Artikel in der UT über die UPA

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    • Artikel in der UT über die UPA

      In der englischen Ausgabe der Український Тижден sind zwei Artikel erschienen, die sich mit der ukrainischen Partisanen-Armee, der UPA, beschäftigen. Die Rolle der UPA in den 40er und 50er Jahren ist ja bis heute Gegenstand fast schon erbitterter Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der verschiedenen Ausprägungen der Geschichtsschreibung, die man heute immer noch in der Ukraine vorfindet.

      Die UT nennt hier einige interessante Fakten, die primär dazu gedacht sind, Argumente derer, die die UPA ganz einfach als faschistische Terrororganisation betrachten, zu widerlegen. Dabei ist sie m.E. selber auch nicht ganz objektiv, da sie sich vor allem auf die Nennung positiver Aspekte der UPA konzentriert. Da man aber mit der anderen Seite ohnehin immer wieder konfrontiert wird, finde ich diese Aufstellung dennoch lesenswert und relevant:
    • UPA als Verbrecher erklärt durch Warschau.

      Na da haben die Polen doch mal gezeigt, dass diese Eier in der Hose haben. Und der Verträumte Blick besonders in der Westukraine längst überholt ist.


      In Warschau ist eine Resolution angenommen worden, die die Ukrainsche Aufständische Armee (UPA) des Genozids für schuldig erklärt. Das Dokument spricht davon, dass Bandera-Leute ethnische Polen, die auf dem Territorium von Wolhynien lebten, in großen Massen vernichteten. Diese tragischen Ereignisse datieren von 1943. Aber ihr Echo trübt noch die gegenwärtgen Beziehungen zwischen Polen und der Ukraine.
      Der polnische Sejm hat eine Resolution anlässlisch des 70. Jahrestags der Tragödie von Wolhynien angenommen. In diesem Dokument werden die Ereignisse von 1943 als "ethnische Säuberung mit Anzeichen eines Genozid" qualifiziert. Die Verantwortung für dieses Verbrechen legen die polnischen Abgeordneten der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) auf. In der Resolution wird ferner behauptet, dass damals an die 100.000 ethnische Polen Opfer der UPA wurden. Wie hierbei Alexander Djukow, Leiter des Fonds "Historisches Gedächtnis", betont, klagt die polnische Seite nicht die Ukraine als Staat an, sondern nur die Mitglieder von OUN-UPA.
      Es gab tatsächlich massenhafte ethnische Säuberungen in Wolhynien. Wobei sie im voraus geplant waren, noch vor Deutschlands Überfall auf die Sowjetuion. Sie wurden nach eigens durchdachten Plänen durchgeführt, deshalb ist es durchaus rechtmäßig, die OUN und die UPA als verbrecherische Organisationen zu betrachten.
      Die Auslegung der hstorischen Rolle von OUN-UPA bildet nicht zum ersten Mal einen Stein des Anstoßes in den Beziehungen zwischen Polen und der Ukraine. So kündigten die polnischen Parlamentarier im April ihre Bereitschaft an, einen Gesetzentwurf zu prüfen, der die OUN und die UPA als verbrechersche Organisationen brandmarkt. Auf diese Weise wäre auch das Idol der radikalen ukrainischen Nationalisten, Stepan Bandera, zu einem Verbrecher gestempelt worden. Das rief bei der Partei "Freiheit" Empörung hervor. Ihre Vertreter in der Obersten Rada versprachen als Antwort darauf, ein Dokument vorzubereiten, in dem die polnische Armija Kraiowa als verbrecherische Organisation angesprochen worden wäre. Freilich kann es sich Kiew in der heutigen politischen Konjunktur nicht leisten, die Beziehungen zu Warschau zu verderben, meint Oleg Nemenski, verantwortlicher wissenschaftlicher Mitarbeiter des Russischen Instituts für strategische Forschungen:
      "Eine schwierige Situation, gewiss. Auch sehr unangenehm für die gegenseitigen Beziehungen beider Staaten, da die Ukraine jetzt in der Haltung eines Bittstellers verharren muss. Sie bittet Polen, ihr zu helfen, im November ein Abkommen über die Assoziation mit der Europäischen Union abzuschließen, weil Polen der wichtigste Promoter der Ukraine auf europäischer Ebene ist. In dieser Lage dürfte es für die Ukraine schwierig sein, eine harte negative Reaktion zum Ausdruck zu bringen und Erklärungen abzugeben, die Polen widersprechen."
      Hinzuzufügen wäre, dass auch in der Ukraine selbst bei weitem nicht alle mit OUN-UPA sympathisieren. So teilt Michail Dobkin, Vertreter der Partei der Regionen, voll und ganz die Ansichten der polnischen Gesetzgeber über diese Organisationen. Mehr noch, nach Meinung des Abgeordneten sollte der Sejm eine "Bandera-Schuchewitsch"-Liste aufstellen und darin die heutigen Nachfolger dieser Figuren aufzählen. Ihnen allen sollte, meint Dobkin, die Einreise in die Europäische Union verboten werden.
      Artem Kobsew



      Quelle :http://german.ruvr.ru/2013_06_23/Polen-OUN-UPA-fur-Genozid-verantwortlich-5259/
    • Ich finde schon interessant, woher Du die große Sicherheit in der historischen Bewertung der UPA nimmst, so dass Du hier mit großer Selbstverständlichkeit von "Eiern in der Hose" sprichst.

      Ich will auf diesem Niveau überhaupt nicht dazu Stellung nehmen, möchte aaber doch daran erinnern, dass sowohl in der Ukraine, als auch in Polen und sogar Russland das historische Thema UPA eng mit plitischen Interessen verbunden ist, und das gilt für beide Seiten - die, die gern Bandera heiligsprechen wollen und auch diee, die einfach nur von Mörderbanden reden.

      In Polen haben zur Zeit Nationalisten erheblichen Einfluss, die das Thema aktuell wieder aus der Versenkung holen. Sie sind nicht weniger einseitig als auf der anderen Seite Swoboda in der Ukraine.

      Aus meiner Sicht ist dies ein Thema für Historiker und nicht für Politiker. Es gibt eine Menge zu entdecken, nicht zuletzt, weil sowjetische Politiker über Jahrzehnte hinweg systematisch dafür gesorgt haben, dass nur ein Teil der Wahrheit bekannt wurde. Dabei sollte man von sich vorn herein von dem Wunsch befreien, hier eine ganz klare Unterscheidung zwischen "den Guten" und "den Bösen" erreichen zu wollen, denn die gibt es zwar in Märchen, aber eher selten in der Geschichte.

      Was da aus Polen gerade kommt, hat mit Wissenschaft nichts zu tun, es ist reine Politik.
    • mbert wrote:

      Was da aus Polen gerade kommt, hat mit Wissenschaft nichts zu tun, es ist reine Politik.
      Richtig @Mbert ! Es ist reine Politik.

      Was Du Wissenschaftlich meinst .......ist doch längst gesichert. Und dient nur den Beton Schädeln in der Westukraine und deren Lakaien als Aufschub und Argument des sich daraus winden.
      Oder stellst Du ( der immer so sehr auf Demokratischen Werten jongliert ) die Polnische Regierung / Parlament, einschliesslich deren Resolution in Frage ?

      Wenn ja , auch eine Art damit umzugehen !
    • krissa60 wrote:

      Was Du Wissenschaftlich meinst .......ist doch längst gesichert.

      Nein, das ist es nun wirklich nicht.

      krissa60 wrote:

      Oder stellst Du ( der immer so sehr auf Demokratischen Werten jongliert ) die Polnische Regierung / Parlament, einschliesslich deren Resolution in Frage ?

      Ja. Auch demokratisch gewählte Politiker können kompletten Unsinn verbreiten. Und im Kampf um Wählerstimmen wird auch oft nach Herzenslust gelogen.

      Falls Du zum Thema UPA etwas weißt (bisher konnte ich diesen Eindruck leider noch nicht gewinnen), schreib doch einfach mal etwas darüber.
    • mbert wrote:

      Nein, das ist es nun wirklich nicht.
      Hmm , dann sind die Gräber voll mit Opfer der UPA nur eine Propaganda ? Auch eine Art vor den Fakten - nur weil unbequem - die Augen zu verschliessen. Zudem eine Verhöhnung der Opfer selber .

      mbert wrote:

      Ja. Auch demokratisch gewählte Politiker können kompletten Unsinn verbreiten. Und im Kampf um Wählerstimmen wird auch oft nach Herzenslust gelogen.
      Klar machen das die Politiker ( egal wo ) und Unsinn wird in der Politik ständig verzapft ( auch in dem Demokratischen Vereinen ) . Nur von Lüge sprichst Du !
      Mag sein aus was für Gründen Du die Verbrecher gern in einem Glorienschein darstellen möchtest. Das ist halt Deine Auffassung aber nicht die Allgemeingültige .....denn hier irrt auch ein @Mbert

      mbert wrote:

      Falls Du zum Thema UPA etwas weißt (bisher konnte ich diesen Eindruck leider noch nicht gewinnen), schreib doch einfach mal etwas darüber.
      Hatte ich doch schon in der Vergangenheit und tu dies auch gegenwärtig !
      Was für einen Eindruck ich bei Dir hinterlasse , ist mir vollkommen egal. Da ich für so eine Mörderbande nix übrig habe. Doch erstaunlich - wie sehr Du diese Verbrecher versuchst ins RECHTE Licht zu biegen.........
    • Hach, was würden wohl die armen Polen, Russen, Ungarn und Deutschen machen wenn die Ukraine nicht die OUN gehabt hätte?
      Hätten sie doch nichts was man bei Bedarf mal aus dem Hut zaubern könnte um Anklage zu erheben. Denn, soweit mich mein Geschichtsverständnis nicht täuscht hatten diese oben genannten Staaten auch so ihre Freiheitskämpfer, oder Mörderbanden :D , und, jetzt kommts, kamen nur mit der UPA in Konflikt weil sie imperialistische Ziele auf dem Gebiet der Ukraine verfolgten. Interessant was?
    • krissa60 wrote:

      Hmm , dann sind die Gräber voll mit Opfer der UPA nur eine Propaganda ?

      Ich könnte nun fragen: "Sind denn die Gräber derer, die durch die Rote Armee umgebracht wurden, nur Propaganda?"

      Was beweist das nun? Kaum mehr, als dass zwischen 1939 und 1945 unendlich viele Menschen von anderen Menschen umgebracht wurden. Einige dieser Menschen sollen nun Verbrecher sein, andere Helden. Wer entscheidet das? Sicher nicht die Gräber!

      Weil es gerade so gut passt, bleibe ich mal beim Beispiel der Roten Armee: sie marschierte in Polen, Finnland und im Baltikum ein, befreite aber auch das eigene Volk und größere Teile Europas von Nazi-Deutschland. Andererseits brachte sie über die befreiten Gebiete Stalin's Herrschaft und wütete in Ostpreußen oft nicht weniger brutal als die Wehrmacht vorher in Russland.

      Generationen von Menschen sind mit der Wahrheit aufgewachsen, dass im 2. WK gut und böse ganz klar verteilt war, und die Rote Armee war natürlich "gut". Nur ist es eben nicht so einfach, weil sie eben nicht nur mit dem Verteidigen des Vaterlandes beschäftigt war - die gleichen Menschen oft gleichzeitig Helden und Mörder, wie in so vielen anderen Armeen jenes Krieges (und auch vieler anderer Kriege). Deshalb sind solche politisch motivierten Geschichts-Sichten aus meiner Sicht grundsätzlich falsch.

      krissa60 wrote:

      Auch eine Art vor den Fakten - nur weil unbequem - die Augen zu verschliessen. Zudem eine Verhöhnung der Opfer selber .

      Du hast keine Argumente zu bieten und unterstellst mir nun, ich würde die Opfer verhöhnen. Ich muss sagen, dass ich hier schon etwas tief durchatmen muss.

      krissa60 wrote:

      Was für einen Eindruck ich bei Dir hinterlasse , ist mir vollkommen egal. Da ich für so eine Mörderbande nix übrig habe. Doch erstaunlich - wie sehr Du diese Verbrecher versuchst ins RECHTE Licht zu biegen.........

      Hier genau so. Du bist offenbar sicher, im Besitz der WAHRHEIT zu sein, so dass Du auch keine Notwendigkeit siehst, Deine Sichtweise im Detail zu vertreten. Stattdessen wirfst Du Andersdenkenden auch noch vor, Opfer zu verhöhnen und Verbrecher zu verteidigen.

      Wenn Du etwas mit Substanz beizutragen hast, könnte ich mir vorstellen, auch noch einmal etwas dazu zu schreiben. Auf diesem Niveau scheint mir das leider vergebene Liebesmüh.
    • Hach, was würden wohl die armen Polen, Russen, Ungarn und Deutschen machen wenn die Ukraine nicht die OUN gehabt hätte?
      Hätten sie doch nichts was man bei Bedarf mal aus dem Hut zaubern könnte um Anklage zu erheben. Denn, soweit mich mein Geschichtsverständnis nicht täuscht hatten diese oben genannten Staaten auch so ihre Freiheitskämpfer, oder Mörderbanden :D , und, jetzt kommts, kamen nur mit der UPA in Konflikt weil sie imperialistische Ziele auf dem Gebiet der Ukraine verfolgten. Interessant was?


      Wie es um Dein Geschichtsverstaendnis bestellt ist und der Reflexion daraus , zeigt doch Deine Antwort.

      Es ist genau der Argumentationsstandtpunkt , den die Propagandisten in der Westukraine sich zu nutze machen.

      Aus dem Hut muss nichts gezaubert werden , die unzähligen Verbrechens Opfer , vor allem auf dem Lande - sprechen eine andere Sprache.
      Verwundert bin ich nur , das Du stillschweigend , den zehntausendfachen Mord an der jüdischen Bevölkerung durch die UPA somit verneinst.
      Genau das ist einer der Kernpunkte !
      Und spiegelt die Haltung wieder , die in der Propaganda vom " Heldentum " der UPA liegt.

      Schon erstaunlich , so eine Argumentation kenne ich nur von den zu belächelnden Westukrainer ( liegt wohl an der Geographischen Lage ) und der Unfähigkeit komplexe Dinge im Gesamtzusammenhang zu sehen. Doch dafür ist die Westukraine ja hinlänglich bekannt.

      Diese Phänomen ist bei so vielen Bergvölkern zu betrachten.
      Auch ein interessanter Aspekt .......


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    • krissa60 wrote:

      Wie es um Dein Geschichtsverstaendnis bestellt ist und der Reflexion daraus , zeigt doch Deine Antwort.

      OK, womit bewiesen wäre, dass Du zwar eine Meinung zu dem Thema hast, aber offenbar zu wenig darüber weißt, um im Detail darüber zu diskutieren.

      Mir ist meine Zeit zu schade, gegen eine Wand an zu diskutieren, von der nur Allgemeinplätze bis hin zu Beleidigungen zurück kommen.

      Du kannst hier gern mit Dir selber diskutieren, ich habe keine Lust mehr.
    • @Mbert

      Ja das sehe ich so !
      Wegen der Verhöhnung der Opfer , daran ändert sich nichts. Und egal wieviel Du dazu hier in die Tastatur klopfst.

      Du meinst das hier Wissenschaftlich gegenüber stellen zu wollen / müssen um dann die Wahrheit zu finden . Dabei ist doch schon erkennbar , dass es hierzu eine Vorgefasste Meinung dazu gibt und diese nun als Verbindlich vertreten wird.

      Dem ist aber nicht so.

      Klar damit hast Du recht, auch die Rote Armee etc. haben unzählige Verbrechen gegenüber der Zivilbevölkerung begannen . Und die UPA reiht sich mit in dem Reigen der Verbrecher da mit ein.

      Doch gerade bei Deiner Argumentation , vermisse ich die nicht zu verleugnenden Massenmorden an den jüdischen Zivilisten , Frauen und Kinder.
      Das blendet man einfach mal so aus ...........................





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    • krissa60 wrote:

      Wie es um Dein Geschichtsverstaendnis bestellt ist und der Reflexion daraus , zeigt doch Deine Antwort.

      OK, womit bewiesen wäre, dass Du zwar eine Meinung zu dem Thema hast, aber offenbar zu wenig darüber weißt, um im Detail darüber zu diskutieren.

      Mir ist meine Zeit zu schade, gegen eine Wand an zu diskutieren, von der nur Allgemeinplätze bis hin zu Beleidigungen zurück kommen.

      Du kannst hier gern mit Dir selber diskutieren, ich habe keine Lust mehr.



      Wozu ? Ging doch um ein wichtiges Detail , @Mbert
      den zehntausendfachen Mord an jüdischen Menschen.
      Darauf gehst Du doch nicht ein.

      Oh , ja !
      Kennen wir ja auch schon , auf einmal wird das Kaninchen von " Allgemeinplätze und Beleidigungen " aus den Hut wie von Zauberhand auf die Bühne der Diskussion gestellt.
      Wohl doch einen Wunden Punkt erwischt , der nicht zu leugnen ist ?

      Die UPA sind und bleiben Massenmörder , und willst Du verleugnen das es in der Westukraine noch immer einen Antisemitismus gibt ?




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    • Krissa, das erste was ich ausblende sind die pauschalen Seitenhiebe gegen die Westukraine.

      Die OUN-UPA hat Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, war beteiligt am Genozid gegenüber der jüdischen Bevölkerung in Polen und der Ukraine und hat tausende Polen ermordet und vertrieben. Das ist belegt und wird hier keinesfalls negiert. Und nu?
      Wollen wir jede am Krieg und in der Zwischenkriegszeit beteiligte Konflikt-Partei auf ihre Verbrechen reduzieren, können wir uns tatsächlich die Komplexität sparen und schreiben/sagen alle, von der Atlantikküste bis hinter den Ural waren antisemitisch und entweder kommunistische oder faschistische Mörderbanden und reduzieren es auf's Leichenzählen.
      Die erste Hälfte des 20.Jahrhunderts in Europa reduziert auf 2-3 DIN A 5 Seiten. Na, wunderbar! Dann werde ich Geschichtslehrer oder Historiker :D
      Und wie schön einfach dann die Tests werden:

      ............waren Nazikollaborateure, antisemitisch und machten sich zahlloser Kriegsverbrechen gegen die eigene Bevölkerung sowie erklärten Feinden schuldig.

      Hier kannst dann einsetzen was Du willst, Du bekommst immer volle Punktzahl!
      Soviel zur Komplexität. :dash:
    • Minuteman wrote:

      Krissa, das erste was ich ausblende sind die pauschalen Seitenhiebe gegen die Westukraine.

      Wieso Seitenhieb ? Eher wohl nur eine Klare Feststellung - und dies sogar von der Mehrheit der Ukrainer !!!!
      Denn gerade die Westukraine ist im Glauben Ukrainischer als der Rest der Ukraine zu sein. Und meint den alleinigen Anspruch darauf zu besitzen. Was besonders dann gerade in der Glorifizierung und Verherlichung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit sich zeigt.

      Die Spannungen daraus - verdanken die Menschen auch nur der verpeilten Reginonal Politik.

      Ich erspar mir hier die Wiedergabe von Witzen ueber die Westukraine , welche aber im Grunde nur zeigen wie stark die Kluft zum Rest des Landes ist.

      Besonders die Menschen in der Ukraine mit jüdischen Hintergrund haben hier eine klare Haltung.

      Minuteman wrote:


      Die OUN-UPA hat Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, war beteiligt am Genozid gegenüber der jüdischen Bevölkerung in Polen und der Ukraine und hat tausende Polen ermordet und vertrieben. Das ist belegt und wird hier keinesfalls negiert. Und nu?


      Hier kannst dann einsetzen was Du willst, Du bekommst immer volle Punktzahl!

      Und nun ?
      Etwas anders habe ich ja auch nie Behauptet und steht für sich allein ! UPA waren Massenmörder und Verbrecher. In einer Reihe mit den Nazi Schergen , dem Kommunisten etc.
      Dazu muss nicht mehr ein Wissenschaftlicher Disput hier abgehalten werden. Wie gefordert und erhofft. Massenmorde und Vertreibungen haben keinerlei Legitimation .
      Eher ein armseliger Versuch , Verbrecher einen Mythos von Patriotismus und Heldenmut zu verpassen.........so viel koennte ein Demokrat gar nicht fressen wie er Kotzen wuerde.

      Ich jage keinen Punkten hinterher , nicht mal den in Flensburg !

      Ist schon Eigenartig , dass gerade hier der Aspekt von Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch die UPA so in der Form herabgespielt wird.
    • Das polnische Parlament hat nun eine gemäßigtere Formulierung beschlossen, mit der der Gedenktag des Wolhynien-Massakers gedacht werden soll:
      Der Sejm gedachte dem Massaker nun mit einer Deklaration, um die es – wie bisher immer – einen Streit gegeben hat. Während vor fünf Jahren von „Verbrechen mit den Kennzeichen eines Völkermords“ gesprochen wurde, entschied sich der Sejm dieses Mal für die Formulierung „ethnische Säuberung mit den Kennzeichen eines Völkermordes“. Die Erklärung wurde mit 263 zu 33 Stimmen bei 146 Enthaltungen angenommen.
      Quelle: Kein Völkermord und keine rituelle Schlachtung

      Ich denke, diese Formulierung kommt der Wahrheit ziemlich nah. Die Morde von 1943 sind ein düsteres Kapitel für die UPA, das im krassen Gegensatz zu dem aufopferungsvollen Kampf gegen die sowjetischen Invasoren steht, für den sie vor allem im Westen der Ukraine bis zum heutigen Tag verehrt wird.

      Ich habe in den vergangen Tagen ein wenig in meinen Büchern gewühlt, ob ich dort noch weitere Information zu dem gegenseitigen Abschlachten von Ukrainern und Polen finden konnte. Tatsächlich ist die Information hierzu ziemlich dünn. Bei Frank Golczewski's Geschichte der Ukraine wird nicht weiter darauf eingegangen, bei Orest Subtelny ist der Abschnitt zu dem Thema eher kurz:
      Die UPA bekämpfte nicht nur die Nazis und die Sowjets, sondern wurde auch in den gemischt besiedelten Gebieten von Wolhynien, Polesien und Khelm in den mehr und mehr brutalen Konflikt zwischen Polen und Ukrainern verwickelt.

      Egal wie der Krieg ausginge, waren ukrainische integrale Nationalisten entschlossen, die Polen (von denen viele Kolonisten aus der Zwischenkriegszeit waren) aus Gegenden zu vertreiben, in denen Ukrainer die Mehrheit stellten. Ihrerseits war die polnische nationalistische Untergrundarmee, die Armija Krajowa (AK), ebenso entschlossen, die Kontrolle über alle Gebiete zu erlangen, die vorher Teil Polens gewesen waren. Das Ergebnis war ein mörderisches Ringen (oft ermutigt durch die Deutschen und provoziert durch sowjetische Partisanen) zwischen ukrainischen und polnischen Kräften um Territorien und um alte Rechnungen zu begleichen.

      Tragischerweise litt die Zivilbevölkerung am meisten. Nach polnischen Quellen wurden in Wolhynien zwischen 1943 und 1944 zwischen 60.000 und 80.000 polnische Männer, Frauen und Kinder durch Ukrainer massakriert worden, vor allem durch die SB, der Sicherheitskräfte der OUN. Ukrainer wiederum behaupten, dass Massaker an ukrainischer Bevölkerung bereits früher, im Jahre 1942 begonnen hatte, als Polen Tausende ukrainischer Dorfbewohner in den vorwiegend polnischen Gebieten um Khelm ausgerottet hatten und dass sie damit 1944-1945 fortfuhren, diesmal unter der wehrlosen ukrainischen Minderheit am San-Fluss.

      In jedem Fall ist es klar, dass sowohl ukrainische als auch polnische bewaffnete Einheiten sich an einem regelrechten Schlachtfest beteiligten, das die Grundlage für einen generationslangen Hass zwischen beiden Völkern legte.
      (Quelle: Orest Subtelny: Ukraine a History)

      Interessant ist hier auch die Frage, wie weit man in diesem Zusammenhang OUN und UPA als "deckungsgleich" betrachten kann. Bei Subtelny wird hier eigentlich immer unterschieden, während z.B Franziska Bruder zu beweisen versucht, dass es eine Unterscheidung eigentlich de facto nicht gab. Dies ist einer der Punkte, die sie in ihrem Buch zu beweisen versucht, gleichzeitig ist die These aber durchaus umstritten, da die UPA bereits kurz nach ihrer Gründung durch die immer intensiveren Kämpfe mit Wehrmacht und Roter Armee in vielen Gebieten immer mehr eine Volksbewegung wurde, die weniger durch Politik als durch Überlebenskampf und Freiheitsstreben getragen war.

      Generell sagt man ja, dass Wikipedia nett ist, um mal kurz etwas nachzusehen, andererseits aber als wissenschaftliche Quelle nicht wirklich taugt, da für viele Inhalte nicht belegbar ist, ob sie mit wissenschaftlichen Methoden erarbeitet wurden (selbst wenn eine Menge Quellen dabei stehen, man braucht nur mal sehen, wie die Diskussionen zwischen den Schreibern um die Inhalte ablaufen, da wird einem schon einiges klar). Ich finde aber tatsächlich den folgenden Artikel ziemlich interessant, weil er aus meiner Sicht einigermaßen neutral geschrieben sind und einiges an Information enthalten, was in den einschlägigen Standardwerken leider oft mühsam zusammengesucht werden muss. Der Artikel Polnisch-Ukrainischer Konflikt in Wolhynien und Ostgalizien beschreibt die Umstände rund um und den Ablauf der Auseinandersetzung zwischen Polen und Ukrainern in den 40er Jahren. Da wird zunächst beleuchtet, warum es diesen Konflikt überhaupt gab:
      Die Niederlage der Mittelmächte im Ersten Weltkrieg und die damit verbundene AuflösungÖsterreich-Ungarns versuchten sowohl Ukrainer als auch Polen zur Bildung von Nationalstaaten zu nutzen. Dem am 14. November 1918 zum polnischen Staatschef ernannten Józef Piłsudski(1867–1935) hatte zunächst die Errichtung einer von der Ostsee bis zum Schwarzen Meerreichenden, Międzymorze (poln. für „Zwischenmeerland“) genannten slawischen Konföderationvorgeschwebt, die de facto eine Erneuerung der alten polnisch-litauischen Adelsrepublik gewesen wäre. Die miteinander konkurrierenden Nationalismen der slawischen Völker ließen dieses Projekt jedoch schon früh scheitern und es kam schließlich zur Errichtung eines polnischen Nationalstaats, dessen Ostgrenze zunächst noch nicht feststand und dessen Gebietsansprüche sich hier mit denen der Ukrainer und der sich formierenden Sowjetunion kreuzten.[1]

      In Galizien, wo sich die nationalukrainischen Kräfte wesentlich früher organisiert hatten und die Nationsbildung weiter fortgeschritten war, als im russisch beherrschten Teil der Ukraine, war am 13. November 1918 eine Westukrainische Volksrepublik (ukr.: Західноукраїнська Народна Республіка, Sachidno-Ukrajinska Narodna Respublika; SUNR) mit Lemberg als Hauptstadt proklamiert worden. Politisch nahezu völlig auf sich allein gestellt, vermochte sich diese im bald darauf ausbrechenden und bis Sommer 1919 andauernden Polnisch-Ukrainischen Krieg gegen die Zweite Polnische Republik militärisch allerdings nicht zu behaupten. Auch in dem zu Russland gehörenden Teil der Ukraine scheiterte die Bildung eines ukrainischen Nationalstaats im Zuge der Ereignisse des Russischen Bürgerkriegs und des Polnisch-Sowjetischen Krieges. Am 18. März 1921 wurde mit der Unterzeichnung des Friedensvertrags von Riga die Ostgrenze Polens neu definiert und die Gebiete östlich des Bug, die nicht mehrheitlich von Polen bewohnt waren, zu Teilen der Zweiten Polnischen Republik gemacht.[2]

      Der sich fortan in den Grenzen des polnischen Staates befindliche Westteil Wolhyniens umfasste rund 36.000 km2, die Fläche Ostgaliziens rund 47.000 km2. In Wolhynien lebten damals rund 2,3 Millionen Menschen, von denen aber nur etwa 350.000 bzw. knapp 17 % der Gesamtbevölkerung Polen waren. 70 % der Bevölkerung waren Ukrainer, 10 % Juden. Ganz ähnlich war die ethnische Situation auch in Ostgalizien, dessen polnischer Bevölkerungsteil mit 25 % zwar etwas größer war, wo auf die Ukrainer aber dennoch 64 % der Gesamtbevölkerung entfielen und der jüdische Bevölkerungsanteil ebenfalls 10 % betrug.[3] Die polnische Regierung versuchte dieses numerische Ungleichgewicht „mit einer gezielten Boden- und Siedlungspolitik“ auszugleichen, indem sie polnische Bauern in beiden Gebieten ansiedelte.[4] Diesen wurden Teile des polnischen Großgrundbesitzes übereignet und finanzielle Unterstützungen gewährt. Obwohl auch ukrainische Bauern von der Aufteilung polnischen Großgrundbesitzes profitierten, sorgten die übrigen Maßnahmen der polnischen Regierung, wie die Einführung der polnischen Sprache im orthodoxen Gottesdienst, die Beschneidung des ukrainischen Schulwesens, die Unterdrückung politischer Regungen und die Verhaftung zahlreicher Aktivisten bei den Ukrainern für steigendes Unbehagen und Hass.[5]

      Die Ukrainer Galiziens gingen schon bald zu offenem Widerstand gegen die polnische Politik über, der sich in den zwanziger Jahren zu einem regelrechten Kleinkrieg auswuchs bei dem polnische Gutshöfe verbrannt sowie Sabotageakte und Anschläge auf polnische Politiker verübt wurden. 1929 kam es in Wien zur Gründung der Organisation Ukrainischer Nationalisten (Orhanizacija Ukrajinskych Nacionalistiv; OUN), die vor allem unter der Jugend Galiziens zahlreiche Anhänger fand. Unter Oberst Jewhen Konowalez (1891–1938) wurde sie zu einer disziplinierten militärischen Untergrundbewegung ausgebaut, die ab 1930 Terroranschläge auf polnische Einrichtungen, Beamte und Gutsbesitzer sowie Ukrainer, die mit den Polen zusammenarbeiteten, ausführte. Der polnische Staat reagierte darauf mit weiteren Verhaftungen und einer Verschärfung seiner Nationalitätenpolitik. Die polnische Politik gegenüber den Ukrainern und anderen Minderheiten, die „im ganzen gesehen assimilatorisch und repressiv“ war, vermochte aber auf diese Weise bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges weder die polnische Vorherrschaft zu festigen, noch die ukrainische Mehrheitsbevölkerung zu loyalen und in die polnische Republik integrierten Staatsbürgern zu machen.[6]
      Zu den Opferzahlen heißt es hier:
      Zwischen 1942 und Kriegsende wurden allein in Wolhynien schätzungsweise 50.000–60.000 Polen,[14] unter Einschluss der übrigen Gebiete der Ukraine möglicherweise bis zu 100.000[15]–300.000[16][17] von ukrainischen Nationalisten getötet. Diese Massaker an der polnischen Bevölkerung, die polnischerseits als „Wolhynische Gemetzel“ (rzeź wołyńska), ukrainischerseits als „Wolhynische Tragödie“ (Волинська трагедія) bezeichnet werden, fanden ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht, teilweise zumindest unter Duldung der deutschen Besatzungsmacht statt (vgl. dazu beispielsweise Huta-Pieniacka-Massaker). Die Hauptverantwortung für den Terror lag bei der Bandera-OUN, doch trugen auch die Deutschen unmittelbar zur Konflikteskalation bei, indem sie sich z. B. bei der „Pazifikation“ der Dörfer mitunter als polnische oder ukrainische Partisanen ausgaben.[18] Auch die von den Deutschen organisierten und kontrollierten ukrainischen und polnischen Schutzmannschaften (militärisch organisierte Polizeihilfskräfte) griffen auf beiden Seiten in den Konflikt ein.
      Polnische Partisanengruppen erwiderten die Massaker an Angehörigen ihrer Volksgruppe mit ebenso grausamen Übergriffen an der ukrainischen Bevölkerung, denen nach manchen Schätzungen 20.000–40.000 Ukrainer zum Opfer fielen (vgl. dazu z. B. Pawłokoma).[19]
      Es dürfte klar sein, dass die Heroisierung von OUN-Größen wie Stepan Bandera durch viele Ukrainer in Polen nicht auf Gegenliebe trifft. Und ich denke auch, dass aus einer "neutralen" Perspektive heraus eine unkritische Verherrlichung der OUN und der UPA unangebracht ist. Auf der anderen Seite spricht einiges dafür, dass OUN und UPA nicht so untrennbar miteinander verbunden war, wie Franziska Bruder es in ihrem Buch gern betont, und dass die UPA zwar an den Massakern beteiligt war, die Hauptlast der Verantwortung aber bei der OUN-Führung zu suchen sein dürfte. Das wäscht die UPA sicher nicht von jeder Verantwortung rein, aber es spricht aus meiner Sicht einiges dafür, dass die UPA eine typische Partisanenarmee war, die durchaus häufig kriegsrechtswidrige Methoden einsetzte, um ihre Ziele zu erreichen, sich dabei aber weder im positiven noch im negativen Sinn wesentlich von anderen Partisanenarmeen unterschied, wie z.B Maos und Titos kommunistische Partisanen, um nur zwei Gruppen zu nennen, die heute mit weit weniger Vorurteilen betrachtet werden. Die Charakterisierung als "faschistische Mörderbande" ist eine Geschichtsversion, die von der Sowjetunion lanciert wurde, was man vor allem vor dem Hintergrund dessen betrachten sollte, wem diese Version der Geschichte nützte. Die Aufrechterhaltung dieser Version durch das moderne Russland lässt sich aus meiner Sicht 1:1 auf die selbe Art erklären.

      Zum Thema Partisanenarmee möchte ich noch gern den aus meiner Sicht ausgezeichneten Artikel von Dubinjanskij empfehlen, der in deutscher Übersetzung auf Ukraine-Nachrichten erschienen ist: Die Ukrainische Partisanenarmee - hier wird gerade von dieser Perspektive analysiert, inwieweit sich die UPA tatsächlich von anderen Partisanenarmeen unterschied. Ich will das jetzt nicht hier zitieren, es lohnt sich aber einen Blick da hinein zu werfen.

      Zum Schluss möchte ich gern bemerken, dass ich schon oft Diskussionen mit befreundeten UkrainerInnen hatte, die mir gegenüber verteidigten, warum ihrer Ansicht nach Bandera ein Held sei und als solcher gesehen werden müsse. Hier findet eine Reduktion einer hochgradig ambivalenten historischen Figur auf nur zwei, drei Aspekte statt - der Kampf für die Ukrainische Unabhängigkeit, die erbrachten persönlichen Opfer, das Schicksal als "Märtyrer". Diese Reduktion ist in ihrer Qualität der Reduktion sehr ähnlich, die polnische Nationalisten dieses Jahr mal wieder mit erhöhter Vehemenz im polnischen Parlament als Resolution erreichen wollten. Abgesehen davon ist es schon ziemlich lustig, dass ultrakonservative polnische Katholiken hier gern bereit sind, mit ukrainischen Kommunisten und "Antifaschisten" der PR - Kolesnichenko und sein kleines oder großes Gruselkabinett - zusammenzuarbieten, dieses Bündnis sollte man sich tatsächlich einrahmen und auf Klo aufhängen :kozak-lulka:
    • Dein Artikel ist super, mbert!

      Deswegen eigentlich nur noch eine kleine Anmerkung:

      mbert wrote:

      Zum Schluss möchte ich gern bemerken, dass ich schon oft Diskussionen mit befreundeten UkrainerInnen hatte, die mir gegenüber verteidigten, warum ihrer Ansicht nach Bandera ein Held sei und als solcher gesehen werden müsse. Hier findet eine Reduktion einer hochgradig ambivalenten historischen Figur auf nur zwei, drei Aspekte statt - der Kampf für die Ukrainische Unabhängigkeit, die erbrachten persönlichen Opfer, das Schicksal als "Märtyrer".
      Diese Reduktion auf das Heldentum Banderas ist meines Erachtens sogar richtig und nötig. Folgende Argumente möchte ich dafür anführen:

      Der entscheidende "Vorteil" der OUN-UPA ist die Tatsache das sie den Ukrainischen Staat nicht erkämpft haben sondern unterlegen sind. Keiner weiß also wie sie als Staatsmacht regiert hätten! Man kann es nur vermuten.
      Was man aber weiß ist wie die zwei Kriegsmächte Russland und Deutschland, Polen im Vorfeld, operiert haben. All diese Fremdmächte setzten auf Expansion in der Ukraine, währen die einen auf die Nazi-Ideologie bauten, und die anderen sie mit dem "Segen" des Kommunismus überzogen. Beides verheerende Auswirkungen auf das ukrainische Volk.
      Der Artikel von Dubinjanskij ist ohne Zweifel gut, dennoch ist es m.E. wichtig zu erwähnen das es entscheidend ist das Partisanen grundsätzlich im eigenen Kerngebiet operieren welches durch Fremdmächte okkupiert wurde, sieht man von Attentatsversuchen militärischer oder politischer Größen ab. Der Partisanenkrieg wird also nicht in das Kernland der Angreifer getragen! Dies würde einer Partisaneneinheit die Begrifflichkeit Terrororganisation einbringen, was sicher nicht so gewollt sein kann.
    • Minuteman wrote:

      Diese Reduktion auf das Heldentum Banderas ist meines Erachtens sogar richtig und nötig.

      Hmm, da kann ich nicht ganz mitgehen. Bandera begann als Terrorist (so würde man das wohl heute nennen). Seine Vision einer unabhängigen Ukraine war sicher mit den Werten, die die meisten von uns haben, wenig kompatibel. Er räumte einige Konkurrenten im eigenen Lager mit Gewalt aus dem Weg und war zu einem Teil verantwortlich für die Spaltung der ukrainischen Unabhängigkeitsbewegung. Gut, Bandera rief einen ukrainischen Staat aus, der aber von vorn herein Makulatur war und wurde anschließend von den Nazis eingesperrt. Am Befreiungskampf gegen Deutsche und Russen hatte er praktisch keinen Anteil.

      Das, wofür die UPA die Bewunderung der Menschen im Westen hat, war der aufopferungsvolle Kampf gegen Invasoren aus allen Richtungen und die Tatsache, dass vor allem im Westen so ziemlich jede Familie UPA-Kämpfer in ihren Kreisen hatten. Dafür steht Bandera aber überhaupt nicht. Diese ganze Mystifizierung ist aus meiner Sicht total schädlich, weil es Russland dadurch viel zu leicht wird, weiter die Geschichte zu fälschen.
    • mbert wrote:

      Hmm, da kann ich nicht ganz mitgehen. Bandera begann als Terrorist (so würde man das wohl heute nennen). Seine Vision einer unabhängigen Ukraine war sicher mit den Werten, die die meisten von uns haben, wenig kompatibel. Er räumte einige Konkurrenten im eigenen Lager mit Gewalt aus dem Weg und war zu einem Teil verantwortlich für die Spaltung der ukrainischen Unabhängigkeitsbewegung.
      Das steht ausser Frage und ich bin vollkommen konform.
      Fakt ist aber das Bandera der "Heldentitel", nicht die Annerkennung "Held der Ukraine" unter Juschtschenko, sondern allgemein auferlegt wurde und nun Strassennamen und Denkmäler das Strassenbild zieren.
      Wenn es nach mir ginge, was es nicht tut, hätten andere Persönlichkeiten der OUN meiner Ansicht nach eher Anspruch darauf als Freiheitskämpfer und Helden der Ukraine zu gelten. Lev Rebet wäre z.B. einer dieser Kandidaten!
      Ich wage mich jetzt etwas weit aus dem Fenster, aber ich wage mal zu behaupten das Bandera eher den Befreiungskampf symbolisiert, denn als Person zu sehen ist!


      mbert wrote:

      Gut, Bandera rief einen ukrainischen Staat aus, der aber von vorn herein Makulatur war und wurde anschließend von den Nazis eingesperrt. Am Befreiungskampf gegen Deutsche und Russen hatte er praktisch keinen Anteil.
      Nicht nur das er am aktiven Kampf praktisch keinen Anteil hatte, hier eher noch Schuchewitch, denn genaugenommen rief Bandera noch nicht mal den ukrainischen Staat aus ;) , sondern Stetsko!