Empörung über Botschafter

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    • Empörung über Botschafter

      "Es ist an der Zeit, Melnyk in die Schranken zu weisen"

      Mehr Unterstützung für die Ukraine fordern der ukrainische Präsident und sein deutscher Botschafter. Gerade Andrij Melnyk geht hart mit Deutschland ins Gericht. Geht er zu weit? Viele t-online-Leser sehen das so.

      Ob Bundeskanzler Olaf Scholz, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Altkanzlerin Angela Merkel oder die deutsche Regierung insgesamt: Immer wieder kritisiert Andrij Melnyk hochrangige Politiker für deren angebliche Zurückhaltung oder Inkompetenz bei der Ukraine-Hilfe.

      Am Donnerstag lobte der ukrainische Botschafter den Kanzler in Maybrit Illners Talkshow einmal, nur um dann doch wieder auszuteilen. Hunderten t-online-Lesern sind seine Äußerungen der letzten Monate ein Dorn im Auge.

      "Es darf bezweifelt werden, dass er sein Ziel erreicht"
      "So nachvollziehbar und zutiefst menschlich Melnyks Verhalten ist: Es darf bezweifelt werden, dass er sein Ziel erreicht, indem er der Bundesregierung und anderen deutschen Repräsentanten regelmäßig verbal ins Gesicht spuckt", meint t-online-Leser Walter Bächtle.

      "Eines Diplomaten unwürdig"
      t-online-Leserin Christine Topf schreibt: "Seine Ausdrucksweise ist eines Diplomaten unwürdig. Er fordert, er beschimpft den Präsidenten unseres Landes und beleidigt den Kanzler der Bundesrepublik mit Worten, die man auch nicht unter Kollegen, Freunden etc. wählen sollte.

      Wenn man davon ausgehen darf, dass er hochgebildet ist, ist es umso schlimmer. Es erscheint mir unmöglich zu sein, dass er um die vielfältigen Hilfen der Bundesrepublik Deutschland nicht genau weiß. Ihm sollte auf diplomatischer Ebene Einhalt geboten werden."

      "Ihre Attacken sind unerträglich"
      "Meine ganze Verbundenheit gehört dem ukrainischen Volk, das um seine Selbstbestimmung und Freiheit kämpft. Meine ganze Verachtung und Verurteilung gehört Herrn Putin und der Clique, mit der er sich umgeben hat", schickt t-online-Leser Peter Frankmölle voraus. "Aber das, was der ukrainische Botschafter in Deutschland seit Wochen unter Missachtung der solidarischen Anstrengungen Deutschlands – angefangen bei unserer Regierung über die Bundeswehr bis hin zu den Tausenden freiwilligen Helfern und Unterstützern der Ukraine – so von sich gibt, empfinde ich mittlerweile als zum Teil schon beleidigend und unverschämt."

      Frankmölles Mitteilung an Melnyk lautet: "Herr Botschafter, Sie sind Gast in unserem Lande, und auch als Diplomat hat man sich um Sachlichkeit zu bemühen. Ihre Attacken gegen unseren Bundespräsidenten, unseren Bundeskanzler und viele andere Politiker sind unerträglich."
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      t-online.de/nachrichten/auslan…ie-schranken-weisen-.html

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      Ich bin alles andere als "ein Fan" von Olaf Scholz und der aktuellen Bundesregierung!
      Auch habe ich in vielerlei Hinsicht großes Verständnis für Andrij Melnyk - und bin "großer Fan" von Präsident Selenskij und der ukrainischen Regierung!
      Aber auch ich gehe davon aus, dass wir in Deutschland im kommenden Jahr einen neuen Botschafter aus der Ukraine bekommen werden...
    • Präsident Selenskyj entlässt Botschafter Melnyk
      Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk muss seinen Posten in Deutschland räumen. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den 46-jährigen Diplomaten am Samstag abberufen, ebenso die ukrainischen Botschafter in Norwegen, Tschechien, Ungarn und Indien. Gründe wurden in dem von der Präsidentenkanzlei in Kiew veröffentlichten Dekret nicht genannt.

      Ob Melnyk nach seiner Entlassung als Botschafter für ein anderes hochrangiges Amt in Kiew oder anderswo vorgesehen ist, blieb zunächst offen. Die ukrainische Botschaft in Berlin wollte das Dekret nicht kommentieren. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes teilte auf Anfrage mit: «Gegenüber dem Auswärtigen Amt wurde eine Abberufung des Botschafters bislang nicht notifiziert.»

      Melnyk hatte sich nicht erst seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine als scharfer Kritiker der Bundesregierung einen Namen gemacht. Immer wieder prangerte er insbesondere die deutsche Russland-Politik an. Zuletzt aber geriet der 46-Jährige selbst massiv in die Kritik wegen Äußerungen über den ukrainischen Nationalisten und Antisemiten Stepan Bandera.
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      web.de/magazine/politik/russla…tschafter-melnyk-37092942