernproblem habe ich entlarvt, dass es nur noch wenige bis gar keine Politiker mehr mit einem Kompass gibt, welcher eine Richtung vorgibt, der auch überzeugend viele Wähler hinterherlaufen würden, und auch tatsächliche Problemlösungen anbietet. Es würde jetzt allerdings den Rahmen sprengen, sich darüber hier und jetzt weiter auszulassen.

    „…Putin sagte, die Führung sei davon ausgegangen, dass Ölraffinerien „rein zivile Objekte“ seien und deshalb selbst in einem bewaffneten Konflikt nicht angegriffen würden. „Aber in diesem Sinne haben wir uns geirrt, unser Gegner denkt leider anders“, sagte er.“

    Dieser verwirrte Bunkerbewohner ist ja auch davon ausgegangen, dass die Ukraine innerhalb von 3 Tagen überrollt wird, die Ukraine niemals tief im russischen Hinterland angreifen kann, Europa die Ukraine niemals so nachdrücklich und ausdauernd unterstützen wird, die russischen Armee eigentlich nicht komplett versagen wird,.....

    Aber, dass sind ja Feststellungen, welche von der russischen Führung besser nicht öffentlich verbreitet werden.


    P. S.:

    Ich würde es sehr begrüßen, wenn hier in Deutschland nicht ständig jede Äußerung des Bunkerbewohners veröffentlicht wird. Seinem Großmaul entfleuchen so und so eher nur Propagandamärchen und Narrative, Lügen, Ukraineverachtendes und sicherlich auch durchaus ernstzunehmende Drohungen. Nur, je intensiver und zahlreicher dessen Äußerungen hier verbreitet werden, destomehr geht man auch seiner Propagandamasche auf den Leim, und verstärkt damit die Wirkungen der hybriden Attacken.

    Wir werden uns wohl darauf einstellen müssen, dass die hybriden Angriffe Russlands zunehmen werden. Der Grund ist einfach: Ob nun zu Recht oder Unrecht, sie betrachten uns als Kriegspartei. Das Völkerrecht hält sich diesbezüglich etwas zurück. Aber nach bisheriger Lesart, und gestützt auf die UN-Charta und den Genfer Konventionen, gelten Staaten, welche einen angegriffenen Staat unterstützen, keinesfalls als Kriegspartei. Den Status als Kriegspartei würden die Unterstützer erst dann erhalten, wenn sie mit eigenen Truppen aktiv an den Kampfhandlungen teilnehmen.

    Nur, Russland macht es sich da eben ein wenig einfacher, und bezeichnet die Ukraine als Aggressoren, und sieht sich daher selber in einem Verteidigungskampf. Gemäß dieses russischen Narratives werden eben alle Unterstützerstaaten der Ukraine ebenfalls zu Aggressoren. In letzter Konsequenz wäre es dann aus russischer Sicht absolut legitim, wenn die Unterstützerstaaten ebenfalls militärisch attackiert werden.

    Allerdings scheut Russland (momentan noch) den offenen Konflikt mit den europäischen NATO-Staaten, und womöglich auch der USA. Stattdessen setzen die lieber auf eben jene hybriden Angriffe, mit dem Ziel, die westlichen Gesellschaften zu spalten, und einen Keil zwischen den Bevölkerungen und deren Regierungen zu treiben. Es liegt nun wohl an den Regierenden, ihre Bevölkerung offen und transparent über die Situation aufzuklären, und in gleicher Art und Weise auch Sabotageakte, Anschläge und andere hybride Attacken zu kommunizieren. Ansonsten überlassen die das Feld den Rattenfängern, welche üblicherweise russische Narrative verbreiten.

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    Wie ich finde, ein ziemlich gut getroffenes Interview, welches naturgemäß nicht alle Facetten der jetzigen Lage darstellen kann. Aber immerhin hinterläßt es einen recht guten Überblick über den jetzigen Status, mögliche Perspektiven, und den daraus resultierenden Konsequenzen, Problemen und Zukunftsaussichten.

    Was bedeutet "in der Nähe" und "beobachten".

    Ich denke, die sollten da mal näher ran, vielleicht auch an Bord gehen, um zu klären, welchen groben Unfug dieser russische Schlepper direkt vor der schwedischen Küste treibt. Oder wollen die Kollegen darauf warten, dass der Schlepper irgendwelche Kabel oder Pipelines unter Wasser kappt, oder womöglich auch nur irgendwelche Sensoren aussetzt.

    Es gibt wieder neue Nachrichten aus dem Donbass: So sollen die Ukrainer still und leise 2 russische Regimenter beinahe komplett eingekesselt haben. die Ukrainer setzen in letzter Zeit verstärkt darauf, ihre militärischen Operationen nicht mehr lauthals in der Presse zu verkünden. So haben sie ja schon im Raum Zaporizhzhya ca. 750 qkm sill und leise, quasi im Handstreich, zurückerobert. Nun, dass jetzige schwere Gefecht im Donbas scheint nun doch irgendwie an die Öffentlichkeit gedrungen zu sein, sodass jetzt auch der Wettlauf gegen die Zeit anfängt. Frage ist nämlich, ob es Russland schafft, die beiden beinahe eingeschlossenen Regimenter zu evakuieren, oder ob sie es doch schaffen, Verstärkungen in diesen Bereich zu bringen, um die Ukrainer zurückzudrängen. Am Besten wäre es natürlich, die beinahe eingeschlossenen Truppenkontingente werden irgendwie vernichtet, und das Gelände von den Russen befreit.

    Egal, was passieren wird: Es scheint irgendwie offensichtlich zu sein, dass die Kommunikation innerhalb der russischen Armee nicht mehr richtig funktioniert. Denn, normalerweise sollte man schon erwarten, dass die Russen merken, was die Ukrainer vor haben, um dann entsprechend darauf zu reagieren.

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    Und dann geht es noch um ein ziemlich unrühmliches Thema: Die Zusammenarbeit von Putin und Trump, und die unreflektierte Verbreitung immer gleicher russischer Narrative in der westlichen Medienlandschaft. Immerhin wird Trump in ca. 64 Tagen der Zahn gezogen werden. Dann stehen in den USA die Midtermwahlen an, welche mit großer Wahrscheinlichkeit von den Demokraten gewonnen werden. Trump steht also, genauso wie Putin, mit dem Hinterteil an der Wand. Keiner wird seine Ziele auf absehbare Zeit mehr durchsetzen können. Ganz im Gegenteil: Gewinnen die Demokraten, können sie Trump dazu zwingen, der Ukraine wieder zu helfen. Wobei diese Hilfe sicherlich erfreulich wäre, aber keinesfalls mehr richtig notwendig ist. Schließlich ist Europa aufgewacht, und unterstützt die Ukraine ziemlich kräftig und erfolgreich.

    Putin hat das sicherlich gemerkt, und hat wohl seinen Busenfreund Trump um Unterstützung gebeten. Dieser schickte dann prompt den CIA-Chef mit "geheimer" Mission. Zuvor wurde in einer eigentlich angesehenen, amerikanischen Zeitung (The Economist) ein Interview mit einem russischen Vertreter veröffentlicht. Das alles mit dem Ziel, die westlichen Gesellschaften zu verunsichern, und auf eine mögliche Eskalation Russlands auf die NATO hinzuweisen. Die europäischen NATO-Staaten sollen sich eben mehr um sich selber, und weniger um die Ukraine zu kümmern. Nunja, wie man das putinsche Russland kennt, werden die, egal wie schlecht die eigene Situation ist, niemals Schwäche zeigen, und solange mit perfiden Methoden Drohungen aussprechen, bis die Gegenpartei einknickt. Eigentlich sollte diese Methodik mittlerweile bekannt sein, und dementsprechend nicht mehr verfangen.

    Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass Russland auf einer vermeintlich niedrigen Schwelle eskalieren wird. Und dazu gehören offenkundig auch Sprengstoffanschläge. Unsere Regierung hat sich ja nun zu einem doch ziemlich heftigen Schritt entschlossen, und will ein russisches Konsulat und das russische Haus in Berlin zumachen. Ich gehe jedoch davon aus, dass man es den Russen auch in Russland selber heimzahlen wird. Natürlich nicht mit eigenen Sprengstoffanschlägen, sondern passenden Cyberattacken.

    Reaktion auf Anschlag in Leipzig: Deutschland schließt Russisches Haus in Berlin
    Anfang August gab es einen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle. Die Bundesregierung sieht die Verantwortung in Russland – und reagiert.
    www.t-online.de

    Ich unterstelle mal einfach, dass hinter diesem "versuchten" Anschlag auch die Russen stecken:

    Zwischenfall am Kraftwerk Jänschwalde: Sprengstoff in Umspannwerk nahe Berlin entdeckt
    Südlich von Berlin sind Sprengvorrichtung nahe des Kraftwerks Jänschwalde entdeckt worden. Auch eine Detonation soll es gegeben haben.
    www.t-online.de

    Auch so könnte eine russische Eskalation ausschauen. Und, sofern meine Unterstellung zutrifft, dass auch hinter dieser Aktion die Russen stecken, würde ich gerne mal von entscheidender Stelle, was denn bitte schön alles unter dem Deckmantel eines hybriden Krieges durchgeführt werden darf.

    Die Russen haben scheinbar ihre Taktik in mehrfacher Hinsicht verändert. Statt große Gruppen an Drohnen loszuschicken sind sie dazu übergegangen, tagtäglich kleinere Gruppen an Drohnen zu starten. Diese werden so ca. alle 60 Minuten losgeschickt. Diese Taktikänderung führt dazu, dass z. B. in Kiew Dauerluftalarm gegeben werden muss, was dazu führt, dass das zivile Leben immer mehr Einschränkungen erfährt. So fahren z. B. bei Luftalarm keine öffentlichen Verkehrsmittel über den Dnepr, viele Betriebe schließen, Pendler sitzen auf den Bahnhöfen fest, etc.. Und natürlich wird dadurch auch die ukrainische Flugabwehr gehörig unter Stress gesetzt. Schließlich nehmen diese Gruppen stets andere Wege Richtung Kiev, die Reichweite der Flugabwehrmittel ist jedoch begrenzt. Dazu dann noch die schneller fliegenden Drohnen mit Jetantrieb, so wird dann schon klar, dass den Ukrainern sowohl quantitativ als auch qualitativ die Luft ausgeht. Mittlerweile haben die Ukrainer sicherlich schnellere Abfangdrohnen entwickelt, welche wohl auch teilweise schon die Serienreife erreicht haben, und die schnelleren Jetdrohnen abschießen können. Was momentan wohl noch fehlt, sind die Fertigungskapazitäten, um diese Drohnen in den notwendigen Stückzahlen herstellen und an die Front bringen zu können.

    Alle 30 Minuten neue Drohnen – dahinter steckt Russlands neue Taktik
    In den vergangenen Wochen hat Moskau seine Drohnenstrategie im Krieg gegen die Ukraine verändert. Das setzt Kiew gehörig unter Druck.
    www.t-online.de

    Der einzige Trost an der momentanen Misere ist, dass die Russen nach wie vor überwiegend zivile Ziele angreifen. Das ist sicherlich absolut nervig, und wird das Leben der Zivilbevölkerung sicherlich auch nachhaltig stören. Aber es führt eben nicht dazu, dass die Kampffähigkeit der Ukraine verringert wird, und es wird auch nicht dazu führen, dass die Kampfmoral sinkt

    mein Zusatz: Die Massenflucht, die dann Richtung Westen einsetzt, ist Sarah Wagenknecht augenscheinlich egal. Die Kosten dafür werden alle bisherigen Hilfen weit in den Schatten stellen. Sarah Wagenknecht fühlt sich da am wohlsten, wo Chaos herrscht und etwas zusammenbricht - notfallst trägt sie dazu auch selbst bei.

    Nicht darum kümmern. Sie versucht eben nach Kräften Punkte zu sammeln, und dass erfreulicherweise auf Kosten der AfD. Auch die Wagenknecht lebt eben davon, dass sich zu viele Wähler nicht mit den Wahlprogrammen auseinandersetzen, dafür aber populistischem Geschrei und Short-Cuts bei YT, Tik-Tok, Instagramm etc. hinterherhecheln. Wichtig ist nur, dass sich vermutlich etwas ändert, wenn sie das Wahlkreuz an der richtigen Stelle gesetzt haben. Nüchtern und sachlich betrachtet werden aber auch jene Wähler nicht diesem winzigen Bunkerbewohner in den Arsch kriechen, geschweige denn aus NATO oder EU austreten wollen.

    Um zu verstehen, was diese Wähler womöglich antreiben könnte:

    Die da unten - Die da unten - hier anschauen
    Vor der Landtagswahl in MV ist nicht nur das Vertrauen in die Politik gesunken – auch in die Demokratie. Wer kann sie retten?
    www.ardmediathek.de

    Ich denke mal, dass in dieser Doku vieles auf den Punkt gebracht worden ist. Ist allerdings etwas länger und umfangreicher wie diese AfD- oder BSW-Quickies.

    Russland attackiert erneut Grenzübergang zu Moldau

    https://www.ukrinform.de/rubric-ato/4156221-russland-attackiert-erneut-grenzubergang-zu-moldau-in-region-odessa-verkehr-gesperrt.html

    Frage dürfte jetzt natürlich sein, ob das eine russische Warnung Richtung Moldau sein soll, oder ob über diesen Grenzübergang tatsächlich kriegswichtige Güter gehen. Ich selber würde mal darauf tippen, dass zum Transport von Rüstungsgütern eher die Bahn das richtige Transportmittel ist.

    Oder ist jemanden bekannt, dass Russland auch ukrainische Grenzübergänge Richtung Polen, Ungarn oder Rumänien bombardiert hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass dadurch auch EU-Bürger zu Schaden kommen dürfte den Russen dabei ziemlich egal sein. Die daraus resultierenden Konsequenzen jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht.

    Die Luft in Russland scheint immer dünner zu werden. So ist die Treibstoffproduktion scheinbar reichlich zurückgegangen, Benötigt werden wohl so um die 115000 to pro Tag, produziert werden aber nur noch 80000 to. Die fehlenden Mengen sollen auf dem Weltmarkt dazugekauft werden. Mit ziemlicher Sicherheit wird das so einfach nicht funktionieren. Desweiteren sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Treibstoffproduktion vorzugsweise wohl nur noch weit im Osten Russlands stattfindet, benötigt werden die Treibstoffe aber vorrangig im Westen des Landes, wo eben auch der größte Teil der Bevölkerung lebt.

    Desweiteren plant Russland wohl, die Staatsausgaben für den zivilen Bereich um 35 % zu kürzen. Was darunter zu verstehen ist, ist momentan noch etwas nebulös. Schließlich fallen darunter Ausgaben für den Erhalt und die Erneuerung von Infrastruktur (Straßen, Schulen, Krankenhäuser, etc.), aber auch Renten, Löhne für Beamte und den Sicherheitsapparat, Feuerwehr.... Man darf gespannt sein, wie und wo gekürzt werden soll. Gleichzeitig wurde angekündigt, 15 % der Beamten zu entlassen. Nun gut, diese Maßnahme gehört sicherlich mit zu den Kürzungen im zivilen Bereich, wird aber vermutlich dazu führen, dass der russischen Staat handlungsunfähiger wird.

    Auf gar keinem Fall gespart werden soll bei den Ausgaben für das Militär und den Zinszahlungen für die Staatskredite. Wobei ich darauf tippe, dass letzteres oberste Priorität genießt. Denn, bleiben die Zinszahlungen aus, werden die betreffenden Staatsanleihen sofort fällig. Dann steht der Staatsbankrott Russlands im Raum.

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    Derweil weitet die Ukraine ihre Drohnenkampagne gegen Russland aus. Selenskyj hat Russland schon damit gedroht, zukünftig täglich 1000 Drohnen nach Russland zu schicken. Die Kapazitäten dafür scheint die Ukraine (und wohl auch die westlichen Unterstützer) zu haben. Neben Wildberries und Ozon sollen wohl nun auch die vielen kleineren Internetdistributionsnetzwerke in Angriff genommen werden. Ziel dieser Maßnahme soll wohl auch sein, die vorraussichtlich kommende Mobilisierung Russlands erheblich zu erschweren. Die russischen Soldaten werden nun mal keinesfalls komplett ausgestattet, und kaufen daher fehlende Ausrüstungsgegenstände bei den gängigen Händlern nach. Nur, wenn es diese nicht mehr gibt, wird es schwierig und teuer.

    Tja, und wie es scheint, plant mindestens unsere Regierung die Maßnahmen Russland gegenüber zu verschärfen. Ursachen dafür sind wohl die immer schwerwiegender werdenden hybriden Attacken Russlands, welche teilweise eigentlich schon den Charakter eines offenen, heißen Konfliktes haben. So viel anders lässt sich der Einsatz sprengstoffbeladener Drohnen nicht deuten. Es ist wohl einzig dem schlechten Ausbildungsstand der eingesetzten Akteure zu verdanken, dass diese Angriffe nicht erfolgreich waren.

    Es hat mir richtig gut getan, dass ich mal gute 2 Wochen beinahe nichts von der aktuellen Politik und dem Weltgeschehen mitbekommen habe. Das Leben als solches wirkt dann auf einmal deutlich lebenswerter, entspannter und spaßiger.

    Mittlerweile habe ich mir ein paar Videos meines Lieblings-YouTubers Mark Reicher angeschaut, und durfte feststellen, dass sich in diesen 2 Wochen doch schon so einiges getan hat. So soll die Ukraine im Handstreich gute 750 qkm Land im Oblast Zaporizhzhya zurückerobert haben. Zeitgleich ist wohl die Drohnenkampagne gegen Wildberries erfolgreich weitergelaufen, und eine weitere Kampagne gegen Ozon gestartet worden. Im Rahmen dieser Kampagnen sollte man sich wohl von dem Gedanken verabschieden, dass dadurch die Versorgung der russischen Bevölkerung verschlechtert wird. Das wird mit ziemlicher Sicherheit nicht passieren. Die Russen werden schon andere Mittel und Wege finden, um die heißersehnten Produkte zu erhalten. Allerdings dürften diese Produkte dann deutlich teurer werden.

    Wildberries und Ozon stehen allerdings bei einigen Banken mit jeweils weit über 1 Billion Rubel in den Schulden. Diese Schulden werden die wohl nicht mehr zurückzahlen können. Dazu kommen mindestens 500000 Onlinehändler, welche die Systeme von Wildberries und Ozon genutzt haben, um ihre Geschäfte zu tätigen. Diese Händler haben ihre kreditfinanzierten Waren bei Wildberries und Ozon eingelagert. Da die beiden Internetgiganten keine Verantwortung für durch Krieg zerstörte Waren übernehmen, diese Warenbestände aber ebenfalls verbrannt oder durch Löschmitteleinsatz zerstört worden sind, werden die wohl ebenfalls ihre Kredite bei den Banken nicht zurückzahlen können. Unterstellt man mal, dass diese Onlinehändler im Schnitt 100000 Rubel Schulden bei den Banken haben, läppern sich diese kleinen Kredite auf mindestenz 50 Milliarden weitere faule Kredite für die Banken. Allerdings denke ich mal, dass die angenommenen 100000 Rubel Kredite eher sehr niedrig angesetzt sind. Man muss vor diesem Hintergrund verstehen, dass auch in Russland die Banken mindestens 10 % Eigenkapital vorweisen müssen. Typischerweise "versichern" die Banken jedoch die vergebenen Kredite durch den Verkauf von Derivaten. Diese Derivate müssen irgendwann von den Banken wieder zurückgekauft werden. Gehen die Kreditraten planmäßig ein, ist das für die Bank kein Problem. Werden die in den Derivaten enthaltenen Kredite jedoch notleidend, wird die Bank das Eigenkapital einsetzen müssen, um die Derivate zurückzukaufen. Sinkt das Eigenkapital allerdings unter die 10 %, werden die Banken verstaatlicht. Dann darf der Steuerzahler, und damit der Staat einspringen. Der russische Staat hat jedoch kaum noch Rubel. Obendrein darf man nicht vergessen, dass neben den Onlinehändlern auch Raffinerien, Petrochemie, Forst- und Landwirtschaft, Rüstungsindustrie etc., ebenfalls jeweils Schulden in Billionenhöhe angesammelt haben, welche ebenfalls nicht mehr bedient werden können. Alle zusammen leiden obendrein unter Kreditzinsen in absurder Höhe. Bei den Summen, die da Auflaufen, werden auch die Druckerpressen nicht mehr hinterherkommen. Man darf gespannt sein, wie der, wohl mittlerweile hinter dem Ural lebende Bunkerbewohner, diese Probleme lösen wird. Natürlich kann er systemrelevanten Unternehmungen verbieten, pleite zu gehen. Aber dadurch werden die eigentlichen Probleme nur in die Zukunft verlagert. Und das bei einem Zinssatz, welcher die Schulden quasi alle 6 Jahre verdoppelt. Es ist jetzt schon abzusehen, dass das für Russland schlecht ausgehen wird.

    Und das sind, ehrlich gesagt, auch für uns schlechte Nachrichten. Es soll auch schon einige russische Experten gegeben haben, welche unter anderem auch auf diese russische Zukunftsprobleme hingewiesen haben. Diese haben auch die Prognosen erstellt, dass Russland sowohl finanziell, als auch technologisch, damit wirtschaftlich, bei den Wissenschaften und der medizinischen Versorgung der Bevölkerung teilweise auch hinter der Ukraine zurückfallen wird. Diese Experten sind schnell ihrer Ämter enthoben worden, und werden sicherlich irgendwann komische Unfälle haben. Nur, man muss sich darüber im Klaren sein, dass es auch unter den Kriegstreibern schlaue Köpfe gibt, welche ebenfalls stillschweigend solcherlei Prognosen erstellt haben. Und, die werden möglicherweise nur eine Lösung sehen. Nämlich dass dieser Krieg eskaliert, und nach Europa ausgeweitet werden muss. Gelingt dieses erfolgreich, kann man immerhin fette Beute machen, und die Probleme sind gelöst. Ich mache mich damit zwar nicht verrückt, aber ein ungutes Gefühl bleibt schon.

    Angesichts der jüngsten ukrainischen Angriffe tief im russischen Hinterland hätten russische Luftabwehrsysteme "ein vollständiges Versagen" gezeigt, sagte er. Eine enge Kooperation in diesem Bereich erscheine für die Nachbarländer daher wenig attraktiv.

    Tja, und dieses Versagen offenbaren ja nicht nur die Luftverteidigungssysteme. Wobei man auch nicht außer Acht lassen sollte, dass es womöglich auch an der russischen Armee, deren Ausbildungsstand und Motivation der Soldaten das Versagen der Systeme zugeschrieben werden kann.

    Leider habe ich den Eindruck, dass bei den Demos die meisten eher an das denken, was sie selber cool finden als sich wirklich mal systematisch Gedanken zu machen, wie man so einen Marsch nutzen kann, um maximal Wirkung bei den Passanten zu erzielen, dass die hinterher denke "ja, wir sollten den Ukrainern mehr helfen".

    Definitiv. Aber um das zu erreichen, müssten die Demos professioneller organisiert und womöglich auch eher "entideologisiert" werden. Dazu müssen wohl schon mehr Fakten auf den Tisch, und, ein wenig Populismus gehört zwingend notwendig dazu, auch klar gemacht werden, inwiefern man hierzulande davon profitiert, wenn die Ukraine den Krieg erfolgreich gestalten kann.

    Russlands hybride Angriffe erfolgen offenkundig in allen erdenklichen Bereichen. Sie machen sich die westliche Toleranz und Offenheit zu nutze, um genau diese Toleranz und Offenheit zu torpedieren, und um unsere Lebensweise zu zerstören. Man muss sich darüber im Klaren sein: Die Russen testen uns ständig. Ziel ist es, unsere Verteidigungsfähigkeit und den innereuropäischen Zusammenhalt auf den Prüfstand zu stellen. Wenn sich Russland dazu entschließen sollte, die europäische NATO anzugreifen, wollen die eben wissen, was sie unternehmen müssen, um Europa handlungsunfähig zu machen. Alleine schon aufgrund dieser Gefahr sollten wir uns dazu entscheiden, mit entschiedener Härte gegen die hybriden Attacken und deren Hintermänner und Institutionen vorzugehen, und nachhaltig auszuschalten. Gleichzeitig sollten wir es den Russen gleich machen, und zumindestens mit Ciberattacken wieder zurückschlagen.

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    Was mich in diesem Kontext richtig traurig und wütend zugleich macht: Die trumpsche USA scheut sich nicht davor, mit Russland und China zusammenzuarbeiten, alleine nur um die EU zu schwächen und zu zerstören. Dieses einzigartige, europäische Kooperations-, Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell scheint weltweit unfaßbar viel Neid zu erzeugen. Einerseits erfüllt mich das mit Freude. Diese Freude vergeht einem allerdings, wenn man auf einmal feststellt, dass man aufgrund des eigenen Erfolges eigentlich nur noch von Feinden umgeben ist.

    P. S.: In dem Video wird natürlich auch über den unsäglichen Krieg berichtet. Weil die Haupthemen jedoch eher auf den hybriden Krieg abzielen, habe ich das Video hier reingesetzt.