Integrationskurs

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    • @ IBN, so Off Topic ist das eigentlich nicht. Integration ist nicht nur vom Willen der sich zu integrierenden Person abhängig. Da spielen noch ganz andere Faktoren eine Rolle. Integration muss ja auch nicht zwingend die Integration in ein anderes Land sein sondern es reicht doch schon die Integration in die neue Familie. Bei bi-nationalen Beziehungen wahrscheinlich mit viel mehr Mühe und Kraft verbunden. Die Reaktionen waren aber interessant "ja aber", "aber darum geht es ja nicht", "ich muss doch nicht". So könnte ich mir die Reaktionen der "nichtwilligen Türken, Russen, Kosovaren usw." auch vorstellen. Am Ende sind wir eben doch alle etwas gleich :) :)
    • Rene schrieb:

      so Off Topic ist das eigentlich nicht. Integration ist nicht nur vom Willen der sich zu integrierenden Person abhängig. Da spielen noch ganz andere Faktoren eine Rolle. Integration muss ja auch nicht zwingend die Integration in ein anderes Land sein sondern es reicht doch schon die Integration in die neue Familie.

      Ja, genau deshalb finde ich diesen Punkt auch extrem wichtig. Als ich zum ersten Mal mit meinen Schwiegereltern zusammentraf, war Kommunikation ein Riesenproblem: ich (deutsch, englisch, ein paar Worte Ukrainisch) - sie (ukrainisch, russisch, ein paar Worte Deutsch, kein englisch). Natürlich hatte ich eine nette Übersetzerin, aber das reicht in der Praxis einfach nicht aus. Ich finde es total wichtig, dass in dem Moment beide Seiten (Schwiegerpapa und ich) mit Hochdruck daran gearbeitet haben, die Sprache des jeweils anderen richtig zu lernen. Man möchte einfach auch mal über etwas mehr sprechen als darüber, ob es gerade lecker ist (ist es ja fast immer!). Das ist auch eine Art gelebter Integration. Es ist m.E. total wichtig, dass die neue Partnerin hier mit der eigenen Familie eine Kommunikationsbasis entwickelt, aber man selber dort das selbe tut.
    • Das dies zwei verschiedene Paar Schuhe sind müßte im Normalfall einleuchten, denn bei einem Part geht es um 'wünschenswertes', beim anderen um 'lebensnotwendiges'. So denn jemand nicht in der Lage ist mit seinen Schwiegereltern zu kommunizieren ist das möglicherweise sehr bedauerlich, wenn jemand nicht in der Lage ist mit der Sprache seiner Wahlheimat zurechtzukommen hat man nichts zu beißen oder muß seine Gastgeber um dauerhafte Unterstützung anschnorren (D stellt da ja eine absolute Ausnahme da, mir ist kein anderes Land bekannt wo dies möglich ist. Das Nichtlernen der Sprache in der Familie ist ein familiäres Problem, durch das kein dritter nirgendwo beeinträchtigt wird, Nichtintegration von Ausländern - durch ein großzügiges Sozialsystem unterstützt - ist ein schwerwiegendes gesellschaftliches Problem.
    • IBN schrieb:

      wenn jemand nicht in der Lage ist mit der Sprache seiner Wahlheimat zurechtzukommen hat man nichts zu beißen oder muß seine Gastgeber um dauerhafte Unterstützung anschnorren

      Das ist der Regel auch so. Ich könnte mir jedenfalls nicht vorstellen einer regulären Arbeit nach zu kommen wenn eine Kommunikation mit Arbeitskollegen erst gar nicht möglich ist.

      Das fängt doch schon beim Bewerbung Schreiben bzw. einen Bewerbungsgespräch an!

      Es gibt natürlich immer auch Ausnahmen von der Regel, was mir so auf die Schnelle einfällt! Intrenet Tätigkeiten die sich auch aus einer Wahlheimat erledigen lassen könnten, sowie auch Tätigkeiten in Firmen wo es ausreicht die englische Sprache zu beherrschen, ein Kumpel von mir lebt seit mehreren Jahren in Prag, er arbeitet dort auch, allerdings beherrscht er 4 Fremdsprachen, ansonsten wäre es nämlich kaum möglich eine reguläre Arbeit zu finden in der Tschechei!

      Gruß Frank

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Franki88 ()

    • IBN, wie gesagt, Integration hört nicht beim Migranten auf. Sie geht uns alle etwas an. Das von dir als "fämiliäres Problem" abgestempelte Desinteresse mancher deutscher Männer an Muttersprache und Kultur ihrer Frauen kann sich relativ schnell zu einem Problem für dritte entwickeln. Nämlich dann wenn zwischen beiden aus ist weil er weder irgentein Interesse an ihrer Kultur hatte noch mit ihrer Familie eine Verbindung aufbauen konnte. Vielleicht findet sie dann keine Arbeit, muss sich also helfen lassen. Was passiert dann mit ihr? Wird sie dann zur "Russin die nur abzocken will"? Sollte man sie aufgrund des Desinteresse ihres Mannes wieder in ihr Heimatland verfrachten? Auf den ersten Blick mag das wie zwei verschiedene Dinge oder "off topic" aussehen. Sie gehören m.E. aber enger zusammen als man glauben mag. @ Franki, es gibt viele Deutsche und andere Westeuropaer die schon seit Jahren im Ausland leben und nicht ein Wort der Sprache ihrer Wahlheimat sprechen. Ganz schnell fällt mir da mein schottischer Kumpel hier in Chorzow ein und natürlich ein deutscher der schon 8 Jahre in Irland lebt und noch kein Englisch spricht. Der geht sogar in Irland zum Lidl und beschwert sich das dort niemand deutsch spricht, ist Lidl doch ein deutsches Unternehmen. Aus diesem Grund kann und werde ich auch nicht glauben das Probleme bei der Integration nur bei bestimmten Võlkergruppen auftreten.
    • Rene schrieb:

      Nämlich dann wenn zwischen beiden aus ist weil er weder irgentein Interesse an ihrer Kultur hatte noch mit ihrer Familie eine Verbindung aufbauen konnte. Vielleicht findet sie dann keine Arbeit, muss sich also helfen lassen.
      Keine vernünftige Arbeit findet sie nicht wenn sie die Muttersprache des
      Landes nicht versteht in das sie imigrieren möchte. Deine Theorien
      finde ich recht seltsam :phat:



      Eine Frau die sich hier bei uns integriert hat, deutsch spricht und
      versteht, ist auch in der Lage sich selbstständig um eine neue Arbeit zu
      bemühen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Franki88 ()

    • Rene schrieb:

      Ich kann den Beitrag, wenn er zuviel persõnliches enthält, gerne editieren.

      Um es praktikabel zu halten, kopiere doch einfach den relevanten Teil heraus und stelle ihn hier herein.
      Ich finde die Diskussion aktuell sehr interessant und angenehm. Bitte tragt alle dazu bei, dass das so bleibt. Hierzu gehört vor allem besondere Vorsicht bei allem, was das "Du" enthält (also einen Bezug auf die Person des jeweiligen Gegenüber hat).
    • IBN schrieb:

      Stobbi schrieb:

      An der Uni in Dortmund gibt es Lehrgänge für Ausländer die hier studieren wollen.
      Du bist ja noch auf 'nem ganz alten Stand! Das soll kein Vorwurf sein, allerdings bin ich vor etwa einem Jahr ebenfalls ausgewandert und lebe und arbeite bei Hannover (also wohne in Garbsen-Berenbostel und arbeite in Langenhagen).

      Stobbi schrieb:

      Meine Frau hat vor etwa 5 Jahren an der Uni Stuttgart ihren Deutschkurs gemacht mit der sogenannten TestDaf Prüfung abgeschlossen.
      Mit der TestDaf Prüfung ist die Hochschulzugangsberechtigung in jedem Bundesland gegeben.
      Der Kurs war allerdings nicht ganz billig, aber jeden Euro wert.
      Wenn es Dich interessiert schaue ich mal ob ich die Rechnungen noch habe.
      Ich bin davon überzeugt, das meine Frau an der VHS nicht so schnell gelernt hätte.
      Falls Du fragen hast melde Dich einfach bei mir.
      Das allerdings interessiert uns, allerdings in einer etwas verschärften Form. Julia wird ab Spätsommer so für etwa 3 Jahre ans Haus gebunden sein, dies schließt dann einen Präsenzkurs und auch ein Präsenzstudium aus. (Und ich habe schon beinahe zuviel gesagt, weitere Ausführungen hierzu mache ich nicht) Das DaF Level liegt irgendwo zwischen B2 und C1, ich finde aufs Verrecken aktuell keine Angebote dies im Fern-/Selbststudium zuhause zu erwerben um anschließend ein Fernstudium aufzunehmen. Wenn da jemand informatives beisteuern könnte wäre dies schön.

      So also erst mal herzlichen Glückwunsch zu was auch immer!
      Das was auch immer kam bei uns vor 1,5 Wochen zur Welt ein gesundes kleines Mädchen.
      Also ist bei meiner Frau auch erst mal wieder Schluss mit studieren. Von der FH habe ich Sie bereits abgemeldet (Exmatrikuliert) weil es während bzw. mit der Schwangerschaft Probleme gab. Da war mir das Kind und meine Frau dann wichtiger wie das Studium, sie hat es eingesehen, also nehmen wir, in dem Fall sie wenn die kleine im Kindergarten ist, einen neuen Anlauf.

      Das mit Deinem Umzug ist irgendwie an mir vorüber gegangen ohne das ich es registriert habe, vielleicht habe ich auch nur die Verbindung zum BVB gezogen, aber egal Du hast verstanden was ich gemeint habe.

      Hier der Link für Hannover: fsz.uni-hannover.de/

      Zu Deinem genannten Problem mit dem Selbststudium würde ich mich mal direkt an das Fachsprachzentrum der Uni wenden, siehe Link.
      In Bezug auf die Prüfung kann ich Euch nur sagen das meine Frau auch nicht alle Kurse belegt hat, wegen der ersten Schwangerschaft.
      Während dieser Zeit war sie aber ständig auf Achse, beim Elefantentanz (Geburtsvorbereitung), im Sprachcafe, beim Nähkurs, beim Yoga und was weiß ich noch wo und überall musste Sie Deutsch sprechen, dies alles hat ihr sehr viel geholfen.
      Auch der sehr gute Kontakt zu meinen Eltern, die keinerlei Fremdsprachenkenntnisse besitzen hat Yuliya sehr geholfen.
      Sie nur zu, dass sie möglichst schnell auf eigenen Beinen steht, auch wegen Einkaufen und anderen Nichtigkeiten. Wenn sie gerne Sport macht schau was sie gerne macht und melde Sie in einem Verein an. Wenn dann das Baby da ist schau nach einer Krabbelgruppe, Babyturnen, Babyschwimmen was auch immer, damit sie möglichst schnell Anschluss und einen eigenen Freundeskreis findet.
      Im übrigen das mit dem Babyschwimmen habe ich selbst gemacht ohne Frau.

      Wegen dem Fernstudium, ich werde da auch mal etwas recherchieren, allerdings erst nächste Woche, ich bin mit der Großen am Wochenende weg.

      Gruß
      Stobbi
      :gutenmorgen: Ein Tag ohne :kaffee: ist ein Scheißtag!
    • Stobbi schrieb:

      Zu Deinem genannten Problem mit dem Selbststudium würde ich mich mal direkt an das Fachsprachzentrum der Uni wenden, siehe Link.

      Ich werde gleich auch mal Email rausschicken, wenn ich Antwort habe schreib ich das mal hier herein.

      Stobbi schrieb:

      Das was auch immer kam bei uns vor 1,5 Wochen zur Welt ein gesundes kleines Mädchen.

      Allerbeste Glückwünsche!!!!!!

      Stobbi schrieb:

      Auch der sehr gute Kontakt zu meinen Eltern, die keinerlei Fremdsprachenkenntnisse besitzen hat Yuliya sehr geholfen.

      Weitgehend geht es uns da genauso, meine 'Julia' hat ebenso guten Kontakt zu meinen Eltern, die ebenso keine Fremdsprache beherrschen.

      P.S. Steht bei Deiner Frau "Yuliya" im Pass? Die *$/("%& am Einwohnermeldeamt zu Nikopol haben nämlich "IULIIA" geschrieben ... grausam!
    • IBN schrieb:

      P.S. Steht bei Deiner Frau "Yuliya" im Pass? Die *$/("%& am Einwohnermeldeamt zu Nikopol haben nämlich "IULIIA" geschrieben ... grausam!

      Ja, genauso "Yuliya" nur bei der Änderung der Pässe auf den Familiennamen musste ich eingreifen.
      Die wollten allen Ernstes aus St.....e ein Scht.....e machen und wollten mir dann noch weiß machen, bei der Transkription wäre das so und weil ja und Englische Übersetzung und überhaupt. :dash:
      Da habe ich denen mittels Übersetzer klar gemacht, bei einem Nachnamen ist eine Übersetzung überhaupt nicht möglich sofern es ein Eigenname ist und zudem habe ich auf den Internationalen Trauschein verwiesen, der durch das ukrainische Konsulat in Kopenhagen legalisiert wurde und sie doch den Nachnamen einfach nur Abschreiben sollen, Fertig.
      Was vorher Wochen gedauert hat mit dem neuen Reisepass wurde nun innerhalb eines Tages erledigt.
      Es geschehen auch auf der Krim noch Wunder! :respekt:

      Willst Du den Namen ändern lassen? Dann lass ich Dir eine Kopie von Yuliya`s Pass zukommen wenn es den was hilft!
      Bräuchte aber dann Deine Mail-Adresse!

      Gruß
      Stobbi
      :gutenmorgen: Ein Tag ohne :kaffee: ist ein Scheißtag!
    • Mal eine ganz andere Frage zum Integrationskurs
      Kennt sich hier jemand mit der Absetzbarkeit aus, sprich hat eigene Erfahrung damit?
      Konnte im www nur das hier finden:
      blog.steuerberaten.de/privat/1…ationskurs-fur-auslander/
      Wäre, mit Sicherheit nicht nur für mich, interessant zu wissen.
      Habe nächste Woche aber einen Termin beim Steuerberater, da frage ich so oder so mal nach
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    • Nochmal ergänzend:

      Ich bedauere es, wenn viele Ausländer sich augenscheinlich in Deutschland nicht integrieren können oder wollen. Einerseits ist Nichtintegration zu deren Schaden, andererseits (und das interessiert mich mehr) ist es zu meinem Schaden, der nichtintegrierte Ausländer kostet letztendlich meine Steuern und Sozialbeiträge. Ich müsste lügen um zu sagen Ich zahle gern.

      Mir persönlich liegt aber nicht so sehr am Herzen, was aus den komischen Gestalten im Integrationskurs wird, sondern eher was aus meiner Familie - meiner Frau - wird. Beziehungen - Ehen - können enden, z.B. durch 'auseinanderleben' und 'streiten' dem ein intensives Befassen mit der Kultur und Sprache seines Gegenübers entgegenwirken kann - allerdings nicht muß, sonst würden 'deutsch-deutsche' Ehen ja bombig halten. Im engsten Familienkreis allerdings wurde ich Zeuge wie ohne bösen Willen und ohne Streit sondern nur mit trauer endete, mein mit einer Peruanerin verheirateter Bruder erlag mit nur 50 Jahren seiner Krebserkrankung. Meine Schwägerin studierte da noch. Nun zeigte sich das deutsche Sozialsystem von seiner fiesesten Seite, Witwenrente gäbe es nur eine sehr begrenzte Zeit, Schwägerin sei zu jung, Harz IV gäbe es schon, aber man müsse die elende Studiererei beenden. Da ich somit mit dem Thema konfrontiert war halte ich es für geboten Julia zu ermöglichen auf eigenen Beinen zu stehen.