HEIRAT einer Ukrainerin MÖGLiCH???

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    • HEIRAT einer Ukrainerin MÖGLiCH???

      Guten Abend,

      ich habe mich heute im Forum angemeldet, da ich einige wichtige Fragen zum Thema Heirat habe. Leider finde ich keinen ähnlichen Fall im Internet. Deswegen hoffe ich, auf eure Unterstützung.



      Ich kenne seit knapp zwei Jahren eine nette Frau aus der Ukraine. Sie arbeitet in der tschechischen Republik und besitzt ein Arbeitsvisum und zahlt anständig ihre Sozial- und Krankenkassenbeiträge.

      Ich bin Student, privat Familienversichert. Kein Einkommen jediglich einen Studienkredit...

      Wir beide haben uns entschlossen, dass wir demnächst in Deutschland zusammenleben wollen...Ich habe so viele Fragen, die ich mir leider nicht selbst beantworten kann.

      1. Für ein ständiges Zusammenleben komme ich um eine Hochzeit nicht herum!

      - ist es überhaupt für uns möglich in Deutschland zu heiraten?

      - besser eine Heirat in der Ukraine oder Dänemark?

      2. Wie muss sie Krankenversichert werden?

      3. Wird von der Ausländerbehörde ein Deutsch-Kurs gefördert?

      4. Habe im Internet gelesen, man sollte niemals bei der Ausländerbehörde nachfragen, da diese eine Notiz machen. (wahr oder unfug)



      Das sind für mich ersteinmal die wichtigsten Fragen, die schnellstmöglichst geklärt werden sollten. Für hilfreiche Antworten bin ich im Voraus sehr dankbar...

      Gruß
    • NEU2012 schrieb:

      Sie arbeitet in der tschechischen Republik und besitzt ein Arbeitsvisum und zahlt anständig ihre Sozial- und Krankenkassenbeiträge.

      Dann darf sie Dich zumindest in Deutschland besuchen, oder?

      NEU2012 schrieb:


      1. Für ein ständiges Zusammenleben komme ich um eine Hochzeit nicht herum!

      Ja, es sei denn, du ziehst zu ihr nach Prag (das ist schließlich auch eine ganz nette Ecke).

      NEU2012 schrieb:


      - ist es überhaupt für uns möglich in Deutschland zu heiraten?

      Grundsätzlich ja, mehr dazu unten.

      NEU2012 schrieb:

      - besser eine Heirat in der Ukraine oder Dänemark?

      Ich halte das nicht für die bessere Lösung. Die deutschen Behörden stellen sich gern ziemlich an, wenn sie den Eindruck haben, dass man sie umgehen möchte. Gerade was Dänemark betrifft, hört man in der letzten Zeit öfter, dass sie da ganz schön die Daumenschrauben ansetzen.

      NEU2012 schrieb:

      2. Wie muss sie Krankenversichert werden?

      Entweder musst Du sie privat versichern, oder - wenn sie selber arbeitet - kann sie sich selber gesetzlich versichern. Aber am Anfang dürfte es wohl darauf hinauslaufen, dass Du sie privat versichern musst, denn sie wird ja initial in Deutschland keine Arbeit haben, und ohne das kann sie sich ja nicht gesetzlich versichern.

      NEU2012 schrieb:

      3. Wird von der Ausländerbehörde ein Deutsch-Kurs gefördert?

      Je nach Bildung Deiner Zukünftigen kann es freiwillig oder verpflichtend sein, dass sie einen Integrationskurs belegt. Die Kurse werden von verschiedenen Instituten angeboten, und die Kosten werden (zum größten Teil?) von der Behörde bezahlt. Als ich neulich in der Behörde danach fragte, konnte mir die gute Frau leider nicht 100% sagen, ob das komplett oder nur zum größten Teil bezahlt wird.

      NEU2012 schrieb:

      4. Habe im Internet gelesen, man sollte niemals bei der Ausländerbehörde nachfragen, da diese eine Notiz machen. (wahr oder unfug)

      Naja, man soll ja niemals nie sagen. Meine persönliche Erfahrung ist eigentlich die, dass es durchaus sinnvoll ist, sich bei denen zu erkundigen. Egal ob Du in Deutschland oder woanders heiratest, werden sie es doch ohnehin am Ende sein, die das ganze freigeben müssen. Wenn Du da schon früh vorsprichst, kannst Du (a) Dir die notwendige Information holen und (b) auch einen guten Einndruck hinterlassen.

      Generell ist von Vorteil, wenn Deine Zukünftige eine vernünftige Qualifikation mitbringt, am besten akademisch. Aber ganz genau kann Dir das im Grunde nur die AB sagen.
      Ich selber habe auch gute Erfahrungen mit Anfragen per Emali gemacht, aber das hängt sicher auch stark von der jeweiligen AB am Wohnort ab.Insgesamt kann man wohl sagen, dass sie Dir das Heiraten ja nicht wirklich verbieten können, sie können eher Ärger machen beim Visum. Ganz wichtig ist nur, dass Ihr - falls sie Dich in Deutschland besucht - genau darauf achtet, dass sie die jeweiligen Höchstzeiten (generell 90 Tage inerhalb eines halben Jahres) nicht überschreitet.
    • Hallo erstmal,

      ich denke die wichtigste Hürde ist bereits geschafft, durch ihre Arbeit in der Tschech. Republik, verfügt sie vermutlich über ein Visum für die Schengenstaaten.
      Demnach solltet ihr eigentlich überall heiraten können. Tschech. Republik, Deutschland, Dänemark und Ukraine.

      Am einfachsten ist sicherlich Dänemark, habe ich und meine Frau vor 8 Jahren gemacht. Die Ausländerbehörde wurde auch nicht gefragt wir habens einfach getan!

      Zu den anderen Punkten kann ich nicht viel beitragen, bin nicht Privat versichert, meine Familie und ich sind gesetz. Krankenversichert.

      Die größte Hürde wird mit Sicherheit der finanzielle Aspekt sein, weil nur von der Luft und der Liebe könnt auch ihr nicht Leben.

      Hier noch ein paar Links, der erste die haben für uns alles organisiert und wir waren sehr zufrieden:
      dan-heirats-service.de/

      Hier noch ein paar weitere Informationen
      dankonmuc.de/heiraten-in-danemark/

      wenn noch Fragen sind einfach melden!

      Ansonsten viel Erfolg

      Gruß
      Stobbi
      :gutenmorgen: Ein Tag ohne :kaffee: ist ein Scheißtag!
    • mbert schrieb:

      Ich halte das nicht für die bessere Lösung. Die deutschen Behörden stellen sich gern ziemlich an, wenn sie den Eindruck haben, dass man sie umgehen möchte. Gerade was Dänemark betrifft, hört man in der letzten Zeit öfter, dass sie da ganz schön die Daumenschrauben ansetzen.


      Diesbezüglich bin ich nicht auf dem laufenden, ich kann nur sagen das es bei uns damals reibungslos geklappt hat.

      Wobei man darf nicht vergessen, selbst innerhalb der Bundesländer werden viel Dinge selbst auf Kreisebene anders ausgelegt.
      Man sollte da mal den Hebel ansetzen um eine einheitliche Regelung zu schaffen.
      Wobei das gibt dann wieder einen komplett anderen Themenkomplex.

      Gruß
      Stobbi
      :gutenmorgen: Ein Tag ohne :kaffee: ist ein Scheißtag!
    • Stobbi schrieb:


      Diesbezüglich bin ich nicht auf dem laufenden, ich kann nur sagen das es bei uns damals reibungslos geklappt hat.

      Ja, das Stichwort ist hier damals. Nach allem, was ich so gehört habe, machen die Behörden da Druck, weil sie natürlich nicht wollen, dass Dänemark als "Schlupfloch" genutzt wird um die deutschen Gesetze zu unterwandern. Daher steht jemand, der in Dänemark heiratet, schon einmal per se unter Verdacht, irgendetwas zu verbergen zu haben. Die Behörden sind ja auch nicht doof :)
    • Noch ein Gedanke dazu - in diesem Fall entfällt m.E. auch ein wenig die Notwendigkeit, nach Dänemark oder woanders hin auszuweichen. Denn wenn die Frau hier einreisen darf, entfällt für sie u.U. auch vollkommen die Notwendigkeit, ein Heiratsvisum zu beantragen. Das ist natürlich mit der AB zu klären, aber es ist durchaus möglich, im Rahmen der Einreiseerlaubnis mit Schengenvisum zur Eheschließung anzureisen (ich spreche da aus Erfahrung).
    • NEU2012 schrieb:

      Sie arbeitet in der tschechischen Republik und besitzt ein Arbeitsvisum und zahlt anständig ihre Sozial- und Krankenkassenbeiträge.


      nuja, auch wenn sich der "namentlich unbekannte" :dance: viel Mühe gegeben hat, sind die Fragen doch nicht exakt genung.
      1. WAS für ein VISA hat denn die junge dame genau?
      siehe hier dazu mvcr.cz/clanek/obcane-tretich-zemi-trvaly-pobyt.aspx
      2. weil vom Status hängt alles weitere ab. :pfeifen: und der "ART" der arbeit.......... ;) :brueller:
      3.

      mbert schrieb:

      Ganz wichtig ist nur, dass Ihr - falls sie Dich in Deutschland besucht - genau darauf achtet, dass sie die jeweiligen Höchstzeiten (generell 90 Tage inerhalb eines halben Jahres) nicht überschreitet.
      versteh ich nicht wenn Sie eine dauerhafte Genehmigung für CZ hat Schengen ist Schengen und somit gilt nach meiner Auffassung die Niederlassungsfreiheit... ABER natürlich nur unter Berücksichtigung von meinem Punkt 1
      STÄNDIGER WOHNSITZ - DRITTSTAATSANGEHÖRIGE
      Eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis nach 5 Jahren des vorübergehenden Aufenthalts in der Tschechischen Republik
      Rechtliche permanent resident status
      Permanent Aufenthaltsgenehmigungen für Ausländer
      Unbefristete Aufenthaltsgenehmigung für EU-Blue Card Inhaber
      Unbefristete Aufenthaltsgenehmigung für Kinder in der gebürtig
      Eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis zum Zweck des Zusammenlebens (Kind von Ausländern mit ständigem Wohnsitz)
      QuelleÖ mvcr.cz/clanek/obcane-tretich-zemi-trvaly-pobyt.aspx
      :brueller:
    • Es hàngt alles vom Visum ab. Ich hatte das Thema selber erst gerade. Mi Niederlassungseelaubnis in einem Schengen-Staat und gleichzeitig ukrainiachem Pass darfsf Du zwar frei reisen, aber es gilt die 90-Tage-Regel. Das hat uns erst kürzlich der Herr von der AB haarklein erklärt.
      Es lohnt sich auf jeden Fall, hier nicht einfach au uns zu hören, sondern gleich die zu fragen, die am Ende ohnehin die Unteagen prüfen werden.
    • matze schrieb:

      und wer soll das bitte WIE kontrollieren mbert? ohne Kontrollen wenn man im schengenraum ist???


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      Schengenraum gut und schoen, Kontrollen finden dennoch statt. Gerade die deutschen, die sonst immer so auf "Einheit" usw. pochen scheinen das Konzept des Schengenraum nicht ganz verstanden zu haben.

      Zumal sie, sollte sie darum gebeten werden, die Pflicht hat nachzuweisen das sie sich nicht laenger als 90 Tage in DE aufgehalten hat. Das waere dann anhand von Bahnfahrkarten / Flugtickets, Einkommensnachweisen aus Tschechien, Rechnungen usw. moeglich.
    • Ja, Rene, so sieht das aus. Ich bin selber schon etliche Male in derartige Kontrollen geraten.
      Und wenn man möchte, dass der deutsche Staatsapparat sich beim Heiraten nicht querstellt, dann sollte man in der Richtung nichts riskieren.
      Die Gesetzgebung in Deutschland ist in der Beziehung ohnehin ein Witz. Wenn Du ein "zweckgebundenes" Schengenvisum aus einem anderen Schengenland hast, musst Du bei der Einreise nach Deutschland nachweisen, dass Du auch genau zu diesem Zweck einreist. Gerade im grenznahen Gebiet zu Polen und Tschechien werden die Busse regelmäßig angehalten, und es werden tatsächlich Leute wegen so eines Schwachsinns ausgewiesen. Die Idioten, die sich diesen Unsinn ausgedacht haben ,sind die gleichen, die damals mit dem Zweck, einem sehr populären Außenminister politisch zu schaden, "Unregelmäßigkeiten" in der Kyiver Botschaft erfunden haben. Unter den Folgen dieser politischen Intrige leiden noch heute praktisch alle Ukrainer, die das "Pech" haben, mal nach Deutschland zu müssen.
    • Rene schrieb:

      Zumal sie, sollte sie darum gebeten werden, die Pflicht hat nachzuweisen das sie sich nicht laenger als 90 Tage in DE aufgehalten hat. Das waere dann anhand von Bahnfahrkarten / Flugtickets, Einkommensnachweisen aus Tschechien, Rechnungen usw. moeglich


      ... und Deutschland verblödet endgültig...... wieder einmal weiss ich warum ich in dem Affenstaat nicht mehr leben will

      wobei ich es trotzdem für nicht praktikabel halte, das der Staat das einem nachweisen kann und selbst wenn... wär es mal ne Klage in Brüssel wert weil das gegen das Schengenabkpmmen verstößt... nach meiner Meinung :pfeifen:
    • Wie schon treffend festgestellt wurde , sind die Grundangaben zu der Situation viel zu Allgemein !

      Denn ich bin persönlich gehe davon aus , dass die besagte Dame , für den Job NUR ein " Nationales " Visum besitzt.
      Gerade bei unseren Nachbarn den Tschechen , ist es gaenige Praxis Nationale Arbeitsvisa zu erteilen. Kennen persönlich einige die aus diversen Ehemaligen Ostblock Staaten z.B. in Prag entweder studieren oder Jobben. Mit den eingeschränkten Visa.

      Doch hier ist für die Beiden , noch nicht alles verloren. Zu einem können Beide sich ungehindert in Tschechien treffen. Und zum anderen kann eine Erweiterung des Visa beantragt werden.
    • krissa60 schrieb:


      Denn ich bin persönlich gehe davon aus , dass die besagte Dame , für den Job NUR ein " Nationales " Visum besitzt.

      Jepp, davon gehe ich auch aus.

      krissa60 schrieb:


      Doch hier ist für die Beiden , noch nicht alles verloren. Zu einem können Beide sich ungehindert in Tschechien treffen. Und zum anderen kann eine Erweiterung des Visa beantragt werden.

      Wenn ich mich recht erinnere, gab es doch auch eine Möglichkeit mit dem "nationalen". Da war doch irgendeine Klausel, wenn man soundsoviele Monate in Tschechien gelebt hat. War das die "Erweiterung", oder kann man sogar mit dem Visum, das man hat, auf Besuch gehen? Naja, muss man halt mal fragen...
    • mbert schrieb:

      enn ich mich recht erinnere, gab es doch auch eine Möglichkeit mit dem "nationalen". Da war doch irgendeine Klausel, wenn man soundsoviele Monate in Tschechien gelebt hat. War das die "Erweiterung", oder kann man sogar mit dem Visum, das man hat, auf Besuch gehen? Naja, muss man halt mal fragen...



      :nono: ich glaube mich zu erinnern, das das nicht mehr korrekt ist... das WAR So keine frage nur wenn ich mich nicht ganz doll irre
      sind Schengen Visa und Nationale Visa sind inzwischen gleich gestellt :brueller:
    • matze schrieb:


      :nono: ich glaube mich zu erinnern, das das nicht mehr korrekt ist... das WAR So keine frage nur wenn ich mich nicht ganz doll irre
      sind Schengen Visa und Nationale Visa sind inzwischen gleich gestellt :brueller:

      Schwer zu sagen. Vor ein paar Jahren noch ist eine russische Bekannte, die in Tschechien studierte, auf der Reise zu uns im Bus abgefangen und in Abschiebehaft gesteckt worden.
      Das war ein ziemlicher Akt, die wieder raus zu bekommen und - was noch wichtiger ist - ihre Akte im Schengen-Register gelöscht zu bekommen. Wir konnten zum Glück als "Einladende" plausibel machen, dass das ein Missverständnis war (sie hatte dort vor Ort bei der Polizei nachgefragt, und die hatten ihr einfach die falsche Antwort gegeben).
    • matze schrieb:

      wär es mal ne Klage in Brüssel wert weil das gegen das Schengenabkpmmen verstößt... nach meiner Meinung :pfeifen:


      Gegen das Abkommen verstoesst es eigentlich nicht denn in Deutschland gibt es noch immer die Ausweispflicht daher waere das Reisen ohne gueltigem Dokument eh hinfaellig. Kontrollen duerfen sie natuerlich durchfuehren, auch an den Grenzen. Das nennen Sie dann Stichproben und kommen damit durch auch wenn sie diese Stichproben jeden Tag am gleichen Grenzuebergang abhalten.

      Vielmehr sehe ich das Problem in den doch sehr selektiven Kontrollen. In Deutschland redet man immer von "einem Europa", an den Grenzen zu Polen / Tschechien spaltet man diese eine Europa jedoch ziemlich offen in ein zweiklassen Europa. Ich fahre mit einer Ukrainerin die auch in Krakau lebt demnaechst auf ein Wochenende nach Berlin. Als ich ihr gestern Abend von der Ausweispflicht erzaehlte und das sie besser ihren Pass und ihre Aufenthaltsgenehmigung fuer Polen mitnimmt schuettelte sie nur den Kopf, "Welcome to Germany".

      Die Kontrollen an den Ostgrenzen finde ich persoenlich gar nicht so schlecht allerdings nur in Richtung Polen / Tschechien. Was da mitunter an Fahrzeugen aus GB / FR / NL ohne Versicherung / Tuev unterwegs ist macht einem Angst. Ein britisches Fahrzeug ohne Versicherung in Polen zu fuehren ist schon fast zum Volkssport geworden. Wenn man die Damen und Herren durch diese Kontrollen aus dem Verkehr ziehen kann dann bitte schoen. Dagegen habe ich nichts einzuwenden.